Davon, dass man für alles mögliche abgemahnt werden kann, kann mancher ein Lied singen. :-P Dass man aber auch juristisch dafür in die Mangel genommen werden kann, dass man “unautorisiert” den -sagen wir- Namen eines Fernsehsenders- verlinkt und im Blogbeitrag eine bestimmte Fernsehsendung beschreibt.

Offenbar passiert das auch “nur” deshalb, weil etwas geschrieben wurde, was diesem Sender nicht gepasst hat. Soweit sind wir in Deutschland also schon. Wenn sich so etwas durchsetzt, was ja gut möglich ist, dann hat sich in Deutschland auf jeden Fall schon mal das geändert. Mindestens zwei Parteien in solchen Fällen ja etwas davon – der Kläger und sein Anwalt).

Es scheint schwierig zu sein, gewisse Leute zu Anstand und Vernunft anzustiften. Diejenigen, die es in der Hand haben, schaffen das offenbar nicht. Obwohl sie ständig so tun, als würden sie es wirklich versuchen.

Bewerben bei Wohnen nach Wunsch *Update* – Heimwerker Tipps.

Update: Spon berichtet, dass sich die Geschichte längst zum Guten gewendet hat. Komisch, dass auf der Seite heimwerker-tipps davon nichts zu lesen ist (ich habe zumindest kein Update dazu entdeckt. War es also ein Sturm im Wasserglas?

Der Eintrag, der das Ganze auslöste, ist Jahre alt – er stammt aus dem November 2005, als die Sendung “Wohnen nach Wunsch” noch lief, sie ist längst abgesetzt. Das war der Vox-Pressereferentin Sonja Harnisch zufolge auch der Grund für das Schreiben – man habe verhindern wollen, dass sich aufgrund des Eintrages mit Bewerbungstipps weiterhin Menschen für die Sendung anmeldeten. Ein klarer Fall von inter-medialem Missverständnis. “Natürlich freuen wir uns, wenn Blogger über unsere Sendungen schreiben”, betont Harnsich jetzt im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.

Man hat bei Vox nun offenbar verstanden, dass das harsch formulierte, mit juristischen Konsequenzen drohende Schreiben der falsche Weg war, dass gerade Blogger auf echte oder vermeintliche Redeverbote höchst allergisch reagieren – und im Zweifel blitzschnell eine Gegenöffentlichkeit mobilisieren können. In einem Telefonat haben sich Sender und Blogger nun aber miteinander geeinigt. (Spon)

Klasse. Das freue einen ja doch sehr, wie schnell sich so etwas mal erledigen kann.


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8 Antworten : “Meinungsfreiheit in Deutschland – juristischer Ärger wg. nichtautorisierter Links?”

  1. Ich hätte zugerne mal was von einem Juristen dazu gelesen.

    LuNeX´s letzter Blogbeitrag: QR-Code-Zwischenbericht

  2. Hat der Lawblog noch nichts geschrieben? Gleich mal checken.

  3. ne hat er noch nicht, jedenfalls nicht bis heute morgen, als ich dort nachgeschaut hatte

  4. Nun hat sich ja noch alles gewendet.

  5. Ja, wenns nur darum ging, kann der Blogger jetzt die Beiträge und Kommentare wieder online stellen?

    somlu´s letzter Blogbeitrag: Ehrlich

  6. Ich habe das ehrlich gesagt so verstanden. Bin gespannt, ob noch ein Statement eines Anwaltblogs dazu kommt. Bisher habe ich noch nichts gelesen. Außerdem könnte ja auch bei den Heimwerkern darüber noch etwas detaillierter berichtet werden.

  7. saunabiber sagt:

    Den fraglichen Beitrag als Werbung für oder als Kritik an Vox hinzustellen und dann zu behaupten, Vox verbiete die Meinungsfreiheit und uns allen das Bloggen, ist ziemlich am Thema vorbei. Vox hatte ein Problem mit den Heimwerker-Tipps. Mehr nicht. Alles andere war Polemik vom Macher dieser Seite, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu generieren. Schau Dir einfach mal die Ursprungsseiten an (verlinkt hier im Kommentar) und urteile selbst.

  8. @Saunabiber: Ich verstehe deine Verärgerung. Andererseits behaupten nicht viele Blogger von sich, dass sie in Konkurrenz zu irgendwelchen “Qualitätsmedien” treten wollen. Solche Ambitionen haben ganz wenige, glaube ich.

    Bei mir geht es um Meinung. Dabei wird übers Ziel hinausgeschossen und alle Informationen halten auch nicht stand. Wie dieses Beispiel ja durchaus anschaulich zeigt. Das gehört allerdings, wie gesagt, zu meinem Selbstverständnis als Blogger dazu. Ich ich bin mir nicht zu schade, das auch zuzugeben.