Was für das Guiness-Buch der Rekorde: 60 Mrd. $ Verlust in 3 Monaten

Im Moment redet alle Welt von AIG. 180 Mrd. Dollar haben die USA bisher in die bankrotte Versicherungsgesellschaft gesteckt. In Deutschland werden diese Interventionen durchaus mit Verständnis aufgenommen. In vielen deutschen Kommunen würde man sich umsehen, wenn ihre Cross Border Leasings baden gingen. Millionenausfälle für einzelne Kommunen und zusätzliche Belastungen für den Steuerzahler wären die Folge. Die Geldmenge scheint allerdings bei weitem nicht ausreichend. Der Verlust allein des letzten Quartals bei AIG beträgt über 61 Mrd. $.

Da fällt den deutschen Leidenden natürlich sofort die Hypo Real Estate ein. In die Bank hat der Steuerzahler bisher (wenn ich die Zahl noch richtig im Kopf habe) 102 Mrd. € investiert. Da die Bank offenbar ein Fass ohne Boden ist, kam der Gedanke einer Verstaatlichung und der vorausgehenden Enteignung der Eigentümer auf. Die gesetzliche Basis wurde inzwischen geschaffen. Nun will der Haupteigner der HRE klagen. Gegen die Verstaatlichung. Immerhin haben die Aktien noch einen Wert und wer weiß schon, was der Staat für diese Anteile zahlen würde. Auf eine anständige Entschädigung können und wollen die Mädels und Jungs von Flowers aber nicht verzichten.


Kommentare

  1. Sandi meint:

    Erschreckend diese Zahlen zusammengefasst schwarz auf weiß zu lesen. Aber hätte man nichts investiert würden wohl auch Anschuldigungen und Vorwürfe die Zeitungen mit berichten überhäufen. Interessant wäre zu wissen wann dieser Teufelskreis sein Ende nimmt.

  2. Horst Schulte meint:
  3. shibumi meint:

    warum denn bitteschön nur verstaatlichung? warum wird der eigentümer nicht in haftung genommen für das was er zugelassen hat? das grundübel ist doch, dass unternehmen die weder eigentümergeführt noch eine eigentümerhaftung haben die volkswirtschaft in die tiefe reisen können, ohne dass den eigentümern was passiert.

  4. JürgenHugo meint:

    @Horst:

    Total OT:Bin wieder zu Hause!

    Kurze Chronologie: 21.02. = 1.Operation, 24.02. = eine Schraube ist zu lang (war erst auf der Post-OP Röntgen-Datei in 3D zu sehen…), 26.02. = 2.Operation (diesmal mit Spinalanästhesie – und dem erfahrendsten Operateur des Klinikums) 03.03. = Post-OP Röntgendatei zeigt: alles in Ordnung – Gott sei Dank.

    Die original Röntgen-Dateien (die sind in 3D, man kann reinzoomen usw.) bekommt man nur auf “Druck” zu sehen – aber den kann ich schon ausüben – auch “einbeinig”. Außerdem dürfen nur Ärzte diese Dateien öffnen – das Pflegepersonal nicht.

    Beim ersten Mal hat mir der leitende Oberarzt die Datei gezeigt – den hab´ ich gleich mal ein “bisschen” von seinem Thron runtergeholt: “Sie haben Medizin studiert” habe ich gesagt – “also wissen sie sehr viel mehr über Knochen als ich”.

    “Meine Studienrichtung war Maschinenbau – also verstehe ich etwas mehr von Schrauben als sie – das ergänzt sich doch ideal…” Und dann hab´ ich mal ein paar Fachausdrücke benutzt – aus Maschinenbau und Computertechnik…

    Das Gespräch wurde gleich viel informativer – und hinterher habe ich genau gewußt, was passiert war – und was bei der 2. Revisions-OP passieren würde. Zum Schluß hat er mir dann zugesichert, daß wie o.a. der beste Chirurg operieren würde – “wenn der wegen eines Notfalls (also einer lebenswichtigen OP eines anderen Patienten ausfällt) operiere ich sie selber”.

    Erst dann habe ich meine Einwilligung zur OP unterschrieben – mit den Worten: “Nach ihren jetzigen ausführlichen Ausführungen sind meine Bedenken ausgeräumt – im übrigen bin ich überzeugt, das sie mich ja mindestens genau so gut operieren würden wie der von ihnen angesprochen Operateur. Das hat ihm dann doch schon ein wenig geschmeichelt – das hab´ ich wohl bemerkt…

    Auf meine Bitte hin wurden mir auch ohne weiteres die ersten 3 Schrauben ausgehändigt (die ja wieder entfernt wurden) – sofort nach der 2.OP, noch im Operationssaal – in einem kleinen Tütchen mit Computerausdruck meiner Daten – ohne jedes weitere Drängeln…

    Nach dem 2.Röntgen habe ich einfach zum Stationsarzt gesagt (ich wusste, das die Dateien schon in seinem Computer waren): “Ich möchte die Röntgenbilder sehen – jetzt.” Er hat wohl an meinem Tonfall und meiner Mimik gesehen, das irgendwelche Ausflüchte nicht fruchten würden – also hat er sie mir gezeigt. “Nach den Erklärungen des leitenden Herrn Oberarztes (der steht ja 2 Hierarchie-Stufen über ihm…) und meiner Erfahrung mit 3D Ansichten aus dem Maschinenbau bin ich beruhigt – man kann deutlich sehen, das die Schrauben kurz vor der Knochenoberfläche aufhören – so wie es sein muß.”

    Ich will aber zum Schluß ausdrücklich betonen, das ich mit der Kompetenz aller Beteiligten (Pflegepersonal und Ärzten) sehr zufrieden war. Es ist halt´ nur gut, wenn man sich verbal gut ausdrücken kann – auch an Selbstbewußtsein sollte es nicht mangeln.

    Mein Nachbar hat mich besucht und mir ohne Fragen meinerseits gesagt: “Wenn sie zu Hause sind, schellen sie bitte bei mir – dann fahr´ ich sie zum Einkaufen”. Das habe ich heute auch schon erledigt. Gerade hat mir DHL ein Päckchen von Amazon gebracht – da ist bestimmt die MS-Sidewinder X8 Maus drin – die hab´ ich mir noch aus dem Klinikum bestellt. Zum Trost. Ich muß jetzt nämlich 6 Wochen auf Krücken laufen, Maximalbelastung rechts nur 10 Kilo – danach weitere 6 Wochen langsam steigern bis Vollbelastung – auch auf Krücken.

    Ich habe mir allerdings schöne Krücken ausgesucht – in schwarz/Alu und mit den besten ergonomischen Griffen. Auch da war Druck nötig – die Krankenschwester wollte mir 08/15 Teile “andrehen” – “nix da” hab´ich gesagt. Punkt. Meine Krücken sucht nur einer aus – ich. Punkt. Nach 10 Minuten hatte ich das Rezept – und am nächsten Tag hat mir der Orthopädie-Techniker die gewünschten Krücken vorbeigebracht. Und das beste: kostet nur 7 € Aufpreis.

    Nun mach´ ich aber das Päckchen auf – sonst werd´ ich noch ganz “fickerich”.

    Gruß – der “einbeinige” JürgenHugo. :razz: :razz: :razz:

  5. JürgenHugo meint:

    Update:

    Es war die Sidewinder X8 im Päckchen – da ich die neueste Software schon vor einigen Wochen installiert hatte, konnte ich sofort loslegen. Bis jetzt hatte ich ca. 1,5 Jahre das Vorgänger-Modell benutzt (Sidewinder) – und war sehr zufrieden. Nur das Kabel hat mich ein bisschen gestört. Weniger beim Bewegen – ich benutze die Maus auf einem Auszug unter dem Schreibtisch (auch die Tastatur) – und ich habe das Kabel so verlegt, das keinerlei Zugbelastung auftritt.

