Der bayerische Innenminister weiß offenbar mehr als wir. Und er zieht, wie sein Ministerpräsident, das beklagenswerterweise gerade im Moment fast unentwegt zu tun pflegt, in vielerlei Hinsicht schon einmal seine Schlüsse und formuliert Anschuldigungen und Forderungen:
Für Herrmann ist es wissenschaftlich klar erwiesen, dass der andauernde Konsum derartiger Spiele, in denen Gewalt und Brutalität anders als bei Filmen aktiv ausgeübt und gesteuert wird, die Gewaltbereitschaft fördert und die Fähigkeit, Mitleid zu empfinden, verkümmern lässt. “Damit sind derartige Spiele eine der Ursachen für die erschreckende Jugendgewalt und auch für Amokläufe, in den Szenen aus Killerspielen in die Realität übertragen werden.” Mit großer Sorge sieht Innenminister Herrmann auch die Suchtgefahr, die von derartigen Spielen ausgeht. “Immer mehr Kinder und Jugendliche versinken täglich stundenlang in dieser virtuellen Gewaltwelt. Für Schule und Ausbildung haben sie keine Zeit mehr und drohen, so für unsere Gesellschaft verloren zu gehen. Leider habe viele Eltern überhaupt keine Vorstellungen davon, welchen dauerhaften Schaden ihre Kinder hier nehmen.” Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.
http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2009/127.php
Bisher dachte ich immer, dass es kein wissenschaftlichen Beweise für diese Zusammenhänge gibt. Ansonsten hätten vermutlich andere Länder doch auch schon Konsequenzen gezogen.











Was ich viel schlimmer finde: Joachim Herrmann verharmlost die Vergewaltigung von Kindern:
“In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.”
Als Innenminister sollte er wissen das Kinderpornographie nicht verboten ist weil sie schädliche Auswirkungen auf den Konsumenten hat.
Sondern weil bei ihrer Herstellung Kinder vergewaltigt werden.
Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Kriminellen, die Kinderpornographie benutzen um Geld zu machen, und Politikern die Kinderpornographie benutzen um Wahlkampf zu machen ?
Generell lässt sich das Problem mit den Killerspielen ( ein ähnlich schwammiger Begriff wie Negermusik oder Schundromane, deren Schädlichkeit ja auch keiner in Frage stellt, oder ? ) besser mit dem Problem des Alkoholmissbrauchs durch Kinder und Jugendliche vergleichen.
So wie Kinder unter 16 Jahren an Spiele rankommen die erst ab 16 oder 18 Jahren freigegeben sind so kommen sie auch an Bier, Wein oder hochprozentige Spirituosen.
Würde ein Politiker ein Totalverbot von Alkohol fordern und fordern Winzer und Bierbrauer wie Kinderpornoproduzenten zu bestrafen müsste er zurücktreten.