Vom schweren Leben als verblassender Stern

Die große Hochzeit von Boris Becker und dem niederländischen Model Lilly Kerssenberg steht vor der Tür. Mit einer beispiellosen Inszenierung versucht der ehemalige Tennis-Star weiter für eine wichtige Person gehalten zu werden.

via Alles verraten und verkauft – Kölner Stadt-Anzeiger.

Wenn man mit 17 Jahren ein Superstar wurde und das durch eine wirklich famose sportliche Leistung, die ein ganzes Land in Euphorie versetzt hat, wird es wohl nicht wirklich einfach sein, sich persönlich von der eigenen Prominenz zu verabschieden. Es gibt Menschen, denen das ganz gut gelingt oder es zumindest den Anschein hat, und es gibt eben solche wie Boris Becker. Er ist dabei, sein Ansehen, auch bei seinen letzten treuen Fans, zu verspielen durch diese würdelose Inszenierung, die gerade abläuft.

Er setzt sich freiwillig der öffentlichen Meinung aus. Und diese ist ihm nicht gerade wohlgesonnen. Das zeigen die Kommentare in vielen Zeitungen und auch im Fernsehen. Von RTL jetzt mal abgesehen. Gerade diejenigen, die schon immer ein eher distanziertes Verhältnis hatten, lassen sich nicht lange bitten und hauen drauf, was das Zeug hält. Das ist bei Boris so und sicher auch bei Heidi Klum, die ähnliche Tiraden aushalten muss. Das kommt eben auch davon, wenn man in der deutschen Öffentlichkeit omnipräsent ist, dies wohl auch sein möchte und deshalb ausgesprochen viel PR-Arbeit leistet.

Andererseits: Wer kommt schon damit klar, dass sein eigener Stern sinkt. Man muss nur an die  eigene berufliche Laufbahn denken und an die Höhen und Tiefen, die bestimmt viele von uns schon erlebt haben. Mit diesem Punkt geht auch das Leiden einher, das viele mit dem Älterwerden verbinden. Ob sie es nun zugeben oder nicht. Nicht jeder ist dazu in der Lage, in Würde alt zu werden. Genügend im wahrsten Sinn des Wortes augenfällige Beispiele dafür gibt es in Hollywood.

Dazu hier ein schönes Video. Oder besser: ein Richter-Spruch.


Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Wenn du “Sterne” sehen willst, die schon verblassen, bevor sie aufgegangen sind – da brauchst du nur in DSDS rein”linsen” – die werden da vom Bohlen liebevoll präsentiert… :mrgreen: :cry:

    Die werden auch nich alt – Helden sterben jung…

  2. SuMu meint:

    die “Sterne” gehen aber freiwillig zu DSDS…

  3. JürgenHugo meint:

    Natürlich – Helden sind immer Freiwillige! Hingeprügelt wird zum Bohlen niemand. Hat der “gaanich” nötich..

    Es gibt immer genug, die in DSDS nur mal ihren Namen geschrieben sehen wollen – weil sie das selber nich können… :mrgreen:

    Ein bißchen schlauere Leute denken sich: “Lieber ein gesunder Feigling, als ein toter Held…” (Das is nich originär von mir, ich zitiere das nur)

  4. Horst Schulte meint:

    Die Damen und Herren von DSDS sind wieder eine andere Sache. Ich meinte eigentlich schon die, die irgendwann mal wirkliche Stars waren. Wie Boris Becker oder manche Hollywood-Schaupieler. Da ist es schon tragisch, wenn man in die Gesichter mancher Leute guckt. Sicher – jeder ist seines eigenen Glückes Schmied (wie man so sagt) aber an dem, was man teilweise so sieht, erkennt man doch, wie schwer es vielen fällt, in Würde von der Bühne abzutreten. Das kann man auch bei Leuten beobachten, von denen man das eigentlich nicht so unbedingt erwartet hätte. Aber das sind natürlich auch wieder sehr oberflächliche Eindrücke.

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