Ein Jahr, nachdem dieses Interview geführt wurde, habe ich übrigens mal ein Training am Bökelberg mit allen diesen wunderbaren Spielern beobachten können. Das war ein großes Erlebnis. Netzer kam übrigens damals mit einem roten Sportwagen (ich glaube, es war sogar ein Ferrari) mit einem Bodyguard vorgefahren. Das war 1969. Die große Zeit der Borussia kam also erst noch.
Vogts (damals 21 Jahre alt und sehr schüchtern) wusste also schon damals, dass er später mal als Trainer arbeiten wolle. Die Kommentare bei YouTube waren nicht überraschend. Spott und Häme, Häme und Spott. Hat ein Mensch so etwas eigentlich verdient? Nach Vogts scheitern als Bundestrainer ist er (in meiner Wahrnehmung) nie wieder auf die Füsse gekommen. Ich finde das irgend traurig. Das kann wohl nicht nur daran gelegen haben, dass er (zumindest in diesem Video) tatsächlich so ein bisschen aussieht wie Lucas Podolski, dem es wohl nicht so viel anders ergeht. Bisher jedenfalls.
Offenbar kommt es also weniger auf die Leistung in seinem “Fach” an als vielmehr auf die Fähigkeiten, sich in der Öffentlichkeit gescheit darzustellen. Eine traurige Gesellschaft sind wir.




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