    Ich mach´ aber meine Mäuse regelmäßig sauber (am besten geht das mit den feuchten Brillenputztüchern) – und das ist dann ein bisschen fummelig. Die neue kann ich jetzt einfach in die Hand nehmen und hintragen wohin ich will (bzw. in die Hosentasche stecken – meine beiden Hände brauch´ ich ja noch monatelang für die Krücken…) – und porentief säubern. Beim Staubsaugen in der Wohnung bin ich schon mal nachlässig – aber die Mäuse müssen absolut sauber sein, das ist so´n Fimmel von mir.

    Das Teil funktioniert bis jetzt 1A – 4000 DPI is´ ja auch ein Wort. Als Back-up habe ich jetzt die “normale” Sidewinder. Und noch eine Designer-Maus von Saitek. Auch die MS Wireless 8000 ist nicht weit weg – da bräucht´ ich nur die USB-Antenne reinstecken – die liegt griffbereit.

    So kritisch ich manchmal die MS-Software sehe, die Mäuse “funzen” einwandfrei und sehr zuverlässig. Mit Logitech hab´ ich da leider andere Erfahrungen gemacht. Was mich jetzt noch nervt, ist die Tastatur, da “spinnt” manchmal die Leertaste, vielleicht müsste ich die mal gründlich “auspusten”. Zur Not habe ich ja noch die Original-Tastatur des Computers – aber die ist mir zu breit, gefällt mir nicht – und hat “normal”hohe Tasten. Und ich bin eben die extrem flachen Tasten gewohnt. Auf jeden Fall werd´ ich mal im Internet recherchieren – ´ne neue Tastatur ist jetzt auch noch drin.

    Aber das wichtigste ist natürlich meine Gesundung. Morgen muss ich ja zum Hausarzt – Krankenhäuser dürfen keine “Anschluß”-Medikamente verschreiben (laut Krankenkasse – bei mir AOK) Das darf nur der Hausarzt. Was das mit Kosteneinsparung zu tun hat, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen – es ist doch wohl eher kontraproduktiv…

    Und wenn ich mich morgen nicht fit genug fühle, um zum Bus zu gehen/humpeln (immerhin sind das mehrere hundert Meter – und zum Arzt und zurück muss ich ja auch noch) – da ruf ich die AOK an. Und frage, was ihnen lieber ist: mir die Taxikosten zu bezahlen (oder den Krankenwagen – aber der ist sicher noch teurer) – oder zu riskieren, das ich wieder “auf die Schnauze” falle und weitere OP´s nötig werden – das ist mit Sicherheit am teuersten…

    Mal sehen, was die liebe Dame dazu meint…

    Bis dann, ich halte dich auf dem laufenden.

    P.S.: Im Krankenhaus (Internet mit dem IE kostete 2€/Stunde) haben sie zu ihrem Internet-Cafe eine Umfrage gemacht. Da hab´ ich gleich dran teilgenommen. Ich konnte mir bei “weitere Bemerkungen” nicht verkneifen zu fragen: Ist ihnen nicht bekannt, das es außer dem IE weitere Browser gibt (dann kam eine “kleine” Aufzählung meinerseits) – und das jeder dieser Alternativbrowser besser ist? Auf eine Antwort hoffe ich zwar nicht – aber wenigstens schreiben wollt´s ich. Punkt.

    Die Leertaste nervt mich immer mehr. Eine neue Tastatur muss her. Auch Punkt.

  6. Christian meint:

    Das ist schon ganz schön viel, wenn man sich diese Zahl mal nochmal durchliest und sie vor Augen hat. Wenn ich mir vorstelle, dass wir hier nicht von Spielgeld reden sondern von echtem Geld dann finde ich das geradezu beängstigend. Wie kann man in drei Monaten so viel Geld verlieren. Das muss man doch vorher schon merken. Das kommt ja normal nicht über Nacht und somit sollte man doch auf so eine Situation zumindest ein bisschen vorbereitet sein. Ich kann das nicht nachvollziehen und auch nicht verstehen.