Schmerzen im rechten Arm hatte ich schon länger – im Ellenbogen und in der Schulter. Es war aber nicht so schlimm, und deshalb war ich damit noch nicht beim Arzt. So sind sie, die Männer, sagt meine Frau.
Wahrscheinlich ist meine Sitzhaltung im Büro für meine Beschwerden mitverantwortlich. Außerdem kriege ich meinen Hintern einfach nicht mehr hoch. Kein Sport und überhaupt zu wenig Bewegung.
Seit Mittwoch hat sich die Beschwerdenlage massiv verändert. Mit plötzlich starken Schmerzen in der linken Schulter konnte ich am Mittwoch Abend den Arm überhaupt nicht mehr heben. Ich war froh, als ich nach knapp 2stündiger Autofahrt endlich zu Hause war. Der 1. Mai stand bevor. Ich hoffte, die Schmerzen würden sich schon wieder geben. Schließlich heißt es doch unter uns Männern: Was von allein kommt, geht auch von allein. Ja, ja. Früher war das vielleicht meistens so.
In der folgenden Nacht konnte ich nicht schlafen. Ununterbrochen diese teuflischen Schmerzen, und man konnte die Schwellung im Schulterbereich deutlich sehen. Zuerst wollte ich nur ein Schmerzmittel besorgen und dann weitersehen. Meine Frau hat mich aber (zum Glück) überredet, zur Ambulanz zu fahren. Der Arzt tastete meinen Schulterbereich ab und bewegte meinen Arm – soweit das überhaupt noch ging. Nur ein Röntgenbild wurde gemacht, weil ich ich meinen Arm einfach nicht mehr als ungefähr 40 Grad abwinkeln konnte. Das eine Bild reichte aus, um eine ziemlich große Kalkablagerung zu erkennen. Wenn der Kalk erst mal rieselt…
Das Programm für die nächste Zeit: Schmerzmittel und entzündungshemmende Mittel. Wenn das nicht hilft, Kortisonspritzen und, wenn auch das nichts hilft, eine Operation. Die Kalkablagerung würde dabei abgetragen. Alles in allem habe ich verstanden, dass das ziemlich langwierig werden kann und die Gefahr besteht, dass eine Versteifung der Schulter eintritt. Krankengymnastik ist also ebenfalls nötig, und das wohl über eine längere Zeit.
Körperlichen Anstrengungen bin ich im Beruf ja nun nicht ausgesetzt. Solche Entzündungen, sagte der Arzt, entstünden durch starke Beanspruchung. Vermutlich wird die exzessive Betätigung an der PC-Tastatur also wohl der Auslöser der Situation sein. Egal – ich werde da wohl was ändern müssen, und das tue ich ausgesprochen ungern. Aber allein bin ich jedenfalls nicht.












@Horst:
Erstmal “viele gute” Besserung
. Jetzt geht das bei mir mit dem Bein aufwärts – und du fängst mit dem Arm :missmutig: an. Ei wei! :missmutig:
Aber, auf die Gefahr hin, das du mich für einen kleinlichen Nörgler hälst – Zitat(e):
Schmerzen im rechten Arm hatte ich schon länger.
Mit plötzlich starken Schmerzen in der linken Schulter
Ja wo denn nun? Rechts oder links – oder wie? Oder beidseitig? (Verzeih´ die Ironie) Klär mich da bitte mal auf, sonst bleib´ ich noch ganz verwirrt.
Oder hast du 3 Arme?
Danke für deine Genesungswünsche. Zuerst hatte ich Schmerzen in der rechten Schulter. Aber die waren zu ertragen. Nun ging es links los und die sind weniger zu ertragen. Vielleicht gibt es ein paar Leute, die mich für ein Alien halten. Aber 3 Arme habe ich (leider) nicht. Mit drei Beinen könnte ich dienen. Aber — lassen wir das.
Die Sache mit dem 3. Bein :lustig: werde ich scharf im Auge behalten. Ich hätt´ so eins ja brauchen können – dann wären keine Krücken nötig gewesen!
Willkommen im Club lieber Horst.
Natürlich ersteinmal alles gute zur Genesung.
