Ob die Abwrackprämie künftig auch was mit der demografischen Entwicklung zu tun hat? Die Politiker bereiten den Weg für bisher undenkbare, sprich unpopuläre Maßnahmen. :-O
6 Antworten : “Ein Gedanke zur Abwrackprämie”
Ob die Abwrackprämie künftig auch was mit der demografischen Entwicklung zu tun hat? Die Politiker bereiten den Weg für bisher undenkbare, sprich unpopuläre Maßnahmen. :-O
6 Antworten : “Ein Gedanke zur Abwrackprämie”
@Horst:
Zur “richtigen” Abwrackprämie: Hoffentlich wissen alle, das die 2500 € nur dann zum Tragen kommen, wenn der Wert des verschrotteten Wagens gleich “0″ ist. Wenn man den noch für z.B. 1500 verkaufen könnte – da bleiben eben nur 1000 übrig. Und wenn der “Karren” vielleicht noch 3000 bringt? Dann ist es Pustekuchen mit dem Zuschuss. (H)
Dieses Rechenbeispiel wurde ja ordentlich in die Öffentlichkeit geprustet. Stimmt ja auch. Ich wundere mich aber schon sehr darüber, dass es diese Maßnahme anscheinend doch einen großen Kaufschub ausgelöst hat. Mal sehen, ob das lange andauern wird.
Wie jetzt? Woran wird denn der Restwert festgemacht? Wer setzt das fest? Mobile.de? Ein Gutachter? Der Händler, der den Neuwagen verkauft?
Andreas´s letzter Blogbeitrag: Twilight
Ich denke, du musst einen Gutachter beauftragen. Der kostet 2.500 Euro. (H) — Echt, da hab ich keine Ahnung.
Ich finde, dass man über die Fragen »Was gewinnt und verliert der Eigentümer« und »Was gewinnt oder verliert der Staat« ziemlich lange nachdenken kann:
Der Eigentümer verliert
- den aufgewendeten Eigenanteil, den Restwert des Wagens, die möglichen Zinsgewinne auf sein Guthaben (oder die Zinsen auf seinen Autokredit), durch die möglicherweise höhere Belastung durch die Versicherung (Neuwagen bekommt meist Vollkasko), die Möglichkeit des Kaufs anderer Güter.
Der Eigentümer gewinnt
- ein neues Auto mit weniger Treibstoffverbrauch, Prestige, ein gutes Gewissen, 2.500 Euro Zuschuss, Einsparungen bei der Kfz-Steuer, Einsparungen bei der Mineralölsteuer, keine Umweltauflagen in den nächsten Jahren, der »TÜV« ist sicher.
Der Staat »verliert«
- bei der Umsatzsteuer der Fahrzeuge im Preis von < ca. 14.000 Euro, die gesparte Kfz-Steuer, die gesparte Mineralölsteuer, alle Steuern auf die wegen dieser Geldausgabe nicht gekauften Güter.
Der Staat »gewinnt«
- durch die höhere Versicherungssteuer, durch die Umsatzsteueranteile bei Fahrzeugen > ca. 14.000 Euro, eventuell durch Steuerzahlungen der Hersteller und Händler.
Im Grunde verliert der Staat immer und der Käufer gewinnt bei einem Austausch eines relativ alten PKW gegen einen kleinen und sparsamen Neuwagen.
stefanolix´s letzter Blogbeitrag: Turmgeschichten aus der DDR (2)
@Stefanolix: Vielen Dank für diese schlüssigen Ausführungen. (Y)
Horst´s letzter Blogbeitrag: Vorgelesen