Monatsarchiv: März 2009

Wir kommen gut voran – beim Kampf gegen Arbeitslose

März 31, 2009 6 Kommentare »

DPA berichtet heute:

Die Arbeitsagenturen haben 2008 so viele Sanktionen gegen Arbeitslosengeld-I-Empfänger verhängt wie noch nie zuvor. Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, wurde in mehr als 740 000 Fällen die Auszahlung des Arbeitslosengeldes zeitweise gesperrt. Das entspricht einem Anstieg um 16 Prozent gegenüber 2007. Drastisch gestiegen sind vor allem die Sperrzeiten wegen verspäteter Arbeitssuchendmeldung. Die Sanktion wird verhängt, wenn sich Arbeitnehmer nicht sofort nach Bekanntwerden der Kündigung bei der BA melden.

Fordern und Fördern ist die Devise. Anscheißen und Denunzieren wäre meine Übersetzung. Und das passt in meine kleine Welt der Vorurteile und vorschnellen Meinungsäußerungen.

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Geringqualifizierte werden der Anreize beraubt, ihre Ziele zu verwirklichen

März 29, 2009 10 Kommentare »

Aus einem Interview, das die Süddeutsche Zeitung mit dem Top-Ökonomen Dennis Snower geführt hat und das Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde, zitiere ich:

In Deutschland finde ich es ziemlich inhuman, dass Geringqualifizierte so wenig Möglichkeit haben, aufzusteigen. Sie werden in einer Weise abgesichert, die sie ihrer Anreize beraubt, ihre Ziele zu verwirklichen. Das haben wir nach der Wiedervereinigung gesehen. In Ostdeutschland ist die Arbeitslosigkeit viel höher als im Westen, irgendwas ist da sehr schief gelaufen und das ist inhuman.

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Wie bekloppt muss man sein?

März 29, 2009 Kommentare deaktiviert

Auch die Jugendfixiertheit dieser Branche erfährt gerade einen Umschlagpunkt. Anfang der Neunziger, als sich die ersten Privatsender von den Öffentlich-Rechtlichen abgrenzen wollten, bürgerte sich in Deutschland ein Begriff ein, der noch aus dem Amerika der Fünfziger stammt: “die werberelevante Zielgruppe von 14 bis 49 Jahre”. Die Branche leitete daraus ab, dass jemand, der altersmäßig irrelevant ist für ein Produkt, es wohl besser auch nicht bewerben sollte. Deshalb sah man in den Werbeagenturen kaum jemanden über 45 Jahre.

Quelle

Nun ja, die Werbebranche – könnte man sagen. Aber die “anderen” haben schnell gelernt, wie wir heute wissen.

Wir zahlen nicht für Eure Krise

März 29, 2009 Kommentare deaktiviert

Eine griffige Formel, unter der die Demonstranten in Europa ihr Missfallen über die Folgen der Finanzkrise kundtaten. Aber auch wenn es mir schwer fällt: Das ist unsere Krise. Sie kostet unser Geld und unsere Arbeitsplätze.

Sicher, es hilft beim Frustabbau, wenn man Schuldige ausgemacht hat. Und bestimmt sind die Adressaten der Protestanten auch nicht immer die Falschen. In London blieb es friedlich. 35.000 Demonstranten. Ihr Protest richtete sich, wie der der 15.000 Teilnehmer bei der Berliner Demo gegen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die beiden Mottos wichen voneinander ab:

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Nichts Menschliches

März 29, 2009 4 Kommentare »

Wie heißt das immer so schön, wenn man auf einen Menschen mit sehr viel Lebenserfahrung trifft? “Dem ist nichts Menschliches fremd”.

 

Entsetzen in Kolumbien: Vierzehn Mal soll ein Witwer seine Tochter geschwängert, acht Kinder mit ihr gezeugt und auch manche von diesen missbraucht haben. Erst durch den Fall Josef F. in Österreich soll dem Mädchen sein Martyrium klar geworden sein.

Einem 63-jährigen Vater wird vorgeworfen, eine Tochter seit ihrem neunten Lebensjahr über einen Zeitraum von 25 Jahren hinweg missbraucht zu haben. Die Kinder belasten nun einen Sohn.