Zwei Hinweise hätte ich. Zum einen eine Überprüfung der Wirbelsäule. Bei möglichen degenerierten Wirbeln ist ein Ausstrahlen in die Arme und Schultern paralell zu den Kalkablagerungen oft für die Schmerzen mit verantwortlich, gerade bei akuter Entzündung.
Zum anderen, bei zukünftiger Schmerz-Therapie hilft eine Akupunktur ausgezeichnet. Diese wird aber nur bei “Wirbelsäulenschäden” (aber wer hat die nicht) von den Kassen bezahlt. Das spart so manche Schmerztablette und Cortison. Der Arzt muß nur eine Überweisung zur Schmerztherapie ausstellen, statt zur Krankengymnastik.
Übrigens, der Blog von Angi ist ja witzig. Mal sehen ob ich dort auch ein Bett kriege. Über ärztliche Versorgung und Erfahrungswerte der “Patienten” kann man sich nicht genug austauschen. Hat leider die Erfahrung gelehrt. Übrigens auch Frauen haben das GEN “was von alleine kommt, geht auch von alleine” genauso in sich. Aber vielleicht ist das ja auch wieder Generationsabhängig.
Hier ein wenig zum Schmunzeln für alle Leidgeprüften:
Internationale Krankfeiertage in Stenkelfeld
Reporter: Die 12. Regionalen Krankfeiertage erreichen heute unter den Augen von hochrangigen Vertretern von Politik, Wirtschaft und Kultur ihren Höhepunkt mit der Verleihung der Oskars für dies besten Symptomdarsteller des vergangenen Jahres. Eine Jury der amtsärztlichen Vereinigung wird hier in wenigen Sekunden durch ihren Vorsitzenden Dr. Walter Broermeyer mit der Auszeichnung herausragenden Simulationskünstler beginnen.
Broermeyer: Liebe Personalräte, liebe Arbeitgeber, liebe Freunde vom amtsärzlichen Kontrolldienst, in der Kategorie “Komödie” geht der Oskar für die beste männliche Hauptrolle an den Obergefreiten Friedhelm Hörgerin für seine perfekte Darstellung eines Meniskusproblems wenige Minuten vor einem 30-km-Gepäckmarsch durch die Schmöllerheide.
Reporter: Ja, besonders gelacht wurde damals über die witzige Humpelszene vor dem Fenster des Kompaniechefs auf dem Weg zum Stabsarzt. Ein 14-tägiges Heim-Krank-Attest sowie ein längerfristiger Verwendungsausschluss waren der Lohn für diese komödiantische Glanzleistung. Die Nachricht von der Nominierung erreichte den Obergefreiten Hörgerin noch am gleichen Abend während seines Finalspiels beim Squash-Turnier in Höcklage.
Broermeyer: Wir kommen zur Kategorie “Drama”. Der Oskar für die beste weibliche Hauptrolle wird verliehen an die Verkäuferin Erna Görtemöller für die erneut überzeugende Darstellung ihres Klassikers “Die Kreislaufschwäche” in einer Aufführung zwei Stunden vor Beginn der Jahresinventur im Textilhaus Hörmeyer.
Reporter: Frau Görtemöller unterstützte diesmal ihre turbulente Ohnmachtsszene mit einem wahren Superstunt. Sie fiel aus drei Metern Höhe über eine Balustrade über einen Sonderposten Bettbezüge. Ihr langes Training hierfür wurde belohnt mit einem 14-Tage-Attest und anschließendem Kuraufenthalt im Schwarzwald. Noch am gleichen Nachmittag erfuhr sie auf einer Tupperparty im Cafe Mönter von der bevorstehenden Auszeichnung.
Broermeyer: Der Förderpreis in der Kategorie “Junger deutscher Patient” geht an der Abiturienten Sascha von Hörsten für die glaubhafte Darstellung eines akuten grippalen Infekts unmittelbar vor der entscheidenden Larteinklausur.
Reporter: Eine beachtliche Simulation mit sehr viel Gefühl; die Nominierung erreichte den jungen Mann nur Stunden später bei einer Jungle-Dance-Party der Diskothek “Magic”.
Broermeyer: In der Kategorie “Hörspiel” geht ein Sonderpreis an Hedwig Oelkers für die Ausgestaltung ihrer Sprechrolle in der Tragödie “Der Bandscheibenvorfall”, einer telefonischen Entschuldigung ihres Gatten Hasso für sein Fernbleiben vom Paketannahmeschalter am Hauptpostamt 12 kurz vor Weihnachten.
