Für Fans der freien Marktwirtschaft

Juni 1, 2009 4 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 34 x aufgerufen.
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Ich bin ja auch der Fan der freien sozialen Marktwirtschaft, aber eine ihrer Schattenseiten ist wohl, dass der Liter Milch in diesen Zeiten weniger kostet als ein Liter Gerolsteiner. Auch andere Mineralwasser lassen sich da im direkten Vergleich zu dem doch wohl eindeutig wertvolleren Lebensmittel Milch nicht lumpen. Nun weiß man, dass diese Entwicklung staatlicherseits bzw. durch die EU verursacht wurde. Es herrschen eben keine Marktgesetze, sondern durch falsche Anreizsysteme wurden über Jahre Überkapazitäten aufgebaut. Die Milchbauern haben, was ihre Existenz anlangt, unter diesen Voraussetzungen wohl ganz schlechte Karten.

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4 Kommentare

  1. Andreas 1. Juni 2009 at 19:10 -

    Jupp, das gleiche Prinzip wie bei den langen Arbeitszeiten. Es wird vieles viel zu billig verkauft. Weil wir es so gewohnt sind. Wenn ich sehe, wie wir asten müssen um Heu zu produzieren und welchen Marktwert es dann hat, bzw. was die kleinen verzogenen Mädchen mit den Unterstellpferden, die von Mami im Cayenne zum Reiten gebracht werden, dafür bezahlen wollen, wird einem ganz schlecht. Das ist halt unsere Mentalität. Mach da mal die Milch teurer …

    Ich wollte das bei den Arbeitszeiten schon schreiben: man könnte mit einem Wegfall der Ladenschlußgesetze Arbeitsplätze schaffen – aber dann müsste man auch für die Leistung zahlen. Da Geiz geil ist, fällt das mit dem Zahlen weg – zu Lasten der Arbeitnehmer. Die dann weniger konsumieren können … Arbeitgeber stellt weniger Leute ein … zack … Spirale.

    Ich würde ja Subventionen abschaffen.

  2. JürgenHugo 1. Juni 2009 at 19:59 -

    “Ich würde ja Subventionen abschaffen.”

    Da kriegst du aber Keile von allen Seiten! Denn bei einem sind sich alle Lobbyisten einig: Subventionen werden nur bei anderen in Frage gestellt – die eigenen sind immer hochwichtig – existentiell sozusagen. :mrgreen:

  3. Andreas 1. Juni 2009 at 20:02 -

    Klar, das ist mir bewusst. Meine Oma sagte aber schon immer “Wenn’s weh tut, hilft’s.”
    Subventionen weg, Steuerbegünstigungen weg, Standard ohne Ausnahme für alle. Ich wette, der Staat hätte deutliche Mehreinnahmen und der Mittelstand mehr Geld.

  4. Horst Schulte 1. Juni 2009 at 20:12 -

    Subventionen sollte man abschaffen. Dafür wäre ich auch. Bei meinen Freunden von der anderen Fakultät habe ich das mitgenommen. Ich bin noch lernfähig. Im Ernst. Zeitlich begrenzte Subventionen mögen in manchem Fall sinnvoll sein. Aber ganz gewiss keine, die zu einer Dauereinrichtung werden. Der Staat, also wir alle, würden ordentlich davon profitieren. Davon bin ich auch überzeugt.