Monatsarchiv: Januar 2009
Blogs sind nicht die Welt
Roberts Blogverkauf hat mich in den letzten Tagen doch sehr beschäftigt. Er, Robert, hat sich verabschiedet. Und, unglaublich aber wahr, das Leben geht weiter.
Gestern telefonierte ich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen, mit dem ich heute noch freundschaftlich verbunden bin. Wir hatten ein paar Monate nichts voneinander gehört. Er erzählte mir, seine Frau und die beiden kleinen Kinder seien gerade in das neu gekaufte Haus eingezogen. Ich freute mich mit ihm und wünschte ihm und der Familie alles Gute. Gegen Ende dieses Gespräches sagte er mir, dass etwas Schlimmes passiert sei.
Unmittelbar vor Weihnachten hätten sie erfahren, dass seine Frau lebensgefährlich erkrankt sei. Das hat mich sehr erschüttert. Meine Gedanken kreisen um ihn und seine Familie. Wie unwichtig angesichts solcher Nachrichten doch viele andere Dinge werden.
Und dazu gehört sicher auch das Bloggen, das mir doch an für sich so viel bedeutet. Roberts Entscheidung hat bestimmt andere Gründe. Denken wir daran, dass es andere Dinge sind, die zählen. Selbst dann, wenn das eigene Blog 50k Euro einbringt.
Nepper, Schlepper, Stimmenfänger
Dieses Jahr ist ein Superwahljahr. Nicht wenige Menschen vertreten die Meinung, dass die Politiker beim Schnüren der beiden Konjunkturpakete nicht das Wohl der Bürgerinnen und Bürger, sondern nur unsere Stimmen im Auge hatten. Dafür spricht auch, dass die Politiker der Opposition genau die gegenteilige Meinung zur Regierungskoalition vertreten. Es wäre ja schließlich schön blöd, wenn man der Regierung in ihren Entscheidungen beipflichten würde. Und die Kritik passiert in einer Lautstärke und mit einer Penetranz, die ich als ausgesprochen ärgerlich und abstoßend empfinde. Egal, ob es sich nun um Grüne, die Linke oder auch die FDP handelt. Egal, ob die verkniffene ehemalige grüne Ministerin Renate Künast über Abwrackprämien für alte Autos lamentiert oder der sich längstens im Regierungsamt wähnende und doch ewig die Oppositionsbank drückende Guido Westerwelle zu den “Aktivitäten” der Regierung kritisch äußert. Von Lafontaine oder Gysi will ich gar nicht anfangen.
Politikern schlechte Absichten zu unterstellen ist lange en vogue. Vielleicht schon zu lange? Wir kommen wohl gar nicht mehr auf den Gedanken, dass viele der Leute, die politische Ämter wahrnehmen, entgegen anderslautenden Behauptungen doch wissen, welche Ängste und Sorgen uns umtreiben. Die Regierung startet Rettungspakete zur Stützung unserer Wirtschaft in unvorstellbaren Größenordnungen. Und das, so glauben viele, sollen sie nur tun, damit wir ihnen unser Stimmen geben? (weiterlesen …)
Kreislaufkollaps! Ackermann im Krankenhaus – Bild.de
Kreislaufkollaps! Ackermann im Krankenhaus – Bild.de.
Er muss wirklich enttäuscht gewesen sein.
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- Abgewandelter Nazi-Spruch: Tchibo und Esso stoppen Kaffeewerbung – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft
vorgelesen am: 14. 01. 2009 Wir sind einfach nur bekloppt.
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- Wirbel um Obamas designierten Finanzminister (International, NZZ Online)
vorgelesen am: 14. 01. 2009 So schnell wird aus einem hochgejubelten Hoffnungsträger ein potentieller “Abstiegskandidat”.
Tiri, tira, die Post ist da
Selbst Unternehmen mit sehr guter Eigenkapitalquote haben im Moment Probleme, von ihren Hausbanken über einen “normalen” Kreditrahmen hinaus, Geld zu bekommen. Auch die Deutsche Bank verhält sich nicht anders! Selbst saisonale und leicht erklärbare temporäre Mehrbedarfe zu decken ist nicht leicht.
Gerade Josef Ackermann, der doch getönt hat, sein Institut brauche die Finanzstützen des Bundes nicht in Anspruch zu nehmen, wurde durch die neuen Nachrichten entlarvt. Er hat nicht die Wahrheit gesagt! Zumindest jedoch hat er sich so verhalten, wie man es von einem verantwortungsvollen Manager nicht erwarten kann.
