Welchen Zweck erfüllt eigentlich ein Trinkgeld?

Juni 10, 2009 4 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 72 x aufgerufen.
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Welchen Zweck erfüllt eigentlich ein Trinkgeld?

Kürzlich wurde der Film “2 Mio. $ Trinkgeld” mit Nicolas Cage und Bridget Fonda wiederholt. Der ist zwar schon ziemlich alt aber immer noch schön. :foolsmoney:Zu einer vergleichbar edlen Geste, wie Polizist Charlie sie im Film zeigte, würden wohl die meisten weder willens, noch in der Lage sein.

In WDR5 habe ich zum Thema heute einen interessanten Beitrag gehört. Auf der Website fand ich die verlinkten Hörerinformation, die gute Hinweise für das eigene Verhalten enthält.

Aber wie halten wir es überhaupt, wenn es ums Trinkgeld geht? Ich würde mal behaupten, dass wir in Deutschland vor 25 – 30 Jahren deutlich weniger, wenn überhaupt, gegeben haben. Das hat sich in den letzten Jahren aber gewandelt. Heute sieht man sich praktisch in vielen Fällen fast dazu “genötigt”, ein Trinkgeld zu geben. In Deutschland gilt eine Spanne von ca. 5 – 10 % des zu zahlenden Betrages, die man der Bedienung als Trinkgeld geben sollte.

Persönlich handhabe ich es so, dass ich in Restaurants nur Trinkgeld geben, wenn nicht der Besitzer selbst bedient hat. Außerdem hängt seine Höhe davon ab, wie gut ich bedient wurde. Das ist natürlich höchst subjektiv. Wenn uns also der Besitzer bedient, d.h., wenn ich die dortigen Verhältnisse kenne, hat der Pech gehabt. Dann gibt es nix. Nicht anders mache ich es beim Friseur. Trinkgeld bekommt nur die Mitarbeiterin, die mir ggfs.. die Haare wäscht oder so. Für den Schnitt, wenn der Chef ihn macht, gibt’s jedenfalls kein Trinkgeld. Beim meinem Friseur beispielsweise sage ich an der Kasse, dass der Betrag x für die Kollegin bestimmt ist. Das klappt immer, weil das immer angesagt wird – laut und vernehmlich.

Mancher übt Kritik daran, dass Trinkgelder heute mehr oder weniger normal sind. Die Preise für viele Serviceleistungen sind gerade schon hoch genug und die Preise in Restaurants sind es nicht weniger. Könnte es nicht so sein, dass Arbeitgeber durch die Zahlung von Trinkgeldern sich regelrecht motiviert fühlen, weniger Lohn zu zahlen? Sicher steckt in dieser Überlegung auch ein Quäntchen Wahrheit.

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4 Kommentare

  1. Andreas 10. Juni 2009 at 20:41 -

    Das mit dem “genötigt” ist das Problem. Ich wurde schon schief angeguckt, wenn ich nichts gegeben habe. Und dabei handhabe ich es wie Du: wenn der Service stimmt, dann gibt es was. Wenn nicht, dann nicht. So oft gehe dann aber nicht essen, dass ich den Chef erkennen würde *g*

  2. JürgenHugo 10. Juni 2009 at 21:09 -

    Zum Trinkgeld: Kriegst du bei deiner Arbeit Trinkgeld? Na? :idea:

    Zum Lob: Der Dödel, der mit Geld schmeißt – der ist ja fast noch besser als der, der gestern auf dem Auto rumgetrampelt ist – Sehr schön!

    Zum Eigentlichen: Und das is wieder mal OT. Mann, hast du auch mal so Tage, wo dich Win so “richtich” nervt? Dauernd sind heute irgendwelche Kleinigkeiten: Der Bildlauf geht nich, der Desktop friert ein, explorer.exe lässt sich nicht mit dem Task-Manger killen, ein Prog startet nich richtig – dafür will sich ein anderes ungefragt im Autostart einnisten.

    Als ob der Teufel drin wäre. Dann is mal wieder Neustart angesagt – mindestens aber ab- und anmelden. Und jeeedesmal muß ich die Icons neben der Uhr neu sortieren – weil Windows die Ordnung immer bei jedem Reboot und/oder Anmeldevorgang vergißt! (ich sortiere das mit Taskbar Shuffle)

    Manchmal denk´ ich, jemand müßte nach Redmond fahren und die (männlichen) Programmierer in die H…. treten – bis sie sich vor Schmerzen am Boden winden. Und danach anfangen ihr OS zu verbessern… :mrgreen:

    So – ´n bisschen leichter is mir jetzt schon. Deine Dödel sind ein wahrer Trost! :lustig:

  3. Thomas 11. Juni 2009 at 00:56 -

    Na ja, wenn Trinkgeld üblich ist, kann man ja durch das Nichtgeben von Trinkgeld auch ein Zeichen setzen. Ich geb’s eigentlich tatsächlich immer, wenn man nicht gerade Stunden warten musste und die Bedienung nett war – und die 10 % sind ja auch schön zu rechnen, wobei’s bei mir dann meist eher zuviel als zuwenig ist. Aber wie gesagt, weil es inzwischen üblich ist, ist das fehlende Trinkgeld auch ein hübscher Hinweis drauf, dass man mit dem Service gar nicht zufrieden ist.