Reporter: Dieser mehrfach von Weinkrämpfen unterbrochene Telefonmonolog gehört wohl zum rührendsten, was in der langen Geschichte der Krankmeldungen aufgeführt wurde. Das überraschte Ehepaar nahm die Nachricht von der Nominierung am gleichen Abend beim Wettkegeln in Sottrup mit sichtlicher Bewegung auf.
Broermeyer: Den Oskar für sein Lebenswerk empfängt heute der in allen Krankheitsbildern sattelfeste Amtssekretär Norbert Pötter vom hiesigen Wasserbauamt. Er krönte seine 714 Kranktage in 10 Jahren mit dem eisernen Durchhalten aller Symptomen einer tödlichen Pilzvergiftung.
Reporter: Von seiner Nominierung erfuhr Pötter wie zufällig auf dem Weg vom Leichenkeller des Kreiskrankenhauses zum Frühschoppen im Gasthof Knollmeyer. Ja, und das waren sie, die Oskar-Preisträger der diesjährigen Krankfeiertage in Stenkelfeld. Und damit zurück ins Funkhaus.
o.k. machen wir Gruppenbedauern!
@Nola: Danke für die Aufnahme in den Club und auch für die Übertragung der köstlichen Oskar-Verleihung.
@SUMU: Muss ich noch nachholen: Ich wünsche dir guten Erfolg durch die OP und vor allen Dingen natürlich, dass es danach gesundheitlich aufwärts geht.
Siehe Kommentar Nr. 4, könnte auch Wirbel- oder Bandscheibenverschleiß sein und wäre damit eine typische Alterskrankheit, also nix mit PC-Allergie. Vielleicht kannst du deinen Arzt überreden, mal ein MRT machen zu lassen. Da lässt sich das sehr sicher diagnostizieren (Röntgen hilft da wenig). Behandlung: in der Regel konservativ (also nix tun), weil OP mit Risiken behaftet. Da gehen die Docs meist erst bei Lähmungserscheinungen ran (dann fällt’s nicht so auf, wenn durch die OP eine dazukommen sollte). Was bei mir genützt hat: Massage. Haben zwar alle vom Doc bis zum Masseur rumgemault “wäre ja nur wegen des guten Gefühls”, aber bei mir waren die Schmerzen nach 8 Massagen weg. Das war vor etwa drei Jahren.
@Gilbert: Hast du etwa Alterskrankheit geschrieben? Ich bin 55. Also bitte
Ok. Ich halte durch. Begebe mich mal in die Hände eines Masseurs. Das habe ich noch nie getan. Ich glaube, das soll auch arg weh tun. Oh je.
Durchhalten Horst! Das wird schon wieder! Auch wenn der Kommentar von Gilbert nich´ so richtig Mut macht – lass dich nicht unterkriegen!
So ähnliche Beschwerden hab´ ich voriges Jahr gehabt – 3 Tage konnt´ ich meine linke Schulter fast gar nicht bewegen. Ich hab´ den Arm fest angedrückt und konnte dann nur mit der Hand “fummeln”. Mit Mühe mit links ein Brot festhalten und mit rechts schneiden…
Zum Lidl konnt´ ich auch nicht – hätt´ ja die Tüten nicht tragen können. Meine Vorräte haben aber gelangt
:kaffee:
Die nächste Woche konnte ich wieder einkaufen – dann ging´s langsam besser. Inzwischen merk ich nix mehr – das es wiederkommt – das verdränge ich…
*mal in die Runde wink* Hallo Leidensgenossen!
willkommen im Blogger-Lazarett, die Herren
@Angi:
Kann das sein, das deinem Gravatar ´n bißchen Farbe fehlt? – der sieht ja aus als müßte er wegen Schwindsucht selber ins Spital…
Das seh´ ich doch sogar mit meinem kranken Bein…
Zum Glück sind wir ja nicht nur Männer
Frauen haben auch Schultern – und häufig sehr viel schönere noch dazu.
“Frauen haben auch Schultern – und häufig sehr viel schönere noch dazu.”
das hast du wieder richtig fein gesagt – du Charmeur… :herzchen: