Roger Ciceros neues Album (“Artgerecht”) erscheint am 3. April. In der Radio Bremen Talkshow 3nach9 stellte er daraus seine erste Single “Nicht artgerecht” dem Publikum als Welturaufführung vor. Ich freue mich, dass Roger Cicero offenbar problemlos an den Anfangserfolg anknüpfen kann.
In dieser Ausgabe von 3nach9 war ein weiterer toller Musiker zu Gast. Chris de Burgh habe ich früher sehr gern gehört. Meine Frau und ich besuchten in den 80er Jahren mehrere seiner Konzerte. Beim letzten spielte er “Don’t Pay The Ferryman” und zwar so laut und für mich so schrecklich, dass meine Fanschaft abrupt endete. Was ein Musikstück bei manchen Fans so auslösen kann…
De Burgh war für mich persönlich immer dann besonders gut, wenn er, sagen wir eher ruhige Lieder vortrug. Natürlich ist das reine Geschmackssache, aber so war das eben damals mit Chris de Burgh und mir. Ihm wird ja von Leuten, die ihn nicht so mögen, gern nachgesagt, er sei ein “Schnulzensänger”. Das finde ich nicht.
Auch Chris de Burgh hat ein neues Album vorgelegt. Warum wäre er wohl sonst auch Gast in dieser Talkshow gewesen? Sein neues Album (“Footsteps”) ist, davon habe ich mich durch die Sendung überzeugen können, etwas Besonderes. 15 Coverversionen von durchweg wunderschönen Musikstücken hat er zusammengestellt und trägt diese mit seiner unverwechselbaren Stimme vor. Durch die Bank sind es eher ruhige Stücke. Ähnlich hektische Stücke wie das vorhin erwähnte gibt es hier nicht. Und de Burgh hat einen Fan zurückgewonnen. Ich habe mir die CD nämlich gleich gekauft. Die Meinungen der iTunes-Nutzer sind unterschiedlich – vorwiegend aber positiv. Von “Schade, Chris. Nein Danke” bis “Eine tolle CD…”
In der Talkshow habe ich erfahren, dass de Burgh diese Titel aufgenommen hat, weil jeder eine schöne, traurige aber jedenfalls besondere Erinnerung in seinem Leben darstellt. Dazu gehört auch, dass er einige der Komponisten persönlich kennt bzw. gekannt hat.
Hier eine Zusammenstellung der Titel von Chris de Burghs Album “Footsteps”:
| Titel | Spieldauer |
| First Steps | 01:09 |
| Turn, Turn, Turn | 03:29 |
| The Long and Winding Road | 03:35 |
| Africa | 04:16 |
| Without You | 03:21 |
| Where Have All the Flowers Gone? | 03:44 |
| Sealed With a Kiss | 02:36 |
| Blackbird | 02:25 |
| We Can Work It Out | 02:12 |
| All Along the Watchtower | 03:18 |
| Corrina, Corrina | 02:48 |
| Polly Von | 03:12 |
| American Pie | 04:23 |
| The Last Thing On My Mind | 03:28 |
| Footsteps | 03:02 |
Mit dem Lied “Without You”, mit dem Harry Nilsson 1972 einen Nummer 1 Hit in Großbritannien und den USA gelandet hat, verbinde ich persönlich ebenfalls sehr schöne Erinnerungen, und ich liebe dieses Stück, allerdings insbesondere in der Version von Nilsson, auch heute noch. Es gibt eine Reihe weiterer Coverversionen, allen voran die von Mariah Carey. Ihr Album “Music Box”, das 1993 erschien, beinhaltete auch diesen Titel. Es ist bis heute ihr erfolgreichstes Album geblieben und wurde weltweit 30 Mio. mal verkauft.
Discover Nilsson!
Nilsson starb schon 1994. “Without You” war auch sein größter Erfolg. Geschrieben wurde das sehr erfolgreiche Stück allerdings von der Band “Badfinger“. Zwei Bandmitgliedern (Peter Ham und Tom Evans) brachte auch dieser Song kein Glück. Die Band kämpfte lange mit ihren Managern und ihren Plattenfirmen um gerechte Anteile an ihren Werken. Das gelang nicht. Stattdessen wurde das Album “Badfinger”, das auch den Titel “Without You” enthielt, vom Markt genommen, weil es angeblich zu Unregelmässigkeiten bei der Abrechnung gekommen war. (Quelle: Wikipedia)
Die Vorgänge setzten Peter Ham so zu, dass er sich 1974 in seiner Garage erhängte. Tom Evans, der gemeinsam mit Peter Ham den Superhit “Without You” komponiert hatte, wählte wie sein Freund Ham den Freitod und erhängte sich im Jahr 1983. Zuvor hatte er erfolglos darum gekämpft, an den Einnahmen für den Superhit beteiligt zu werden. Das ist eine wirklich tragische Geschichte, die Chris de Burgh, der die Musiker persönlich gekannt hat, dazu motivierte, den Titel aufzunehmen.
De Burg spielte bei 3nach9 einige der Stücke an. Wer sich also überzeugen mag. Die Lieder sind, wie gesagt, war durchweg mäßigen Tempos, aber nie langweilig und meiner Meinung nach ausgesprochen stark interpretiert. Bitte vergleicht jetzt mal nicht die Hendrix – Version von “All Along the Watchtower”, sondern eben dann doch mit dem Original von Bob Dylan.









ich weiss gar nicht, was die leute an diesem Roger Cicero so finden. für mich ist das ein farbloser sänger, der eigentlich überhaupt nicht begabt ist. damals, im euorpäischen wettbewerb hätten die monros sicher besser abgeschnitten.
@Horst:
Was – du lebst noch? Mann – ich hatte schon das Schlimmste befürchtet, weil so lang´nix kam: Beide Hände gebrochen, bei Testversuchen mit dem IE8 dem Wahnsinn verfallen oder noch schrecklicheres.
Da bin ich aber richtig erleichtert! Aber was ist denn wieder mit den Dödeln? Egal wo ich die hinsetzen will, die kommen immer unten. GRRR.
Zu Chris de Burgh: den hör ich auch gern – mein Favorit ist immer noch “Lady in Red”. Ein Tip, wo man die komplette CD “für umsonst” laden kann – das wäre natürlich optimal gewesen.
Aber selbst wenn du das wüsstest, würde dir dein Rechtsbewusstsein (oder die Angst vor einem Abmahnerwalt) das wahrscheinlich verbieten…
Ja, genau. Man muss nur fest dran glauben
@Jürgen: Im Moment geht es mir schlecht. Bin schon seit vorletzter Woche krank.
Zum Thema Chris de Burgh. Das Schwarzkopieren war mal. Seit Jahren bin ich treuer iTunes – Kunde.
@Horst:
“Viele gute Besserung” – krank sein kann ich im Moment (und noch ´ne ganze Zeit) gut nachfühlen. Meine Krücken stehen 50 cm weiter in einem umfunktionierten Schirmständer.
Ich muß ja ab und zu auch mal von meinem Schreibtisch weghumpeln – da brauch´ ich die ja…
Denn – obwohl der Chefsessel sehr bequem ist (ich hab´ das noch mit einem Zusatzkissen “verfeinert”) – manchmal will ich ja Essen und Kaffee trinken – und das muß ja auch wieder raus!
Gott sei Dank hab´ ich das mit den Spritzen jetzt im Griff – das ist schon Routine.
Zu i-tunes: Ich “sachs” mal so – wenn ich mir mal einen i-pod kaufen würde – da hätte ich schon vorher Alternativsoftware. Um einige “Restriktionen” aus Cupertino auszuhebeln…
Wer da wohnt, weißt du ja sicher. Das große “A”
@Jürgen: Danke für deine netten Wünsche.
Die Vorbehalte oder besser gesagt den Ärger über die Restriktionen, die Apple ja nicht allein betreibt, stören mich zwar ebenfalls. Ich denke aber, dass sie künftig mehr und mehr abgebaut werden. Bewegung gibt es jedenfalls . Denk an die iTunes Plus – Versionen.
@Horst.
Naja -wir haben da viellleicht ein gaaanz klein wenig differierende Ansichten. Ich kann mich noch erinnern, da mussten i-pod/phone Nutzer für einen kurzen Klingelton eines Liedes, das sie schon gekauft hatten, noch mal zahlen – und zwar mehr als für den ganzen Song…
Und, wenn die anderen das auch so machen, muss man das ja noch lange nicht gut finden…
Das ist/war üble Abzockerei. Und wer so handelt, der darf sich nicht wundern, wenn findige Leute da was gegen unternehmen.
Die denken sich nämlich: ganz umsonst ist besser als ´n bisschen
billigerweniger teuer. Wenn “A” von vornherein ein wenig “liberaler” gewesen wäre – hätten das sicher weniger Leute gemacht.Aber “Liberal” ist ja in den USA (also wahrscheinlich auch in Cupertino) fast schon ein Schimpfwort…
P.S.: Hach, was sind die Dödel schön – da freu´ ich mich immer wieder drüber!