Die Berliner schimpfen verständlicherweise über die Verzögerungen, die ihnen ihre S-Bahn zumutet. Verantwortlich ist wieder mal die Bahn. Ärgerlich, dass der kleine Vorstandsvorsitzende, dem man derweil bestimmt wieder gerne eins mitgegeben hätte, heute nicht mehr zur Verfügung steht.
Im Tagesspiegel schreibt Jürgen Dittberner unter dem Titel “Schluss mit lustig” einen pointierten Artikel über die Dinge, die die Berliner nach seiner Meinung umtreiben.
Nun aber quietscht es – zunächst „nur“ bei der S-Bahn. Dieses Symbol für die Verbundenheit der Region Berlins mit Brandenburg schafft es nur noch, den innerstädtischen Ring zu bedienen und die Berliner Bahnhöfe Südkreuz und Gesundbrunnen zu verbinden. (Quelle: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Berlin-Landespolitik;art141,2852762)
Am Ende des Artikels steht, dass Herr Dittberner Politikwissenschaftler und FDP-Mitglied ist. Das finde ich gut. Da weiß man doch gleich, woran man ist. Natürlich wird es viele Menschen geben, denen Herr Dittberner aus der Seele geschrieben hat. Aber war es nicht die FDP, die jahrzehntelang alles daran gesetzt hat, dass alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen war, privatisiert wird? Das war bei der Bahn nicht anders. Die vielen Mängel, die heute im Vergleich zur früher einmal pünktlichen und zuverlässigen Bundesbahn, am laufenden Band konstatiert werden müssen, sind ein Beleg dafür, wohin die Privatisierung führen kann. Ich sage bewusst, führen kann.
Bestimmt gibt es gute Beispiele, gelungene Privatisierungsmaßnahmen, die von deren Befürwortern ins Feld geführt werden können. Aber die Bahn ist kein positives Beispiel. Neben den schon beklagten Verspätungen sind die Sicherheitsmängel, die in den letzten Jahren immer wieder offenkundig wurden, die Folge eines radikalen Personalabbaus. Kosteneinsparungen in solchen Größenordnungen bleiben eben nicht ohne Konsequenzen. An den Zusammenhang zwischen penetranten FDP-Forderungen und diesen Ereignissen sollte man zumindest erinnert haben. Dittberner spricht davon in seinem Artikel nämlich mit keiner Silbe.
Foto von Teufelchen22 @ Pixelio.de













Hast du heute Aufputschmittel genommen – oder mit einer jungen Sekretärin…? Für Montags bist du ja unheimlich aktiv!
Aber zum Thema: Beamte können Schrott machen – und Private können Schrott machen – beides is schon passiert. Was besser gewesen wäre – das weiß man immer erst hinterher.
Nimm mal die Post: vor 40 Jahren durfte man einen Antrag für ein Telefon stellen – 1998 is das bei mir in 4 Tagen gelegt worden. Und heute warte ich schon 3 Wochen auf meinen neuen Router und die Freischaltung für 16000. Da hört man gaanix von. Morgen ruf ich an und tu schimpfen – bringen wird das nix…
Mal so – mal so…
Mir is aber was aufgefallen bei deinem Blog: bevor die Seite “steht” is ganz kurz fast alles ganz blau – dann geht das wieder weg und ist normal. Hmm.
Privatisierung ist die eine Sache, natürlich muss man aber auch für Wettbewerb sorgen, wenn das wirklich zu einem positiven Ergebnis führen soll und das fehlt doch bei der Bahn vielfach. Es geht doch den Befürwortern von Privatisierung nicht in erster Linie darum, dass der Staat sich unbedingt aus den betreffenden Geschäftsfeldern zurückzieht, als vielmehr darum, Stillstand bedeutende Monopole zu brechen.
Und nebenbei bemerkt: Die Bundesbahn in eine AG umbenennen, aber sämtliche Aktien in Staatsbesitz zu belassen, das gilt wohl nur in Deutschland bereits als “Privatisierung”.
Obwohl das so ist, gelten die Regeln freier Märkte. Die Bahn hat gespart was das Zeug hält. Das wiederum hat zu den Mängeln geführt, die nun von den S-Bahnnutzern in Berlin ausgebadet werden dürfen.
Außerdem kaufe ich nicht dein Argument, dass es um die Aufhebung von Monopolen ginge. Es geht darum, Kosten zu senken, was natürlich an sich nichts Negatives ist. Aber die Negierung der von mir geschilderten Zusammenhänge ist typisch und deshalb sehr ärgerlich, weil ich (offenbar vergeblich) gehofft hatte, dass die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer gewissen Umbesinnung führen würden. Aber natürlich läuft alles so weiter wie bisher. Noch schlimmer wird es, wenn die FDP die SPD ablöst und die “bürgerliche Koalition” ihren “Job” tut. Die Frage bleibt dabei natürlich ím Raum, für wen es schlimmer wird. Für die Leute, die von abhängiger Arbeit leben müssen. Die neue Regierung wird der Wirtschaft auf den Leim gehen und deren Geschäft (wie die Jahre unter Adenauer, Erhardt, Kiesinger und Kohl erlebt) betreiben. Leider hat die SPD jeden Kredit in der Bevölkerung verspielt, weil sie die Politik von Gerhard Schröder “mitgemacht” hat. Dass sie sich heute nicht klar einlässt zu den Problemen, die es zu bewältigen gilt, ist eine schlimme Erkenntnis (für mich und andere ehemalige SPD-Wähler). Für mich ist die LINKE keine Alternative zur SPD. Aber die neue Koalition werde ich aus naheliegenden Gründen ebenfalls nicht wählen. Vielleicht gebe ich meine Stimme am Ende doch noch den Piraten – Tauss hin oder her.
“Vielleicht gebe ich meine Stimme am Ende doch noch den Piraten – Tauss hin oder her.”
Dann MUSS aber ein Dödel mit ´ner Augenklappe her – das is dann Pflicht! :verklaert: :helm:
Ich begebe mich mal auf die Suche – am Wochenende :boing:
Hilfsweise könntest du doch das da mit der roten Kappe? hinter “Wochenende” nehmen – die Piraten sind doch auch noch ein bißchen blass…= :geist:
Wenn du natürlich am Weekend noch ein schöneres findest, dann mußt du mir das gleich irgendwie mitteilen, damit ich das jaaanicht übersehe! Das könnte nämlich einer meiner Lieblings-Dödel werden – ob du jetzt die Piraten wählst oder nich…
Mir gefällt einfach die Idee mit der Augenklappe – und das du dich mal in der Woche meldest, gefällt mir auch! Wahrscheinlich hat dein Chef dich eben doch nicht in den “Müffel-Keller” versetzt – sonst hätt´ste sicher schlechtere Laune… :pfeifen: