Monatsarchiv: März 2009
Aus ist es mit den Steueroasen?
Bin gespannt, ob sich die Amerikaner mit ihrem “Fishing-Feldzug” durchsetzen können:
NZZ: Sie sprachen von Spielregeln. Auch mit den USA sind die Spielregeln für die Amtshilfe im bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen eigentlich genau festgelegt.
Widmer-Schlumpf: So ist es. Und die USA haben sich nicht an die Spielregeln gehalten. Bei den 300 UBS-Konten haben sie einen konkreten Verdacht auf Steuerbetrug geltend gemacht. Hingegen haben die USA bei den nun geforderten 52 000 Kundendaten eine Fishing Expedition gestartet. Damit verletzen die USA sämtliche rechtsstaatlichen Prinzipien. Das geht nicht. Das habe ich meinem amerikanischen Amtskollegen Holder gesagt. Wir werten das als Angriff auf die Schweiz.
Die schweizerische Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf in einem Interview mit der NZZ.
Man darf gespannt sein, wie das weitergehen wird.
Ist es nicht schön, sich seiner Meinung ganz sicher zu sein?
Die Julis in Bayern sind es auf jeden Fall:
Eilantrag angenommen: Rettung von Opel ist für die JuLis Bayern keine Lösung. Schon garnicht mit dem Geld unserer Kinder.
Die Jungen Liberalen zeigen also mehr Verantwortungsgefühl als die Regierungsparteien in Berlin, die ja immerhin noch davon sprechen, dass sie grundsätzlich dazu bereit wären, Opel zu helfen. Obwohl die Euphorie der letzten Wochen doch deutlich gelitten hat. (weiterlesen …)
Kölner Unglück: Tagelang gesucht oder erst seit Freitagabend?
So ganz verstehe ich diese Formulierung im Kölner Stadt-Anzeiger nicht. Die Rettungskräfte haben doch gar nicht tagelang nach dem jungen Mann gesucht. Weil sie es gar nicht konnten. Die Einsturzgefahr war doch zu groß und die Witterungsverhältnisse spielten auch eine Rolle. So habe ich es den Nachrichten entnommen. (weiterlesen …)
Wahlkampfgeschenke?
Auch die Julis machen sich Sorgen:
Überwältigender Tenor heute: Generationengerechtigkeit verbietet wirkungslose Wahlkampf-Konjunkturpakete in Multi-Milliardenhöhe.
Nur ist für mich leider nicht erkennbar, inwieweit diese Sorge nicht ebenfalls Inhalt einer eventuellen Wahlkampfstrategie ist. Wir sollten nicht einfach unterstellen, dass die Verantwortlichen der Großen Koalition ihre Entscheidungen nur aus wahlkampftaktischen Erwägungen heraus treffen. Ich glaube, dass die Alternativen zu dem, was die Regierung tut, nicht allzu zahlreich sind. (weiterlesen …)
Der Spruch zum “Weltfrauentag”
- Ein unverheirateter Mann ist ledig.
- Ein verheirateter Mann ist erledigt.
Jedem was ihm zusteht. Und – hurra, die Einkommensschere schließt sich
Bei manchen Kommentaren könnte ich wirklich kotzen:
Das Ende des euphorischen Zeitalters wird auch den Abstand zwischen mittleren und oberen Einkommensgruppen schrumpfen lassen. Wenn der Dax fällt, fallen die Boni mager aus oder werden ganz gestrichen. Wenn es keine kreditfinanzierten Übernahmen gibt, kann daran auch niemand verdienen.
Die Anzahl der Hartz-IV-Empfänger dagegen, die ihr Geld mit Lehman-Zertifikaten verloren haben, hält sich in Grenzen. Selbst wenn jene klagenden Banker recht erhalten sollten, die jetzt ihre einkassierten Boni zurückfordern: auf mittlere Sicht werden sie und ihre Nachfolger auf den Top-Etagen zur Bescheidenheit genötigt sein. Dazu bedarf es nicht der Gehaltsdeckelung durch den Gesetzgeber; die Enteignung durch den Markt genügt. (Quelle)
FAS – Wirtschaftsressort-Leiter Rainer Hank bescheidet uns also, nur etwas Geduld zu haben. Die Schere zwischen arm und reich wird sich schließen, angesichts der grandiosen Wirtschaftskrise, in die uns diejenigen manövriert haben, die gerade in den letzten Jahren so prächtig verdient haben und die sich nun mit ihren Abermillionen lustig und vermutlich auch gar nicht so unzufrieden vom Acker machen.
