Keine Ahnung, wie die Rechtslage diesbezüglich aussieht bzw., ob sich die Hamburger Meinung da durchsetzt (s. unten). Es hat sich in Recklinghausen ein Fall ereignet, der sich in dieser Hinsicht noch als interessant erweisen könnte.
Es hatte einmal wieder eine Amokdrohung im Internet gegeben, weshalb ein SEK (Spezialeinsatzkommando) die Wohnung eines 38jährigen stürmte. Dabei ging einiges kaputt und der Mann fordert deshalb von der Polizei Schadensersatz.
Die Polizei hatte den vermeintlichen Amokläufer durch die IP seines Computers ermittelt (was ja bald häufiger passieren wird
) und umgehend gehandelt. Das Problem war allerdings, dass sich der Nachbar in das unverschlüsselte W-LAN eingeklinkt hatte. Der war in Wahrheit also der vermeintliche Amokläufer.
Die Polizei argumentiert gegen die Schadensersatzforderung, da der 38jährige seinen Anspruch zum Teil verwirkt habe, in dem er sein W-LAN ungesichert betrieben habe.
Ob denn Frau Zensurula den Fall kennt und ob er ihr zu Denken gäbe? Gibt es eigentlich Zahlen darüber, wie viele solcher ungeschützten W-LANs auch heute noch in dieser Republik im Einsatz sind?
Ein Zugangsinhaber, dessen ungesichertes Wireless LAN von anderen Benutzern rechtswidrig benutzt wird, haftet nach einem Urteil des Hamburger Landgerichts – aber noch nicht höchstrichterlicher Rechtsprechung – als Mitstörer (LG Hamburg, Urt. v. 27. Juni 2006 – Az.: 308 O 407/06). Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main verneint diese Haftung jedoch in einem entsprechenden Fall (OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 1. Juli 2008, Aktenzeichen 11 U 52/07).[7] Nach Auffassung des Landgerichts Hamburg[8] ist eine Verschlüsselung verbindlich, weil sie eine Vorsorge vor ungesetzlichem Missbrauch des Funknetzes durch Dritte sicherstellt. Sollte der Betreiber eines Funknetzes fachlich nicht in der Lage sein, die Vorsorgemaßnahmen auszuführen, bestünde für ihn die zumutbare Pflicht, jemand mit entsprechenden Kenntnissen zu beauftragen, die Vorsorgemaßnahmen auszuführen. Führt der Betreiber diese Vorsorgemaßnahme (und alle weiteren gemäß der technischen Sachlage) nicht aus, sei er in einem bestimmten Umfang für die Schäden haftbar, die Dritten durch den ungesetzlichen Missbrauch seines Funknetzes entstanden sind.[9] (Quelle: Wikipedia, 25.07.09)
Linke Blogger ganz unbeteiligt. Und/oder unsolidarisch?!








@Aktiv-Horst:
Weil du heute so aktiv bist – ich komm ja kaum zum Schnaufen… :boing:
Zum Thema. Ich hab WPA2 mit Pre-shared-Key, ein kompliziertes Password, SSID ist ein Kunstwort, das nicht auf mich hindeutet – und der Router ist auch mit was “kompliziertem” abgesichert. Da müßte einer schon ´ne Menge “Zeuch” einsetzen, um das zu knacken… :helm:
Und das macht der sicher lieber bei einem Nachbarn – die sind nicht alle ganz so sicher. Mit dem entsprechenden Tool kann ich das ja sehen…Einer ist sogar ganz offen – so´n “Dummdödel”!
Ich stelle, auch im Hotel, immer wieder fest, dass Leute in der Umgebung mit ungeschützten W-LANs hantieren. Auch hier zu Hause sind 4-5 vorhanden, von denen allerdings die meisten geschützt sind. Nur einer, der hat es noch nicht gerafft. Übrigens habe ich gehört, dass ungeschützte W-LANs auch dem, der sich einklingt, einigen Ärger einbringen kann. Sie (die ungeschützten W-LANs) werden auch alle Falle genutzt. Weißt du da mehr? Im Urlaub (in Holland) habe ich mich nämlich mit einem schlechten Gefühl einfach in ein ungeschützes W-LAN eingeklinkt. Hat aber gut funktioniert und bisher (das war vor einem Jahr) ist auch nix nachgekommen… :geist:
Die Rechtslage ist klar: sich einklinken ist verboten und strafbar – frag mich aber nich nach dem §. Selbst schnelles googeln hat mir den jetzt nich gebracht – und ich bin da relativ listig.
DU mußt also ein schlechtes Gewissen haben – ich hätte keins…
Im Endeffekt gilt wie so oft das 11. Gebot:
Du darfst dich nicht erwischen lassen! :boing:
Mal wieder was OT:
Mach mal ne Pause, lehn dich zurück – und hör dir schöne Musik an! Vielleicht die Frau Werner? Trink ´n Käffchen dazu! :kaffee:
Ich mach das jetzt auch – mit mehreren “Florentinischen Nächten”! So. :pfeifen:
Ich bastle schon am nächsten Beitrag. Bloggen ist sooo schön.
Käffchen kannste aber trotzdem trinken! :kaffee:
Jaja – “Bloggen ist sooo schön” – manchmal auch schön teuer… :boing: Hach, was bin ich für ein “fieser” Mensch…
Der Kaffee war gut, das Plätzchen auch. Was will man mehr? :kaffee: :beer:
Ooch – da könnt ich mir schon was vorstellen – auch mit 58 noch…