Gewichtige Gründe

Veto gegen 136 000 Euro
Die Schweiz hatte als Reaktion auf das Vorgehen der OECD bei den Steueroasen-Listen Anfang dieser Woche im OECD-Budgetkomitee ihr Veto gegen den Transfer eines Restbetrags von 136 000 Euro eingelegt, der für die Zusammenarbeit zwischen der OECD und der G-20 vorgesehen war. Gurria bedauert diese Reaktion in einer Zeit, in der die Welt grössere Zusammenarbeit und Koordination brauche, um die schlimmste Krise seit Jahrzehnten zu überwinden, wie er in seiner Stellungnahme schreibt..

Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/oecd_bedauert_reaktion_der_schweiz_1.2375405.html

Die Schweiz kriegt sich wegen der Ungerechtigkeit, die ihr im Hinblick auf die grauen oder schwarzen Listen seitens der G20 widerfahren ist, gar nicht nicht mehr ein. Nun haben sie eine weitreichende Entscheidung getroffen und ein Veto gegen den Transfer von 136.000 Euro eingelegt. Oh ha.

Das wird die bestimmt ganz hart treffen, und die Sache muss ja wirklich ungeheuer wichtig sein, wenn ein sooo hoher Betrag einfach nicht überwiesen wird. Das wird die Leute von der OECD richtig ärgern. Statt sich aber in Deutschland weiterhin irgendwelchen Tagträumen weiter hinzugeben, sollte man sich die Website von Report Mainz mal durchlesen. Dort wurde zu diesem Thema in dieser Woche nämlich erhellendes berichtet. Nicht die Schweizer sollten “getreten” werden, sondern unsere Regierung.

Er entspricht nicht dem Klischee eines Finanzministers. Peer Steinbrück, er ist rauflustig und seine schärfsten Waffen sind wohl seine wortgewaltigen Metaphern, wie zum Beispiel die von der Kavallerie, die er ausreiten lassen könnte. In Richtung Schweiz.

Dort amüsiert die Wild-West-Rhetorik des deutschen Oberbuchhalters gar nicht. Und auch das Etikett „Steueroase”, soeben verliehen auf dem G20-Treffen in London, missfällt den Schweizern.

Quelle: http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4559318/7mjomx/index.html

Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Also – wenn unsere Regierung beim Ausgeben :missmutig: von Steuern genau scharf aufpassen würde, wie beim Verfolgen von “Zumwinkel´s” (nach CH oder L) – würde das evtl. noch mehr bringen. :cry:

  2. Horst Schulte meint:

    Ganz genau. Wir müssen die Regeln, die schon vorhanden sind, auch mal konsequent anwenden. Was die wohl daran hindern mag?

  3. JürgenHugo meint:

    Die nächste Wahl. Punkt.