Politiker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen.
Graf Fito

Mea culpa, mea maxima culpa

Gleich Mittwochabend hatte ich was dazu gebloggt. Jetzt las ich diesen blöden Artikel von Reinhard Mohr bei Spon. Der bestätigt in meinen Augen nur, wie komisch wir uns in Deutschland verhalten, wenn es um Begrifflichkeiten geht, die in irgendeiner Weise Reminiszenzen zur Nazi-Zeit ermöglichen können.

Das ist genau der Prüll, den wir einfach nicht überwunden bekommen. Immer wieder versucht man Leute, die sich kritisch zum Vorgehen der Israelis in Gaza und allgemein gegen die Palästinenser zu äußern, auf diese Weise zu diffamieren. Wir müssen uns das nicht anziehen. Wir dürfen Unrecht Unrecht nennen – auch dann, wenn es von Israelis begangen wird. Und damit verkenne ich überhaupt nicht die Wirkung von terroristischen Überfällen beispielsweise der Hamas. Das ist nicht weniger zu kritisieren.

Blüm bemerkt offenkundig gar nicht, dass er damit nicht nur Nazis und Israelis gleichsetzt, sondern eine gleitende Schuldübertragung betreibt, die einer unerhörten Relativierung des Nazi-Terrors in ganz Europa nahe kommt.

Unverdrossen wandte er sich immer wieder an seinen Talk-Kombattanten Michel Friedman, ehedem Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, den er offenbar als eine Art inoffiziellen Botschafter Israels betrachtete.  (Spon)

via Gaza-Krieg bei Plasberg: Schlamassel mit der deutschen Schuld – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur.

Kommentare

  1. Gilbert meint:

    Ein passenden Antwort wäre: “Danke! Ich fühle mich geehrt und nehme den Titel (Antisemit, Nazi) an! Bitte sendet mir die Ernennungsurkunde als PDF per Email zu.”

    Gilbert´s letzter Blogbeitrag: Deutsche Tugenden

      (Zitieren)  (Antworten)

  2. Horst meint:

    Das könnte nun auch bestimmt missverstanden werden.

      (Zitieren)  (Antworten)

Dein Kommentar

*