Der Vorwurf klang massiv: Barack Obamas Iran-Strategie, erboste sich der bekannte neokonservative Publizist Robert Kagan, «platziert ihn objektiv auf die Seite der Regierungsbemühungen, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren». In anderen Worten: Der demokratische Präsident lasse die iranische Opposition über die Klinge springen, um möglichst bald Gespräche mit dem Regime in Teheran aufnehmen zu können.
(Quelle: Basler Zeitung, 18.6.2009)
Mit diesem Vorbehalt, der sich nach Obamas schärferem Ton von gestern etwas relativiert hat, habe ich ein Problem. Und zwar deshalb, weil Obamas erste Einlassungen zu den Vorgängen im Iran wohl auf der Tatsache basierten, dass Mussawi, nicht anders als Ahmadinedschad, “ein Kind des Mullah-Regimes” ist. Dass er an der Spitze der Opposition steht, ist also insofern vielleicht nicht so verheißungsvoll, wie dies vielleicht auf den ersten Blick wirken mochte.
Ob die große Opposition, die nun offenkundig ist und die durch den offensichtlichen Wahlbetrug eine große Eigendynamik entwickelt hat, sich mit den ursprünglichen Vorstellungen Mussawis in Einklang bringen lassen, hätte sich erweisen müssen. Insofern verstehe ich Obamas Zurückhaltung schon und würde ihm diese nicht in der Form anlasten, wie es teilweise derzeit geschieht.
Die Unruhen in der iranischen Hauptstadt waren schlimmer als bisher angenommen: CNN meldete mindestens 19 Tote; das Staatsfernsehen spricht von weniger Opfern. Laut Online-Quellen sollen die Proteste heute weitergehen.
(Quelle: Basler Zeitung, 21.6.2009 (CNN Video))












Der Obama is eben auch nur ´n Ami. Und die sehen vieles eben anderes als “normale” Leute… :helm:
OT: bald hab ich 500! Der wird aber garantiert ganz OT!
Wie die Amis sind anders als “normale” Leute. Komischer Standpunkt. Bei Bush hätte ich dir zugestimmt. Aber generell? Aus diesem Grunde sehe ich mich gezwungen, deinen 500. Kommentar zu blocken. So. Du glaubst wohl, hier herrscht Meinungsfreiheit? :zaehne:
Das is der 500. block mal schön… :helm: