Monatsarchiv: Januar 2009
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vorgelesen am: 26. 01. 2009 Ich mach Schluss über Facebook. Früher hat man sich gar nicht getraut. Heute gehts sogar nicht mehr über Handy, sondern über das SocialNetwork. Da haben alle was davon. Und auch noch gleichzeitig.
vorgelesen am: 26. 01. 2009 In den USA ist eben alles ein bisschen größer. Nicht nur die Pleiten
Handys sind wirklich was Schönes
Die stören nicht nur im Restaurant, in der Bahn, im Theater, im Kino, in der Kirche (bei Beerdigungen ist es besonders peinlich). Sie können einen sogar stören, wenn man eine kleine Stadtbesichtigung mit einer Gruppe macht. So passiert letzten Dienstag. Mit ein paar Kolleginnen und Kollegen haben wir uns eine so genannte Funzelführung durch Nassau genehmigt (dort arbeite ich übrigens). Nicht in der Fremdenführung aber im Ort.
Also, es war schon dunkel, allerdings noch ziemlich früh am Abend. Wir gingen also mit unseren brennenden Laternchen durch die Gassen des Städtchens und ließen uns von unserer Führerin in die Geschichte Nassaus einführen. Am Gefängnisturm (das ist der hier) wurden wir jäh gestört. Ein Mädchen so von 16 – 17 Jahren telefonierte mit ihrem Handy. Wild gestikulierend und vor allem arg laut. Zuerst dachte ich, die wäre besoffen. War sie aber nicht. Vermutlich sprach sie mit ihrem Freund oder so. Ein paar von uns wurden schon leicht ungeduldig und schauten verständnislos zu ihr rüber. Sie ließ sich nicht stören und schrie weiter in ihr Handy. Eine resolute Kollegin schnauzte etwas zu ihr herüber – oder war’s unsere Führerin Fremdenführerin? Egal. Jedenfalls keifte die Kleene zurück: sie sei ein freier Mensch und sie würde solange telefonieren wie es ihr gefalle. Jo. Ein freier Mensch – und ein ziemlich ungehobelter dazu. Aber wie das so ist, wir nahmen nicht weiter Notiz von ihr und bald war auch ihr Akku leer.
Zumwinkel ist frei. Was war eigentlich mit Peter Graf?
Als Peter Graf (Ihr wisst schon: der Vater von Steffi) damals wegen Steuerhinterziehung (angeblich 41 Mio. DM) so richtig ins Gefängnis einfuhr und dort eine ganze Reihe von Jahren zubringen musste, habe ich wegen der Art und Weise, wie die Presse damals über den Fall berichtet hat, einen Leserbrief an den Stern geschrieben. Keine Ahnung, wo der ist. Schließlich ist das lange her.
Nachdem das erwartet milde Urteil (1 Mio. Strafe ist ja auch kein Pappenstiel!) heute gesprochen wurde, musste ich gleich an Graf denken. Er war zwar auch populär, hatte aber vermutlich keine Lobby. Ich unterstelle jetzt mal, dass Zumwinkel die sehr wohl hat. Und zwar, obwohl heute viele so tun, als würden sie ihn nicht mehr kennen.
Das Volksempfinden ist also mal wieder auf der Palme. Mir ist der Fall und der Mann doch eher egal. Gut finde ich nicht, was Zumwinkel gemacht hat. Aber ins Gefängnis muss man ihn dafür nicht schicken. Allerdings füge ich hinzu: Das würde ich bei allen anderen Leuten, die Steuern hinterziehen, auch schreiben.
Wir sind sowieso Pleite. So richtig total Pleite. Und dann die Empörung über 1 Mio. Euro. irgendwie schon ein bisschen komisch. Erst finde es alle falsch, dass die Regierung sich zu lange Zeit lässt, um Rettungspakete zu schnüren. Dann sind sie nicht gut genug und zu klein. Und am Ende gucken wir uns alle blöd an und stellen fest, dass die Staatsverschuldung sehr stark gestiegen ist und wir vielleicht die Maastricht Kriterien mal wieder nicht erfüllen. Huch – sach ich mal.
Öfter mal wat neuet
Neuen Blog gestartet: ad.querblog.de Dabei weiß ich oft gar nicht, was ich hier noch schreiben soll. Lasst euch durch die alten Einträge nicht irritieren. Das sind nur Muster wegen der Einstellungen und so. Wie findet ihr die Optik? Außer dem Logo ist natürlich nix von mir…
In diesem Blog will ich mich ein paar Sonderthemen widmen. Welchen weiß ich aber noch nicht. :-[
#1, Moleskine Sketchbook

#1, Moleskine Sketchbook
Ursprünglich hochgeladen von Manuela Hoffmann
Das hat Manuela gestern gezeichnet. Ich finde, dass kann man ruhig mal zeigen.
Lesercharts für deutschsprachige Blogs
Gerade habe ich mich noch beim Blogoscoop abgemeldet, nun wieder eine Anmeldung. Ich weiß auch nicht, was ich will.
Handys an Schulen verbieten?
Die japanischen Behörden wissen sich offenbar nicht mehr anders zu helfen, als jetzt über Handyverbote an Schulen nachzudenken. Der Spon-Bericht gibt einige interessante Informationen zu dem, was noch auf uns zukommen könnte. Einige der beschriebenen Machenschaften kennen wir ja durchaus auch schon von unseren Schulen und natürlich auch aus dem “normalen” Lebensbereich – also von außerhalb der Schule.
Ich kann mir persönlich eigentlich gar nicht vorstellen, dass man 3 Stunden am Tag mit dem Handy telefonieren mag. Und 50 SMS am Tag – na ja. Da geh ich mal lieber rüber zu Twitter.
Sicher bin ich allerdings, dass mit solchen Verboten den Missbräuchen, denen man damit begegnen möchte, nichts entgegenzusetzen ist. Es braucht schlicht und ergreifend mehr Medienkompetenz – auch bei Jugendlichen. Und die zu erlangen ist nun wahrhaft nicht einfach. Zumal sich die Rahmenbedingungen hierfür auch ständig verändern.
Porno und Gewalt: Japan plant Handyverbot an Schulen – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.
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vorgelesen am: 25. 01. 2009 Manche Leute haben einfach keinen Respekt vor dem Alter. Auch nicht vor überragendem Intellekt.
Was tun bei spirituellem Unbehagen?
Am 11. Oktober 1962 begann das “Zweite Vatikanische Konzil”. Papst Johannes XXIII. rief es aus, um die katholische Kirche zu reformieren. An diesem Tag hatten wir schulfrei. Ich kann mich erinnern, das unser Dechant uns an damals in die Freizeit entließ, nicht ohne zu erwähnen, dass dieses Konzil etwas Wichtiges und auch sehr Seltenes sei. Das habe ich nicht vergessen. Vermutlich auch wegen des freien Schultages.
Das Konzil hat eine Reihe von positiven Veränderungen gebracht. Auch Leute, die der christlichen Kirche nicht nahestehen werden vielleicht wissen, dass es innerhalb der katholischen Kirche starke Widerstände gegen die Liberalisierung (sofern man dieses Wort für die Veränderungen nicht zu groß ist) gab. Der Kern dieses Widerstandes fand sich um den französischen Erzbischofs Marcel Lefebvre. Der Papst hat später ihn und seine Gefolgsleute exkommuniziert.
Papst Benedikt XVI. macht das nun rückgängig. Lefebvre selbst ist im Jahr 1991 verstorben. Seine Anhänger vertreten jedoch auch heute noch die abweichende Haltung zu den Modernisierungen innerhalb der katholischen Kirche. Und wir wissen, dass diese so zahlreich nicht waren. Eine Änderung war beispielsweise, dass die Liturgie nicht mehr in lateinischer, sondern in der jeweiligen Landessprache stattfinden kann. Etwas, woran wir uns seit Jahrzehnten gewöhnt haben. Ich würde ungerne darauf verzichten und könnte damit leben, wenn bei Hochämtern oder bei hohen Feiertagen alternativ (freiwillig) darauf zurückgegriffen würde. Wenn ich das richtig weiß, ist das heute sogar so geregelt. Außerdem wurde Aspekte der Ökumene und das Verhältnis zur katholischen Ostkirche behandelt.
Der Vatikan begründet Benedikts Entscheidung damit, dass er dem "spirituellen Unbehagen" wegen der Strafe der Exkommunikation mit väterlicher Einfühlsamkeit begegne. Ja, wenn’s so ist.
Mal sehen, ob in der nun folgenden Diskussion die Veränderungen für die katholische Kirche und ihre Mitglieder im Vordergrund stehen wird oder die “Begnadigung” eines Lefebvre-Anhängers, der als Holocaust-Leugner im Mittelpunkt des Interesses der jüdischen Gemeinden steht. Bischof Williamson hat die Ermordung von 6 Millionen Juden in Konzentrationslagern abgestritten. Dieser Umstand ist natürlich von ganz besonderem Interesse. Da spielt es auch keine Rolle, dass der Vater von Marcel Lefebvre im französischen Widerstand gegen die Nazis gekämpft hat und im Jahre 1944 in einem deutschen KZ gestorben ist.
Friedrich Merz als deutscher Obama?
Man muss nur die richtigen Experten vor den Bildschirm holen und schwupp hat man die gedanklichen Barrieren, die einen normalen Menschen ausmachen, durchbrochen. Friedrich Merz wäre nach Meinung von Wolle Joop ein adäquater deutscher Barack Obama. Joop war wohl als Experte für Optimismus und unternehmerische Fortune in Anne Wills Sendung geeilt.
Eigentlich wäre ich damit schon bedient gewesen. Wenn da nicht noch Dr. Jürgen Trittin gesessen hätte. Der hat nämlich auch was gesagt. Ich hab Blutdruck, um mit Horst Schlämmer zu reden.
Als Opposition ist man mit der Regierung nicht einer Meinung. Das soll so sein und sogar ich habe schon davon gehört. Ums kurz zu machen: Trittin hält der Regierung vor, dass sie mit dem Rettungspaket für unsere Banken zu früh dran gewesen sei. Grundsätzlich hält auch er die Maßnahme schon für richtig. Wie gnädig. Er kritisiert aber, dass die Regierung nun in der misslichen Lage sei, noch einmal nachzulegen, weil die 400 Mrd. Euro nicht ausreichen würden.
Demnach haben die Grünen also gewusst, dass bei den deutschen Banken, so wie es im Moment durch den Blätterwald echot, Giftpapiere für eine schlappe Billion Euro im Keller haben? Wären die Grünen also in der Regierung gewesen, hätte das staatliche Rettungspaket logischerweise in etwa diese Dimension gehabt. Dann müsste man jetzt nicht nachlegen. Prima. Das ist logisch.
Wirklich sehr glaubwürdig, Herr Trittin. Sehen Sie und genau solche blödsinnigen Ansagen sind es, die uns Deutschen zum Hals heraushängen und ist so nebenbei auch genau das, was Sie, Herr Trittin, von Barack Obama –zumindest bisher- so gründlich unterscheidet. Aber trösten Sie sich: Man kann das nicht lernen!




