Re:publica – Kritik der rüden Art

Bei Rivva werfe ich (unvermeidlicherweise) schon mal einen Blick auf das Programm. Mich interessiert es ehrlich gesagt nicht sonderlich. Bin halt auch kein richtiger Blogger. Mit meinen 55 Lebensjahren gehöre ich vermutlich allein deshalb schon nicht mehr so richtig dazu.

Mir fällt aber auf, wie rüde die Kritik an dieser Veranstaltung formuliert wird. Da gibt es offenbar erhebliche Meinungsverschiedenheiten darüber, was Bloggen eigentlich zu sein hat. Warum darf man darüber nicht verschiedener Meinung sein? Ich will dazu jetzt nicht mit unpassenden Vergleichen aufwarten. Nur so viel: es würde der Bloggerei vielleicht gut tun, wenn sich diejenigen, die zu den Top-Leuten bei uns in Deutschland gehören, nicht auf eine so unflätige Weise mit den Ansichten der jeweils anderen “auseinandersetzen” würden.

Berlin treffen sich die belanglosen Labertaschen zum gemeinsamen Synchron-Twitter-Wichsen mit eigener Flickr-Group? (Fefes – Blog)

Da sitzen im Moment also 1.400 Leute1 in Berlin und – mir sei dieser Ausdruck verziehen – man krault sich gegenseitig die Eier. Seit Jahren wird immer wieder der gleiche Blödsinn erzählt, mittlerweile muss man mit den Leuten fast schon Mitleid haben. (Fixmbr)

Wie repräsentiert man eine Veränderung, wenn man seit Jahren nichts auf die Reihe gebracht hat?

Das ist die eigentliche Kernfrage. Da rennen haufenweise Leute rum, die 4, 5, 6 Jahre Zeit hatten, etwas besonderes zu leisten. Die all diese Jahre ganz grosse und ganz tolle Veränderungen angekündigt haben. Veränderungen, die durchaus Chancen hatten. Die man ausprobiert hat, mit wirklich teils guten und teils geldigen Partnern. Und die allesamt im Ergebnis klein, mies und peinlich blieben. Die Cola-WG. Die Blogs bei derwesten.de.  (http://www.blogbar.de/)

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