Schaffe, schaffe, Häusle baue?

Mahnung, Foto von Geralt @ Pixelio Wenn ein Zeitungsartikel mit “Drei oder vier Millionen Bundesbürger” beginnt, sollte man eigentlich schon stutzig werden. Eine Abweichung von 25-30% scheint für manche Journalisten nichts zu sein, was sie groß bekümmern würde. Aber wahrscheinlich hat der Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) die Information von einem Pressedienst übernommen.

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Die Vorhaltungen, die jetzt gegen die Banken und ihre mangelhafte Sorgfalt vorgebracht werden, kann ich in diesem Fall nicht (jedenfalls nicht in vollem Umfang) teilen. In vielen Fällen von Verschuldungen geht es nicht um irgendwelche dubiosen Papiere oder Geldanlagen, die die Banken an die Frau und an den Mann gebracht haben, sondern darum, dass sich Menschen ihren Traum von eigenen Haus oder der eigenen Wohnung erfüllen wollten und dabei –leider zu häufig- bestimmte und sicher nicht unbekannte Risiken außer Acht gelassen haben.

Damit meine ich nicht, dass man schwer erkranken kann oder, dass sich Eheleute trennen können und das noch unbezahlte Wohneigentum bei dieser Gelegenheit aufgegeben werden muss. Ich meine damit, dass seit Jahren bestehende Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren und danach u.U. in einem neuen Job mit sehr viel weniger Geld auskommen zu müssen.

Meine Frau und ich haben dieses Risiko unser Leben lang gescheut. Wir haben nicht schlecht verdient und hätten uns, jedenfalls rückblickend betrachtet, diesen für viele Menschen bestehenden Herzenswunsch, vielleicht auch erfüllen können. Wir haben es nicht getan, weil wir vorsichtig waren und ganz bewusst keine so großen finanziellen Risiken eingehen wollten. Aber — nicht, dass mich jetzt jemand falsch versteht. Wir haben überhaupt keine Schulden – aus Prinzip nicht. Dafür sorgt schon meine Frau, die bei uns das Amt der Finanzministerin innehat. Das hat sich bewährt, und ich wähle sie, nicht nur deshalb, alle 4 Jahre wieder.

Aber jeder kann die Dinge so handhaben, wie sie oder er es für richtig halten oder gehalten haben. Ich finde es ganz schrecklich, dass sich heute so viele Leute angesichts finanzieller Probleme von ihrem Traum verabschieden müssen. Übrigens auch, wenn es gar nicht um eine Wohnung oder ein Haus geht, sondern um andere Dinge, für die sie sich in Schulden gestürzt haben.

Es ist also etwas dran an dem Vorwurf, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben. Aber auch das ist eigentlich nicht mein Thema.

Wir sollten ehrlich zu uns selbst sein! Wenn wir finanzielle Risiken jedweder Art eingehen, müssen wir auch bereit sein, die sich daraus möglicherweise ergebenden Konsequenzen zu tragen. Wir können, wie es jetzt teilweise dargestellt wird, dafür nicht die Schuld bei den Banken abladen. Insofern verstehe ich die Forderung der Verbraucherschutzzentralen nach unsichtigerem Handeln im Interesse des Kunden nicht. Sie springen, wie andere auf den Zug auf und bemühen Milliardenkredite- und Bürgschaften für Großunternehmen und Banken. Es ist schon schlimm genug, dass die Gemeinschaft für schlechtes Wirtschaften dieser Unternehmen aufkommen muss, und es gibt aus gutem Grund genügend Bürgerinnen und Bürger, die sich über die scheinbar leichtfertige Handlungsweise der Politik ärgern.

Wie kann man es für sinnvoll halten, dass nun auch private Schuldner durch Steuergelder entlastet werden? Die Gründe für die Verschuldung von Privatleuten sind sehr unterschiedlich und in ihren Auswirkungen sicher oft tragisch. Dafür kann man aber nicht auch noch die Allgemeinheit haftbar machen wollen. Man könnte den Banken nur dazu raten, die Konditionen für erforderliche Umschuldungen für Schulden von Privatleuten in dieser Situation mit Bedacht festzusetzen und nicht den Versuch zu machen, aus dem Unglück der Menschen noch einmal Kapital zu schlagen. Das ist eine Botschaft und mehr kann und sollte man nicht tun!

Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Ein bißchen was Wahres is aber dran – die Banken haben schon eher das eigene Interesse im Kopf als das der Kunden. Und es gibt genug Beispiele, das Leuten Schrottimmos finanziert wurden, wo alle anderen Beteiligten wissen mußten, das das in die Hose geht!

    Also so ganz “reinweiss” sind die Banken nicht! Natürlich hast du recht – wenn jemand einfach nach der Devise lebt: “Ich lebe unter meinem Niveau, aber über meine Verhältnisse” dann geht das schief – irgendwann…

    Update zur Add-On Sammlung:

    Ich Dödel find meinen eigenen Link einfach nich – ei wei! Ich habs aber ausprobiert. Wenn ich nur “Hugos” in Suchfeld eingebe (bei der Startseite auf Sammlungen – halbunten links) dann kommt meine Liste. Und wenn ich “Horst” eingebe kommt deine.

    Du mußt die Liste dann nur zu Favoriten hinzufügen – deine eigene auch! DIese Listen siehst du dann, wenn du den Add-On Manager aufmachst und auf den neuen Reiter “Abonnements” gehst. Dann wird dir auch klar, was ich mit dem Namen meine!

    Ich fang jetzt an, die Add-Ons mit Kommentaren zu versehen – peu à peu. Vor allen Dingen die, die nicht unbedingt “nötich” wären – die mir einfach nur gefallen. Bei deiner Liste guck ich, ob ich noch was brauchen “will”. Du könntest ruhig alle deine Adds reintun – das ganze dient ja der Info – du mußt die ja nich ständig überall nutzen.

    Ich finde das recht interessant – trotz meiner Nörgelei über die Zensur…Ist ja wohl noch Betastadium – ich bleib da aber mal dran.

  2. JürgenHugo meint:

    Noch mal 2 Sachen OT – sie betreffen aber deinen Blog bzw. dein Interesse an Browsern.

    1) Ich hab deine RSS-Feeds mit den “schlauen Lesezeichen” abonniert – da klappt auch. Wenn ich da zum erstenmal draufklicke, kommt dein Icon anstatt des RSS-Icons – prinzipiell. Das geht 5/6 mal gut, dann wieder nich. Da kann ich den Artikel 10-mal lesen – nix. Hab ich ja schon mal geschrieben. Ich leer auch den Cache nich zwischendurch. Beim nächsten geht das dann wieder. In Flock ändert sich gaanix. Ich “kömm” einfach nicht dahinter, was das ist. Zuerst hab ich gedacht, das hängt mit dem Update von WordPress zusammen – aber das machst du ja auch nich dauernd. Ei wei. Wenn das immer wäre – is es aber eben nich – nur ab und zu.

    2) Was hälst du davon das Win 7 in Europa ohne IE kommen soll? Ich “sach” nur eins: Der Tag, an dem ich zum ersten Mal Win ganz ohne IE benutzen kann – das is wie Weihnachten für mich, oder noch besser! Da werde ich vor Freude rumhüpfen – ganz doll! :lustig:

    Mann – was hab ich den “gefressen” – diesen fiesen Nichtsnutz. Und es ist mir auch vollkommen egal, das vielleicht irgendwelche Netbook-Nutzer dann ganz ohne Browser dastehen. Die finden schon einen, der ihnen das Setup von z.B. FF auf einem USB-Stick rüberschiebt. Ich würde da auch helfen – ´n Nachbar könnte auch nachts um 3 kommen. Nur den IE, den würd er nicht kriegen – selbst wenn er leckeren Kuchen mitbringt. Sonst aber jeden Browser, den er haben will!

    Ich muß zu deinem nächsten Artikel eilen – man kommt ja zu “gaanix” mehr, wenn dich der Fleiß packt… :helm: