Nichts Menschliches

Wie heißt das immer so schön, wenn man auf einen Menschen mit sehr viel Lebenserfahrung trifft? “Dem ist nichts Menschliches fremd”.

 

Entsetzen in Kolumbien: Vierzehn Mal soll ein Witwer seine Tochter geschwängert, acht Kinder mit ihr gezeugt und auch manche von diesen missbraucht haben. Erst durch den Fall Josef F. in Österreich soll dem Mädchen sein Martyrium klar geworden sein.

Einem 63-jährigen Vater wird vorgeworfen, eine Tochter seit ihrem neunten Lebensjahr über einen Zeitraum von 25 Jahren hinweg missbraucht zu haben. Die Kinder belasten nun einen Sohn.

 

Auch wenn es uns noch so graut vor denen, die ihren eigenen Kindern, ihren Familien etwas derart Schreckliches angetan haben, es sind Menschen. Und wir werden uns damit abfinden müssen, dass Amstetten nicht die Ausnahme darstellt, wie es zunächst den Anschein hatte.

Kommentare

  1. Andreas meint:

    Ist es menschlich so etwas zu tun? Ich habe da meine Zweifel …

  2. Horst Schulte meint:

    Nee, menschlich ist das bestimmt nicht. Aber wir tun angesichts des Grauens, das solche Fälle bei uns auslösen, als seien es Einzelfälle. Und das ist ja offenbar nicht der Fall.

  3. Andreas meint:

    Ah so! Nein, natürlich sind das keine Einzelfälle. Leider. Das passiert täglich und überall. Die meisten Menschen laufen nur mit geschlossenen Augen durch die Gegend. Öffnen ist ein erster Schritt, Mund aufmachen der zweite, wenn man dann selbst noch aktiv eingreift wird es besser …

  4. Horst Schulte meint:

    Ja, man müsste mehr tun. Falsch. Man müsste überhaupt was tun. Wir interessieren uns zu wenig für einander. Man nennt das Entsolidarisierung der Gesellschaft. Ein Produkt des Wohlstandes, in dem wir seit Jahrzehnten leben.