Nee, Herr Hartz. Ich wills gar nicht wissen.

Ich bin total überzeugt davon, dass wir das Problem Arbeitslosigkeit lösen können. Wir haben die Ideen. Wir wissen, was wir machen müssen. (Peter Hartz meldet sich zu Wort)

via Ideen gegen die Krise: Der Traum von Hartz fünf – Wirtschaftspolitik – Wirtschaft – FAZ.NET.

Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Der sollte mal lieber seinen Mund halten – mit Hartz 4 hat er genug angerichtet. Ein Gesetz, das alles besser machen sollte – angeblich. In Wirklichkeit hat so gut wie keiner Vorteile – die allermeisten aber Nachteile.

    Und Geld gespart hat´s auch nicht – im Gegenteil. In so einer Situation an/von sowas wie “Hartz 5″ zu glauben/faseln – das grenzt schon an Altersstarrsinn – vorsichtig ausgedrückt… :cry:

    OT:
    Ich muß dich loben – bei der Themenauswahl bist du neuerdings schön gemischt.

  2. Horst Schulte meint:

    Danke für dein Lob. Jetzt habe ich auch mal was OT. Lies mal diesen uralten Artikel.

    Ja, dass der Hartz sich überhaupt traut.

  3. JürgenHugo meint:

    Hmm – der Artikel ist interessant – willst du mir da einen Tipp geben, oder deine Hartnäckigkeit beweisen? Na egal, ich hab mir die ganze Web-Site mal mit PDFIt (FF Add-On) runtergeladen.

    Man weiß ja nie. Das PDF ist zwar nicht ganz so scharf wie im Original – zum Lesen langt das aber. Bei mir (wenn mein System jetzt total crashen würde) dauert das sicher eine Woche, bis ich alles wieder habe.

    Ich mache das dann nach alter Väter Sitte – Recovery DVD, dann hab ich Stand Januar 2007. Grundsätzliche Einstellungen – und dann alles neu installieren. Wichtiges hab ich auf D und auf der externen Festplatte. Da sind auch fast alle Setups, Screenshots, eine Liste aller Programme usw. usw. Ich krieg also alles wieder hin.

    Nachteil: das dauert natürlich länger – Vorteil: ich kann Änderungen/Verbesserungen einfließen lassen, die mir ein/aufgefallen sind. Und Unnützes lass ich weg. Ich will mir aber eine noch bessere Strategie überlegen. Hauptsache ist für mich erstmal das Gefühl: es ist ziemlich alles abgesichert, so das ichs wieder hin kriege.

  4. Nola meint:

    Die Richterin der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts Braunschweig, Gerstin Dreyer, verurteilte am 25. 1. 2007 Peter Hartz wegen Untreue und wegen Begünstigung in elf (!) Fällen zur abgesprochenen Haft auf Bewährung und zahmen 576.000 Euro Geldstrafe. Den Schaden für VW bemaß das Gericht auf ca. 2,6 Mio Euro; Hartz gewährte einem VW Betriebsrat Sonderboni von ca. 1,9 Mio Euro (beides bitte mit Geldstrafe vergleichen!). Millionär Peter Hartz kann das locker hinnehmen: seine monatlichen Renten betragen: 7.649 + 16.207 + 1.862 = 25.718 Euro; sein Depot hat einen Wert von 2,7 Mio Euro.

    SZ, 26.1.2007, S. 5

  5. Nola meint:

    Vor dem Gesetz sind alle gleich:
    NUR MANCHE SIND EBEN GLEICHER !

    Sommer 2005: Peter Hartz nannte alle Vorwürfe der Korruption und Rotlicht-Partys von VW-Betriebsräten “absurd”.
    Ende Juli 2005: Peter Hartz trat er zurück.
    Oktober 2005: die Staatsanwaltschaft Braunschweig leitete Ermittlungen gegen ihn ein.
    Oktober 2006: Peter Hartz gestand die “strafrechtliche Verantwortlichkeit für Begünstigungen des ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden” Klaus Volkert.
    Januar 2007:
    Der Prozess gegen Hartz wurde zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung abgesprochen. Staatsanwaltschaft und Richter hatten sich bereits vor der Verhandlung über das Strafmaß verständigt. Dies hatten mehrere Medien berichtet, unter anderem Hans Leyendecker in der Süddeutschen Zeitung.
    Er dauerte nur zwei Tage. Der ehemalige Top-Manager gestand. Daraufhin verurteilten ihn die Richter am Landgericht Braunschweig zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 576.000 Euro.
    Die Staatsanwalt hat den Mut (die Frechheit?) öffentlich zu erklären, dies sei keine Bevorzugung von Peter Hartz.

  6. Nola meint:

    Das dieser Mann sich noch zu Wort meldet und nicht ganz leise in der Versenkung bleibt und das ein in die Armut führendes Gesetz immer noch diesen Namen trägt, zeigt die unsensible Haltung dieses Herrn aber auch unserer Gesetzgebung.

    Alles was sonst noch dazu zu sagen wäre, ist die brilliante Technik einer geschönten bzw. besser noch einer gelogenen Arbeitslosenstatistik.

    Einer der Hauptgründe um als SPD besser dazustehen und die Arbeitslosen vermeintlich reduziert zu haben. Diese Praxis hat sich bis heute erhalten und auch die GroKo lügt hier was das Zeug hält. Letzte Meldungen vom Arbeitsminister besagen einen Rückgang der AL-Zahlen, die in Wirklichkeit eine Zunahme waren, denn, das gab man kleinlaut zu, die Berechnungsgrundlage wäre eine andere geworden.

    Aber einige Tage lang hat man im TV solange vom stabilen Arbeitsmarkt und Rückgang gequatscht das die wahren Verhältnisse kaum noch einer wahrnimmt.

    Noch schnell PS:
    die ca. 3,5 Mio offiziellen AL belaufen sich in Wahrheit auf fast das doppelte. Rausgerechnet wurden dabei die 1Eurojobber, die ab 58 J. in Vorruhestand Gezwungenen, die Umschüler, die in Zeitvertragsfirmen Gesteckten, die von externen Arbeitsvermittlern Betreuten usw.

  7. JürgenHugo meint:

    Zitat:

    Alles was sonst noch dazu zu sagen wäre, ist die brilliante Technik einer geschönten bzw. besser noch einer gelogenen Arbeitslosenstatistik.

    Eben – mit der richtigen Statistik kann man alles beweisen. Und das genaue Gegenteil davon… :mrgreen:

    Oder mit Zahlenspielereien – wie früher in der Ostzone: “Der Plan unserer Baubrigade bei der Neuerstellung und Rekonstruktion von Wohnraum für unsere Werktätigen wurde durch den rastlosen Einsatz aller Beteiligten sowie freiwilligen Sonderschichten um 200% übererfüllt!”

    Das hört sich toll an. Die Aussage: “Wir haben voriges Jahr 2 neue Wohnungen gebaut, und dieses Jahr 6 renoviert” – die klingt schon ein bißchen mickriger – ist aber dasselbe… :mrgreen: