Wir brauchen guten Journalismus und gute Journalisten. Aber wenn die Diskussion darüber, wie wir beides auch in Zukunft gewährleisten können, irgendwie konstruktiv sein soll, muss sie sich endlich von den falschen Gegensätzen verabschieden. Die Front verläuft nicht zwischen Profis und Amateuren oder Redakteuren und Freien oder Verlagen und Einzelkämpfern oder zwischen Print und Online. Sie verläuft zwischen gutem Journalismus und schlechtem Journalismus. Es ist wirklich so einfach. (Stefan Niggemeier)
Stefan Niggemeiers langer, sehr informativer und viele Aspekte behandelnder Text ist (wieder mal) sehr lesenswert!
Er räumt hierin den Gründen für die seitens der traditionellen Medien verstärkt aufkommenden dystopischen Geschichten breiten Raum ein, unterlässt aber dann doch den klaren Hinweis darauf, dass dieser “Kampf”, den dieser Teil der Medienlandschaft glaubt führen zu müssen, für diesen existenzielle Bedeutung hat.
Netzgeschreibsel








Die FAZ am Sonntag hat nach dem Amoklauf in Emsdetten geschrieben das es beim Killerspiel Counterstrike darum geht jeden, auch Schulmädchen, Passanten und Polizisten abzuknallen.
Das hat einigen Leuten die das Spiel aus eigener Erfahrung kennen die Augen über die Qualität der FAZ und anderer großer Zeitungen geöffnet.
Bei den großen Zeitungen arbeiten halt auch nur Menschen. Manche benehmen sich zwar so, als gehörten sie zur intellektuellen Elite des Landes aber auch sie irren (hin und wieder). Dafür, dass sie nicht abheben sorgt inzwischen das Internet auch ein bisschen. Eigentlich ist das eine ganz gute Entwicklung. Trotzdem verstehe ich die Ängste der Menschen, die dort ihre Existenzgrundlage haben.