 

Auch wenn es uns noch so graut vor denen, die ihren eigenen Kindern, ihren Familien etwas derart Schreckliches angetan haben, es sind Menschen. Und wir werden uns damit abfinden müssen, dass Amstetten nicht die Ausnahme darstellt, wie es zunächst den Anschein hatte.

Jürgen Walter – der Held der Demokratie?

März 28, 2009 3 Kommentare »

Viele werden den Namen längst vergessen haben. Er gehört zu den vier Dissidenten, denen Andrea Ypsilanti zu verdanken hat, dass ihre politische Karriere beendet ist. Viele sehen das ganz anders. Sie sind der Meinung, Ypsilanti hätte sich das ganz allein selbst zuzuschreiben. Geschenkt.

Die SPD hat Walter suspendiert. Für zwei Jahre sollen seine Mitgliedsrechte “ruhen”. Nur auf der kommunalen Ebene darf er mit entscheiden. Der arme Mann!

Als Sozi habe ich mich nicht wohl gefühlt mit den Dingen, die im hessischen Landesverband vor sich gegangen sind. Und zwar durchaus nicht aus machtpolitischer oder (von mir aus) aus opportunistischer Sicht. Der versprochene Politikwechsel hat nicht stattgefunden. Die Wähler haben sich angeblich verarscht gefühlt. Betrogen und verkauft von der SPD – Spitzenkandidatin, Andrea Ypsilanti. Dabei war es überfällig, dass das Bündnis, für das sie glaubte, dass die Zeit dafür reif sei, endlich Realität werde.

Aber immer noch verfangen die Argumente derer, die in der LINKEN den Feind unserer Gesellschaftsordnung sehen. Mit dieser Partei sei kein Staat zu machen. Lächerlich. Nichts anderes ist zu hören als es der Fall war, als die Grünen gegen das politische Establishment angekämpft haben.

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Wiedervorlage: Montag, 11.05., 20 h – Till Brönner mit Madeleine Peyroux

Wiedervorlage: Montag, 11.05., 20 h – Till Brönner mit Madeleine Peyroux
März 28, 2009 3 Kommentare »

Im März 2007 besuchten meine Frau und ich ein Konzert von Till Brönner und Thomas Quasthoff in der Kölner Philharmonie. Ein großes Erlebnis. Wir waren total begeistert und haben noch lange von diesem Ereignis gesprochen.

Daran haben rückwirkend betrachtet, auch die negativen Stimmen zum Ausflug Thomas Quasthoffs ins Jazz-Genre überhaupt nichts geändert.

Ich sehe sporadisch das Programm der Kölner Philharmonie nach Jazzkonzerten durch. Die eine oder andere Perle haben wir dort schon entdeckt und, sofern unsere Zeit es zuließ, weder Kosten noch Mühen gescheut und die Konzerte besucht. Immer hat es sich gelohnt.

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Dresdner Bank Vorstand: 100% mehr Einkommen – Das passt in die Zeit

März 27, 2009 13 Kommentare »

Ich habe jetzt keine Lust mehr, mich über so etwas weiter aufzuregen.

Laut Geschäftsbericht des mittlerweile zur Commerzbank gehörenden Instituts kassierten die zeitweise neun Vorstände gut 58 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Größter Posten waren Abfindungen von mehr als 24 Millionen Euro – keiner der Dresdner-Vorstände wird nach der Integration des Instituts in die Commerzbank weiterbeschäftigt.

Diese Leute spielen weiter ihr Spiel und lassen sich von niemandem reinreden. Ich glaube nicht daran, dass das aufhören wird. Im Gegenteil: Schließlich sind diese Kapitalisten die Herren der Welt. Da nimmt man sich das, was man will.

Das ist jetzt der letzte Beitrag, den ich zu einem solchen Vorgang geschrieben habe.

Stimmproben

März 27, 2009 Kommentare deaktiviert

Wer mal ein paar Lieder einer ganz großen Stimme kostenlos hören will, der kann das hier tun. Es geht um David Clayton Thomas.

Aus gegebenem Anlass

März 27, 2009 Kommentare deaktiviert


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Hinweis: Werbung bitte abwarten…

Nahrhaftes – auch während der Depression. Von einer, die es wissen muss.

via: Ehrensenf