4,8 Mrd. € Verlust macht sein Institut. Peanuts werden das für die Aktionäre wohl auch nicht mehr sein und, was ihn sicher sehr arg treffen dürfte, die Post soll einsteigen, um die gröbsten Probleme zu lösen. Kapital wird benötigt. Quasi eine Teilverstaatlichung der Deutschen Bank durch die “Hintertür”. Der Dax verlor nach Bekanntwerden des Milliardenverlustes 8%.
[important]Hier die Pressemitteilung der Deutschen Bank zum Fiasko.[/important]
Ackermanns Erklärung:
Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt
Komisch, klang das nicht noch vor kurzer Zeit ganz anders? Wenn es nach mir ginge, sollte Herr Ackermann nun wirklich den Hut nehmen. Er hat nicht die Wahrheit über die Lage seines Instituts gesagt, sondern hat im Gegenteil lange so getan, als sei die weltweite Finanzkrise für die Deutsche Bank kein Problem.
Nahost: Im Recht ist wahrscheinlich keiner
Israel hat den Krieg gegen die Hamas am 27. Dezember 2008 begonnen. Vielleicht aus Rücksichtnahme darauf, dass die Christen gerade Weihnachten feierten. Kassam-Raketen wurden schließlich schon lange vorher auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert.
Dass wir sowohl von israelischer als auch palästinensischer Seite belogen werden dürfte wohl längst ein Jeder erkannt haben. Wie immer in diesem Konflikt scharen sich also die Menschen um die Israelis auf der einen Seite und die Palästinenser auf der anderen. Wir müssen uns nichts vormachen: Kriegen, egal aus welchem Grund sie geführt werden, wohnt immer der Irrsinn inne. Deshalb kann man schwerlich den Sinn eines Krieges den Menschen erklären, die nicht mehr oder weniger selbst daran beteiligt bzw. betroffen sind.
Israel steht vor Wahlen, die USA äußert sich in dieser Zeit des Überganges von einem zum anderen Präsidenten nicht so klar, wie es vielleicht in “normalen” Zeiten der Fall gewesen wäre. Scheinbar hat der israelische Angriff also auch mit diesem Zeitpunkt zu tun. Vielen Menschen wird es schwerfallen, für die eine oder andere Seite Partie zu ergreifen. Mir geht das nicht anders.
Ich habe hier schon die eine oder andere kritische Bemerkung zu diesem Konflikt gemacht. In diesem Fall fällt es mir schwer. Schon allein deshalb, weil es mir ein großes Unbehagen bereitet, dass der Krieg aus wahlkampftaktischen Gründen geführt wird. Allerdings fällt es mir persönlich immer schwerer, für eine der beiden Parteien überhaupt noch Verständnis zu entwickeln. Und eines wird wohl sicher sein: Gewinnen werden weder die Israelis noch die Palästinenser. So viel ist aber sicher: Die Zivilisten in beiden Ländern sind wieder einmal die Opfer dieses Krieges.
Habe Mutter gerade erzählt, dass ich öffentlich twittere
Für dieses Geständnis hätte es eine Ohrfeige gesetzt. Twitterer wissen, dass diese witzige Meldung nicht vom “richtigen” TSG kam, sondern von der Imitation aus dem Hause “Titanic”. So kann man das auch im Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers von heute nachlesen.
Schäfer-Gümbel haben seine Online-Aktivitäten höchstwahrscheinlich genutzt. Jedenfalls berichten auch traditionelle Medien über die offenbar von einer Kölner Agentur angezettelte Öffnung in die Weiten der virtuellen Welt. Der richtige TSG verspricht seinen Wählern heute:
[important]“Auch als MP in Hessen möchte ich weiter twittern.” [/important]
Auch wenn er es nicht werden sollte, wovon ich fest ausgehe, werden vielleicht viele beobachten, ob er auch von der Oppositionsbank aus weiter twittert.
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- Schäfer-Gümbel und Social Media – Die richtige Strategie? » Johannes Kleske – tautoko weblog
- Matt's Original Inverted Planter a.k.a IPlanter.
- WordPress Founder Turns 25
vorgelesen am: 12. 01. 2009 Interessante Gesichtspunkte zur Diskussion um die Nutzung von Twitter im Wahlkampf #tsg #hessen
vorgelesen am: 12. 01. 2009 Dinge, auf die die Welt gewartet hat. Pflanzen wir die Pflanzen also jetzt mal verkehrt herum.
vorgelesen am: 12. 01. 2009 Ja, diesem Glückwunsch will ich mich wirklich gern anschließen. Eine tolle Leistung, Matt.

