Er warnt vor staatlichen Eingriffen. In einem Interview mit “Welt Online” übt sich der Mann, der bei Karstadt / Arcandor wohl keinen so guten Job gemacht hat, darin, anderen Empfehlungen zu geben.
Middelhoff warnt vor staatlichen Eingriffen. Schon klar. Er hat ja schließlich nachgewiesen, wie viel besser Unternehmer wirtschaften können.
WELT AM SONNTAG: Sie wollen sagen, selbst die Warenhäuser könnten selbstständig überleben?
Middelhoff: Ja. Die Entwicklung ist sehr gut. Wir liegen bei Karstadt sowohl beim Umsatz als auch bei beim Ergebnis über dem Vorjahr, und das trotz der allgemeinen Krise.
Was sich ganz prima übrigens auch an der Aktienkurs-Entwicklung des Unternehmens ablesen lässt:
Wir sollten irgendwann vielleich auch mal lernen, nur auf Leute zu hören, die ihre unternehmerischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben.











Naja, er redet auch nur von Karstadt. Dass Hertie und andere Unternehmensteile (weiß gerade nicht, wer noch alles dazu gehört) die Arcandor-Gruppe dann wieder herunterziehen ist ja noch mal was anderes.
Der gesamte Kauf- und Warenhausbereich in Deutschland ist gescheitert. Natürlich ist das nicht Middelhoff zuzuschreiben. Es liegt vielmehr an unserem Kaufverhalten als Verbraucher und an dem Trend zur “Grünen Wiese”. Wir werden das vermutlich irgendwann noch bedauern. Die städteplanerischen Gegenmaßnahmen greifen nur unzureichend und höchstens in bevölkerungsstarken Regionen. Auf dem Lande wird aber ähnliches probiert – und das ohne großen Erfolg. Kürzlich hatte ich dazu was über Bergheim gebloggt. Dort gab’s übrigens früher mal Horten. Das ist Vergangenheit.
Middelhoff soll sich nicht als erfolgreicher Unternehmer gerieren. Das macht mich aggressiv.
@Matthias
“Arcandor” ist Karstadt, Quelle/Neckermann und Thomas Cook. Allein letzteres ist wohl (bislang) profitabel. Das heutige “Hertie”, das es wohl auch nicht mehr lange geben wird, wurde unter Middelhoffs Ägide abgespalten.
@Horst
Du hast gleich zweimal recht. Middelhoff ist weder erfolgreich, noch Unternehmer.