In Fernsehdiskussionen wird häufig kritisiert, dass nach einem Verbrechen weniger über die Opfer als über die Täter gesprochen wird. Das ist leider so und zwar vermutlich auch deshalb, weil das meistens interessanter ist.
Am besten fand ich als Junge die Western oder Krimis, in denen die Bösen auch so aussahen und die Guten eben wie die Guten. Winnetou und Old Shatterhand gegen den Mörder Santer. Die Welt war so einfach. Kurz hingucken, einmal hinhören und schon war der Käs gegessen. Hier die Guten, dort die Bösen.
Später habe ich (trotz des Fernsehens) überraschenderweise doch noch gelernt, dass das Leben eher aus vielen Grautönen besteht und dass Menschen dieses Spektrum ideal und wenig ausgewogen besetzen. Alles geht durcheinander. Nie weiß man, woran man ist. Schrecklich.
Am Montag habe ich den Film “Ein halbes Leben” im ZDF gesehen. Nicht nur aufgrund der wunderbaren Schauspieler hat er mich fasziniert und gefesselt, sondern eben auch aus dem Grunde, weil der Böse verwirrenderweise irgendwie gar nicht so böse war. Er kümmerte sich liebevoll, ja rührend, um seine kleine Tochter und um eine alte Frau, die in seiner unmittelbaren Nachbarschaft wohnte.
Was hatte dieser Mann also schlimmes getan? Er war ein Vergewaltiger und Mörder. 20 Jahre, bevor die Polizei ihn aufgrund neuer kriminaltechnischer Analysemöglichkeiten (DNA-Profil) endlich verhaften konnte, hatte er die Tochter von Marianne und Peter Grabowski (fabelhaft gespielt von Franziska Walser und Matthias Habicht) getötet. Der Täter hatte zuvor bereits einige Jahre wegen einer Vergewaltigung im Gefängnis gesessen.
Josef Hader spielt den auch für den Zuschauer spürbar von seiner großen Schuld während der Jahre schwer belasteten Mörder Lenz. Der Zuschauer kann trotz des Verbrechens, das er begangen hat, gar nicht anders, als eine Sympathie für diesen Täter zu entwickeln. Dafür sorgt nicht nur die rührende Art, in der sich als alleinerziehender Vater um seine Tochter Kiki kümmert.
Als am Ende des Films der Täter endlich überführt wird und die parallel und nicht weniger intensiv gezeigten Qualen der Eltern des vergewaltigten und getöteten Mädchens endlich erleben, wie der Mörder von der Polizei verhaftet wird, stellt sich eher Verwirrung als die Genugtuung ob der sich vermeintlich hergestellten Gerechtigkeit ein.
Man fragt sich sofort, was aus dem Kind wird. Der mörderische Vater hatte Kiki zur Schule gebracht und ihm war aufgrund des DNA-Tests, den er kurz zuvor gemacht hatte, bereits klar, dass er bald verhaftet würde. Den Streifenwagen hatte er bemerkt, und er war vermutlich so froh wie der Zuschauer, dass die Verhaftung nicht vor den Augen seiner kleinen Tochter stattfand.
Peter Grabowski war durch seine Freundschaft mit einem Kriminalbeamten während der zurückliegenden zwanzig Jahre über den Stand der Ermittlungen auf dem Laufenden. Durch ihn, der inzwischen ebenfalls bereits in Pension war, konnte Grabowski die Verhaftung des Mörders seiner Tochter miterleben. Die erwartete Genugtuung war diese für ihn aber offensichtlich nicht.
Er folgte später, zunächst sehr wiederstrebend, der Bitte des Mörders Lenz, ihn im Gefängnis zu besuchen. Es fand nur ein kurzes Gespräch zwischen den beiden statt, währenddessen sich Lenz bei Grabowski für seine Tat entschuldigte.
