Alte Fotos gucken und schwermütig werden

Manchmal tun meine Frau und ich das gern. Wir tauschen uns dann darüber aus, was seitdem so passiert ist, und wir stoßen dabei manchmal auf Ungeheuerliches.

Eben hatten wir ein Foto, das uns mit ehemaligen Nachbarn bei einer Abschiedsfete zeigte. Abschied von einer Wohnung (Sechsfamilienhaus), in der wir (samt Nachbarn) glückliche Jahre erlebt haben. 17 Jahre immerhin. Lang ist es her.

Der Besitzer des Hauses, also unser damaliger Vermieter, hat sich vor Jahren das Leben genommen. Er war nach einem Unfall querschnittsgelähmt. Drei der Ehepaare sind inzwischen geschieden. Ich finde das ganz schön traurig.


Kommentare

  1. Christian meint:

    So ändert sich die Lebenslage. Es ist hart mit anzusehen, dass jede zweite Ehe geschieden wird. Es ist hart zu sehen, dass sich immer mehr Menschen von eigenen Leben trennen und die Vergangenheit an sich ist noch viel härter, denn manche Sachen darin sind nicht sehr schön. Ich kenne das. Wenn ich abends ins Bett gehe, sehe ich immer meine Bilderwand die mich einfach an vieles erinnert und da sind nicht nur gute Sachen dabei. Da ist es manchmal ganz schön schwer nicht traurig zu werden.

  2. Horst Schulte meint:

    Eigentlich sollte man sich darüber freuen, was man gehabt hat. Das tut man aber scheinbar meistens nicht. Sondern man traut der Vergangenheit nach. Wir Menschen sind schon komisch. Ich freue mich immer, wenn ich auf Leute treffen, die –zumindest scheinbar– totale Optimisten sind.