Kolumbien: Ein Orchester aus gehörlosen Kindern musiziert
Morgens schon Fernsehen? Normalerweise ja nicht. Aber wenn ich im Hotel übernachte ist eben auch das anders. Im ARD Morgenmagazin habe ich dann einen kleinen Beitrag mitbekommen, der mich aufhorchen ließ. Positiv wie ich ausdrücklich hinzufügen möchte. Das ist ja in diesen Tagen echt selten.
Es ging um Musik. Um ein Kinderorchester. Das besondere daran ist, dass alle Kinder gehörlos sind. Die Stadt, in der diese vielleicht weltweit einzigartige Initiative vor 7 Jahren gestartet wurde, erlangte in den 80er Jahren eine traurige Berühmtheit durch das dort in mörderischer Mission tätige gleichnamige Drogenkartell, dem Pablo Escobar vorstand. Er wurde 1993 von us-amerikanischen und kolumbianischen Drogenpolizisten bei einer Razzia erschossen. Ende der 80er Jahre war Escobar laut Forbes der siebtreichste Mann der Welt. Mit 3 Mrd. Dollar. Damals reichte das für das Ranking. Schaut euch die heutigen Werte an. Dann weiß man, was in dieser Welt falsch gelaufen ist.
Zurück zu den Kindern. Sie lernen zu musizieren, in dem ihre Lehrer ihnen, ausgestattet mit weißen Handschuhen, geheimnisvolle Zeichen geben. Das zu sehen und zu hören ist wirklich beeindruckend, und ich finde es schade, dass die deutschen Medien (das ARD-Morgenmagazin mal ausgenommen), so gar nichts darüber zu berichten haben. Vielleicht findet ja jemand noch was darüber. Der Website der ARD ist leider auch nichts darüber zu entlocken. Auch via Google (News etc.) habe ich nichts deutschsprachiges ausfindig machen können. Wirklich schade.

Ecki
Schade, dass man in dem Videobeitrag recht wenig von dem Orchester hört.
Du meinst doch nicht etwa, man hat damals die Falschen erschossen?
Horst Schulte
Nee, man hat gewiss nicht den Falschen erschossen. Sorry, wenn das so rüberkam :?
Ecki
Nein, nein, es kam schon richtig rüber. Das sollte nur ein dummer Scherz sein.