Der Film, der sehr von seinen wundervollen Schauspielerinnen und Schauspielern profitiert hat, endete mit einem Besuch Marianne und Peter Grabowskis bei Kiki. Sie lebte, weil keine anderen Verwandten vorhanden waren, seit der Verhaftung ihres Vaters in einem Kinderheim. Vielleicht hätte man sich die Schlussszene auch schenken können. Aber sie machte noch einmal deutlich, wie bewegend und tiefgreifend menschliches Schicksal ist. Das empfindet in diesem sehr gut inszenierten Fernsehfilm auch derjenige, der gemeinhin und auch verständlicherweise wenig Mitgefühl für die Täter aufbringt.
Ich bin ja wieder ein Schelm heute
- irgendwie nix los?!








Heute bekommst du wieder ein Fleißkärtchen, Horst! Und eine gaanz leise Kritik. Das war sicher ein guter Film (hab ihn nicht gesehen) – aber irgendwie habe ich den Eindruck, das du dir immer (oft) das ernste, schwierige aussuchst.
Das Leben ist doch ernst genug – ein bißchen öfter Spaß könnt auch deinem Blog nicht schaden…Du kannst das doch.
Bestimmt hast du Recht. Und vermutlich bleiben deshalb auch die Besucher weg. Mal sehen, ob mir etwas einfällt, das wenigstens einigermaßen witzig ist… Ich habe schon was gefunden. Allerdings woanders:
http://www.focus.de/politik/deutschland/rostock-westerwelle-mit-ei-beworfen_aid_401319.html :devil:
Der “Eierwerfer” hat nur zwei Fehler gemacht: er war nur der 2.
Der “originale” ist ja der Ungar, der den beliebten CEO von Microsoft, Onkel Ballmer, in hinterhältigster Weise mit diesen “Mordinstrumenten” attackiert hat.
Und der zweite Fehler: er hätte beim Westerwelle auf einen wichtigen Körperteil zielen müssen… :lustig:
Etwa auf das dritte Bein? hi hi
Hier hab ich meinen Lieblingswitz, vielleicht trägt er ja zur Erheiterung bei:
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Der Himmel ist voll – geöffnet nur noch für spektakuläre Todesfälle
Petrus und der Chef einigen sich darauf, künftig nur noch Fälle aufzunehmen, die eines besonders spektakulären Todes gestorben sind.
Es klopft an der Himmelstür und Petrus schreit:
„Nur noch die außergewöhnlichsten Fälle!“
Der Verstorbene daraufhin: „So höre meine Geschichte:
Ich dachte schon immer, meine Frau betrügt mich. Also komme ich überraschend drei Stunden früher von der Arbeit nach Hause, renne wie wild die sieben Stockwerke zu meiner Wohnung rauf, reiße die Tür auf, suche wie ein Wahnsinniger die ganze Wohnung ab und siehe da – auf dem Balkon finde ich einen Kerl, der am Geländer hinunter hängt.
Also hole ich einen Hammer und hau dem Sack volle Kelle auf die Finger. Dieser fällt runter – landet direkt auf einem Strauch und steht wieder auf… ‚die Sau’, dachte ich. Ich gehe zurück in die Küche, greife mir den kompletten Kühlschrank und schmeiß das Ding vom Balkon: ‚HA! VOLLTREFFER!’
Meine Freude hielt allerdings nur kurz – durch die extreme Anstrengung und den Stress der letzten Tage bekam ich einen Herzinfakt und stehe nun hier.“
„O.K.“, sagt Petrus, „ist genehmigt, komm rein.“
Kurz darauf klopft es wieder an der Pforte.
“Nur außergewöhnliche Fälle!”, sagt Petrus.
„Kein Problem“, antwortet der Verstorbene und beginnt zu erzählen:
„Ich mache – wie jeden Morgen – meinen Frühsport auf dem Balkon, stolpere über den beschissenen Hocker, falle über das Geländer und kann mich in wirklich letzter Sekunde noch am Geländer ein Stockwerk tiefer festhalten.
‚Meine Güte…’, dachte ich ,was für ein Glück! Ich lebe noch.’