Muss man für eine eine so abgezockte zynische Haltung eigentlich eine so tolle Qualifikation besitzen, wie Herr Hank sie zweifelsohne vorweisen kann?
Gibt es einen Notfallplan bei Eintritt der Arbeitslosigkeit?
Habt ihr euch mal gefragt, wo ihr Geld sparen könntet, falls dieser Fall plötzlich eintritt?
In den nächsten Monaten wird es, so wie es im Moment aussieht, wohl eine Menge neuer Arbeitsloser geben. Aus manchen Verpflichtungen (Verträgen) kommt man auf die Schnelle nicht heraus. Gut, wenn man im Fall des Falles nicht zu viele Schulden hat.
Ich hätte da gleich eine ordentliche Einsparung: Ich brauchte keine 150km mehr zur Arbeit zu fahren, nicht mehr im Hotel zu schlafen und im Monat zwischen 350 und 400 Euro dafür zu bezahlen. Vom Diesel ganz abgesehen. Von der Firma wird davon übrigens nichts vergütet. Nur der Ordnung halber erwähne ich das. Trotzdem verdiene ich heute immer noch 20% weniger als vor 10 Jahren.
Ist Bloggen nicht Zeitverschwendung? Nutzen wir unsere Zeit sinnvoll?!
Gewinnt man Zeit, wenn man twittert, statt zu bloggen? Die Frage haben einige Blogger inzwischen beantwortet. Andere drücken sich vor der Antwort. Ich auch. Andererseits führt Twitterei denn dazu, dass man weniger am PC sitzt? Nee. Natürlich nicht. Es wäre verpeilt, wenn man vom Bloggen zum Twittern wechseln würde, um Zeit zu sparen. Vermutlich werden die Leute, die früher gebloggt haben und nun der Twitterei frönen, das nicht anders sehen.
Wie viel Lebenszeit hat man grandios verschwendet? Auf welche Angaben käme man wohl, wenn man irgendwann einmal Bilanz ziehen würde? Gut, bei den meisten von uns ist das vielleicht heute noch nicht angesagt. Darüber fängt man erst später an, sich Gedanken zu machen.
Bei mir stellt sich schon ein etwas mulmiges Gefühl ein. Ich verbringe definitiv zu viel Zeit am PC. Und das, obwohl ich auch beruflich fast mit dem Ding “verheiratet” bin. Wie sieht es mit anderen Dingen aus? Zu lange Autofahrten beispielsweise. Zu viel Fernsehen. Bestimmt könnte man seine Zeit viel besser nutzen. Wie viel Zeit verschwendet man. Wie sieht die Bilanz aus?
Schmeißt die “Trainer” raus – ohne Abfindung und ohne Rente
Die “Hypo Real Estate” wird gesponsert. Mit über 100 Mrd. € Steuermitteln. Es handelt sich um eine sytemrelevante Bank. Sagt man und vergleicht sie mit den Lehman Brothers. Ähnliche Folgen könnte der Zusammenbruch der HRE haben, wenn der Staat sich nicht um sie kümmern würde. Es weiß zwar keiner, ob das wirklich zutrifft aber sei’s drum. Sind ja schließlich nur 100 Mrd. €. Den amerikanischen Staat kostet die Stütze der AIG bis jetzt schon 180 Mrd. Dollar. Moment: Schnell mal umrechnen – 142 Mrd. Euro wären das. Dann ist der Abstand zur Höhe des HRE – Sponsoring ja so groß auch nicht mehr. (weiterlesen …)
Tässchen Kaffee und ein Piefchen gefällig?
Die (fast) tägliche Dosis Inspiration, #9 – dosis, inspiration – surfgarden.
Das Foto mit dem kaffeetrinkenden Hund gefällt mir am besten.

