Wie, wir Deutschen sind keine richtigen Blogger?

Die Deutschen nehmen ihre Ferien extrem ernst. Der Blogger kennt keine Ferien. (Felix Salmon, 37, ist einer der erfolgreichsten US-Blogger zu Wirtschaft und Finanzen.)

Einspruch: Ich blogge in meinen Ferien und generell während meiner Freizeit deutlich mehr als sonst. Da habe ich nämlich mehr Zeit und blogge — weil es mir Spaß macht. Da scheine ich wohl untypisch deutsch zu sein. Schön. Mal was Neues.

Außerdem — ich fühle mich berufen, auf solchen Schwachsinn zu reagieren. Ich habe nämlich, wie schon gebloggt, nächste Woche Urlaub. :-) Woher weiß dieser Ami eigentlich so genau über uns Bescheid? Hat er in Deutschland gelebt oder liest er deutsche Zeitungen? Vermutlich hat er sich mit den falschen Redakteuren unterhalten und die längst bekannten Klischees deutscher Qualitätsjournalisten in kongenialer Weise übernommen.

Die deutsche Blogsphäre mag nicht bisher nicht gerade toll entwickelt haben. Das kann ich nicht beurteilen. Was ich aber auf der anderen Seite überhaupt nicht glaube, ist die Behauptung, dass man sich hier vornehmlich nur dann äußern würde, wenn man in einer bestimmten Fachrichtung besonders qualifiziert wäre.  Meinem Eindruck nach ist glatt das Gegenteil der Fall. Damit will ich nicht sagen, dass ich damit ein Problem hätte. Im Gegenteil: Auch ich äußere mich zu mich interessierenden Themen, obwohl ich die Hintergründe nur zum Teil überschauen kann. Trotzdem mute ich meinen Leserinnen und Lesern meine Meinung zu diesen Themen zu. Das wäre doch exakt das Gegenteil von dem, was Felix Salmon über uns deutsche Blogger behauptete. Und ich weiß natürlich, dass ich das durchaus nicht alleine so halte.

SpOn: Medien in der Krise: Warum Deutschland Blog-Hemmung hat – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur.

Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Der Felix ist ein Ami, und Amis haben keine Ahnung nich… :lustig: Nicht von dem was sie selbst tun – und von dem was andere tun schon gar nicht…

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