Da kommt plötzlich ein völlig durchgeknallter Idiot und haut mir mit einem Hammer auf die Finger, ich stürze ab, lande aber auf einem Strauch und denke, ‘DAS GIBT’S NICH! Zum zweiten Mal überlebt!’ Ich schau nach oben – und da trifft mich auch schon dieser blöde Kühlschrank!“
„O.K.“, sagt Petrus, „rein in meinen Himmel.“
Und schon wieder klopft es an der Himmelstür.
„Nur außergewöhnliche Fälle“, sagt Petrus erneut.
„Kein Thema“, sagt der Verstorbene:
„Also… ich sitze nach einer scharfen Nummer völlig nackt in einem Kühlschrank …….“
@Nola:
Erstmal ein Zitat: “„Kein Thema“, sagt der Verstorbene:
„Also… ich sitze nach einer scharfen Nummer völlig nackt in einem Kühlschrank …….“
Der arme Kerl hat bestimmt auch kein “Bildchen” gehabt – weil ihm das mit dem Avatar zu kompliziert war – deswegen hat der sich so nackt gefühlt…
oder es ist ihm kein neuer Name eingefallen!
Zum Westerwelle: der Körperteil ist ihm bestimmt wichtig – da hätt´ er sicher gaanz schnell seine Hände vorgehalten… :lustig:
@ JürgenHugo
Das erinnert mich dann immer an die Mauer der Fußballer beim Freistoß.
Alle “bedecken” sich, nur einer hält sich die Stirne. Na ja besser als gar keiner, immerhin. Der Quotenmann sozusagen.
Das frozzeln mit dem Avatar ignorier ich einfach mal :pfeifen:
hier noch ein netter Witz:
Zwei Männer im Supermarkt …….
……stoßen zusammen.
Meint der eine völlig aufgelöst: ‘Entschuldige, aber ich bin total durcheinander, ich suche meine Frau!’
Darauf der andere: ‘Mir geht es auch so, seit 30 Minuten suche ich schon.
Wie sieht Deine denn aus?’
Darauf der erste : ‘Meine hat blonde lange Haare, ist 1.80 m groß, braun gebrannt,vollbusig, schlanke Figur, hat einen superkurzen Mini an, ein weißes enges Top ohne BH und Schuhe mit sehr hohen Absätzen.
Und wie sieht Deine aus?’
Der andere: ‘Scheiß drauf, wir suchen Deine.’
:devil:
Da is´ aber ein Denkfehler drin – in dem Witz! Was machen die beiden denn, wenn sie die scharfe Braut finden? Verprügelt der zweite den ersten, um sie ihm “wech”zunehmen?
Und muß der erste dann mit der von dem zweiten vorliebnehmen? Wenn er sie denn findet? Tja… :lustig:
Hallo JH,
Ja folgerichtig erkannt. Sozusagen als Strafe weil er seine “Liebste” aus den Augen verloren hat, tz tz soll man ja auch nicht oder?
LG Nola
Bei manchen “Liebsten” sollte man vielleicht froh sein, das man sie nicht mehr sieht…
und ganz schnell in die “Gegenrichtung” rennen.
… und dann die starken Bräute von anderen zu vernaschen ?
Scharfe Bräute, scharfe – nich starke!
Starke könnten einen doch “hauen”…
Ei wei – wenn der Quer-Horst das alles liest – dann “haut” der uns…
Hoffentlich nur mit einem weichen Lappen! :lustig:
Na dann zieh ich mich besser ein wenig zurück, ich kenne eure Gepflogenheiten hier nicht. Was mir auffällt, lieber JH, das Du keine Stellung zu den Artikeln abgibst. Dann kriegste sicher nicht gehauen.
LG Nola
Och – das ist der Horst schon gewohnt, das ich oft total OT schreibe. Wenn du aber den Blog genau so fleißig liest wie ich, dann siehst du, das ich des öfteren doch Stellung beziehe!
Ich hab´ da durchaus meine eigene Meinung. Bis jetzt toleriert der Horst meine “Unabhängigkeit!. Ich schreib´ ja auch gaanz viele Kommentare.
Der Horst haut schon keinen – außerdem hat der ja “gaa”keine Zeit dazu. Der fotografiert mit seiner neuen Kamera wie wild herum! Manche Fotos sind durchaus schon ansehnlich. “Sach” ich ihm aber nicht so oft – sonst hört er auf zu üben!
Die Fotos von Schloß Bedburg sind “gaanich” so übel. Da brauchst du dich nicht zurückzuziehen. Horst freut sich sicher auch, wenn “Betrieb” auf seiner Seite ist.
Den “Gepflogenheiten” würde es allerdings nicht widersprechen, wenn du ein “Bildchen” hättest. Gib dir einen Ruck und versuch das mal. So schwer ist das nicht. Versuchs doch einfach mal mit deinem Namen und der normalen E-Mail Adresse. Oder kannst du kein Englisch?
Grüße.
Achgott, achgott, ich sehe schon, ich bin hier völlig falsch
! Ich wollte nämlich wirklich nur Horsts Artikel kommentieren und nur sagen, dass ich den Film leider nicht gesehen habe, aber dass er dem Artikel zufolge sehr gut sein muss, und dass ich ihn mir sicher ansehen werde, falls er mal wiederkommt oder von einem Dritten Programm übernommen wird. Also entschuldigt meinen humorlosen Beitrag
.
@Eule70:
Der Horst ist großzügig – der lässt auch Kommentare zu, die sich mit dem Artikel beschäftigen…
Sowas
. ist hier “gaanich nötich” – der Horst hat ganz dolle Smilies (ich nenne die ja Dödel)!
Klick mal da drauf wo steht: Smilies einblenden – dann siehst du alle! Nur einfach einen aussuchen + anklicken – dann kommt der lustige Dödel! Ich mach jetzt mal den Dödel “Lustig”: :lustig:
So geht das hier!
Wenn wir schon dabei sind: willst du nicht auch ein schönes Bildchen für deine Kommentare? Wenn ja, schreibs einfach hier hin – ich krieg das schon mit! Ich erklärs auch gerne!
Grüße an die “achgottige” 70.Eule!
Ja, der Film lohnt sich wirklich – gerade weil er sich mit einem sehr ernsten Thema beschäftigt, das im Allgemeinen sehr von schnellen Urteilen begleitet wird.
@Jürgen und NOLA: Ich habe wirklich nichts gegen ein paar OT’s. Aber man sollte es auch nicht übertreiben. Dass es andere Leser/innen vielleicht stören könnte, die am Ende mein Blog nicht mehr besuchen, wollt ihr bestimmt auch nicht. Also, nix für ungut.
Wir haben dich halt vermißt, Horst! :beer:
Außerdem hab´ ich ja bei den “Bedburger Fotos” schon lobende Zusimmung geäußert! Da könntest du auch mal ein bißchen mehr zu sagen – zu dem Schloß.
Im Mittelpunkt stand die Hochzeit meines Freundes – du erinnerst dich
Die Hochzeit (standesamtlich) fand in diesem Schloss -im Turmzimmer- statt. Die Gelegenheit habe ich natürlich für ein paar Schüsse genutzt. Bitte nimm mir meine Bitte nicht übel aber wenn es zu arg wird, muss der Blogmeister eben auch mal was sagen. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir noch.
Ach was – solche “milden Rügen” kann ich ab! Das nehm ich dem “Meister” nich übel. Ich sach hier ja auch mal, wenn mir was nicht passt.
Zu der Hochzeit: ist das der Freund “wo schon zum 3.Mal versucht?” Hoffentlich ist das Schloß ein gutes Omen.
Sonst mußt du bei der 4.Hochzeit wieder die Kamera “zücken” – vielleicht hast du dann ja schon ein richtiges Profigerät. Du brauchst ja schließlich kein Geld für regelmäßige “Neuhochzeiten” auszugeben…