Schade, dass sich manche Leute nicht in Luft aufgelöst haben

Seit 20 Jahren halten die “etablierten” Parteien in Deutschland das Bewusstsein wach, dass die heutige “LINKE” und damalige “SED” sich programmatisch wie personell wenig, wenn überhaupt, voneinander unterscheiden. Die “Grünen” wurden lange Zeit ähnlich behandelt, bevor sie sich als politische Alternative durchgesetzt hatten. Oh, da ist mir doch nicht etwa ein unzulässiger Vergleich rausgerutscht? Unglaublich, so etwas!

Es gibt gerade in Ost-Deutschland viele Menschen, die die “LINKE” partout wählen. Diese Entscheidung finde ich falsch, aber ich respektiere diese. Das mag für Politprofis eine nicht gangbare Alternative sein. Die allein opportunistischen Motiven geschuldeten ständigen Mahnungen wirken jedenfalls auf mich ausgesprochen unehrlich und ignorant.

Als 1989 die SED-Diktatur gestürzt wurde, hätte niemand gedacht, dass die Staatspartei der DDR zwanzig Jahre später die Geschicke der Bundesrepublik mitbestimmen würde. Doch nach mehrfachen Metamorphosen, dubiosen Verschiebungen ihres Milliardenvermögens und dem obskuren Zusammenschluss mit westdeutschen Altlinken drängt die Partei zurück an die Macht. In welch beunruhigendem Maße es eine personelle, programmatische, organisatorische und finanzielle Kontinuität von der SED zur Partei Die LINKE gibt, dokumentiert Hubertus Knabe in gewohnter Gründlichkeit. via www.freiheit.org – Einstiegsseite RB Hamburg.


Kommentare

  1. Mario H. meint:

    Darüber, dass die CDUler von drüben einfach in der West-Union weitergemacht haben, spricht niemand – dabei haben die das System dort freundlich mitgestützt.
    Und darüber, dass die Union nach WK2 gern diverse Alt-Nazis aufgenommen hat und sich auch sonst sehr für Nazis engagiert hat und weiterhin engagiert, spricht auch keiner.

  2. JürgenHugo meint:

    Ich wähl im September die LINKE – auch wenn ich die eigentlich nich soo abkann – wen denn sonst? Angie und Guido? Oder “Blass”–meier und Hartz-Münte?

    Ne, ne – lieber die “bösen” Linken als diese “guten” Etablierten… :zigarette: :bombe:

  3. Horst meint:

    @Mario H: Darüber spricht man schon. Scheinbar scheint es aber keiner zu hören oder vielleicht hören zu wollen. Was die Nazis in Deutschland angeht kann ich nur sagen, dass dieses Thema in Deutschland anders behandelt wird. Irgendwie sind die Deutschen auf dem rechten Auge ein bisschen kurzsichtig. Auch heute noch. Linke Autonome werden von der rechten Presse anders “gewürdigt”, als die zunehmende Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppen. Jedenfalls nehme ich das so wahr.

  4. Horst meint:

    @Jürgen: Vielleicht wähle ich mal die Grünen. Habe ich bisher noch nicht getan. Die LINKE ist mir nicht geheuer – aber nicht wegen ihrer “Vergangenheit”, sondern wegen ihrer heutigen politischen Aussagen.