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	<title>Kommentare zu: Kritik am Streben nach ständigem Wirtschaftswachstum</title>
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	<description>Quer durch die Botanik</description>
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		<title>Von: Horst Schulte</title>
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		<dc:creator>Horst Schulte</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 12:17:46 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, das kann ich alles nachvollziehen. Aber wir brauchen dann eine funktionierende Alternative. Hast du eine? Wir stellen gerade ein System in Frage, ohne etwas Neues an seine Stelle setzen zu können. Der Sozialismus hat ja leider auch nicht funktioniert. Vielleicht hat der Ausfall dieses gesellschaftlichen Gegenentwurfs ja zu einer Beschleunigung der Entwicklung geführt, deren Ende sich evtl. hier abzeichnet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das kann ich alles nachvollziehen. Aber wir brauchen dann eine funktionierende Alternative. Hast du eine? Wir stellen gerade ein System in Frage, ohne etwas Neues an seine Stelle setzen zu können. Der Sozialismus hat ja leider auch nicht funktioniert. Vielleicht hat der Ausfall dieses gesellschaftlichen Gegenentwurfs ja zu einer Beschleunigung der Entwicklung geführt, deren Ende sich evtl. hier abzeichnet.</p>
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		<title>Von: Roland</title>
		<link>http://www.querblog.de/2009/03/24/kritik-am-streben-nach-stndigem-wirtschaftswachstum/#comment-6692</link>
		<dc:creator>Roland</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 11:22:55 +0000</pubDate>
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		<description>Wer oder was ist Schuld? Der Kapitalismus lebt von der Illusion ewigen Wachstums. Andernfalls jammern Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Politiker und Kommentatoren. Denn dann geht es an Profite, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen - an die Grundlagen von Wirtschaft und Staat. Kapital strebt nicht einfach nach Profit, sondern nach Maximalprofit: es muss möglichst viel in Rationalisierung und Ausweitung der Produktion reinvestieren, um im tödlichen Konkurrenzkampf zu überleben. Profit lässt sich nur aus der Verwertung menschlicher Arbeitskraft ziehen, denn nur diese ist in der Lage, mehr Wert zu produzieren, als sie selber hat. Wer vom Verkauf seiner Arbeitskraft leben will, muss einen Nutzen für den Kreislauf aus ewigem Wachstum und Maximalprofit abwerfen. Andernfalls ist er nicht „verwertbar“, sprich überflüssig. Doch Mikroelektronik und allgemeine Computerisierung erfordern immer weniger Menschen, um immer größere und immer billiger produzierte Warenberge anzuhäufen. Es gibt also immer weniger „verwertbare“, entlohnungsberechtigte und profitable Menschen. Folglich flieht das Kapital zunehmend in die Finanzsphäre, wo die Spekulation auf zukünftige Profite das Hamsterrad aus Maximalprofit und ewigem Wachstum noch einmal weiterdreht. Der Kapitalismus bringt jede Menge gierige Leute hervor - oben wie unten. Einige davon sitzen an der Quelle und machen ihren persönlichen Deal. Aber mit ihrer irrwitzigen Finanzakrobatik tun Manager und Börsianer letztendlich genau das, was die Marktwirtschaft verlangt: höchst mögliche Profite für ein unendliches Wachstum herausschlagen. Geht die Kreditwürdigkeit an einer Stelle flöten, fällt das ganze Kartenhaus in sich zusammen. Das erleben wir gerade. Das eigentliche Problem ist also die kapitalistische Wirtschaft selbst mit ihren Grundlagen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer oder was ist Schuld? Der Kapitalismus lebt von der Illusion ewigen Wachstums. Andernfalls jammern Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Politiker und Kommentatoren. Denn dann geht es an Profite, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen &#8211; an die Grundlagen von Wirtschaft und Staat. Kapital strebt nicht einfach nach Profit, sondern nach Maximalprofit: es muss möglichst viel in Rationalisierung und Ausweitung der Produktion reinvestieren, um im tödlichen Konkurrenzkampf zu überleben. Profit lässt sich nur aus der Verwertung menschlicher Arbeitskraft ziehen, denn nur diese ist in der Lage, mehr Wert zu produzieren, als sie selber hat. Wer vom Verkauf seiner Arbeitskraft leben will, muss einen Nutzen für den Kreislauf aus ewigem Wachstum und Maximalprofit abwerfen. Andernfalls ist er nicht „verwertbar“, sprich überflüssig. Doch Mikroelektronik und allgemeine Computerisierung erfordern immer weniger Menschen, um immer größere und immer billiger produzierte Warenberge anzuhäufen. Es gibt also immer weniger „verwertbare“, entlohnungsberechtigte und profitable Menschen. Folglich flieht das Kapital zunehmend in die Finanzsphäre, wo die Spekulation auf zukünftige Profite das Hamsterrad aus Maximalprofit und ewigem Wachstum noch einmal weiterdreht. Der Kapitalismus bringt jede Menge gierige Leute hervor &#8211; oben wie unten. Einige davon sitzen an der Quelle und machen ihren persönlichen Deal. Aber mit ihrer irrwitzigen Finanzakrobatik tun Manager und Börsianer letztendlich genau das, was die Marktwirtschaft verlangt: höchst mögliche Profite für ein unendliches Wachstum herausschlagen. Geht die Kreditwürdigkeit an einer Stelle flöten, fällt das ganze Kartenhaus in sich zusammen. Das erleben wir gerade. Das eigentliche Problem ist also die kapitalistische Wirtschaft selbst mit ihren Grundlagen.</p>
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