Endlich kenne ich den Grund dafür, dass aus mir nichts geworden ist. Bei Spiegel Online wurde ich fündig. Dort ging ein Redakteur der Frage nach, was eigentlich notwendig ist, um als Manager zum Millionär zu werden. Der Montblanc-Kugelschreiber macht es nicht (schade, ich hab’ einen).
Dass Papa abends am Küchentisch sitzt und vor sich hin weinte, weil er uns aus chronischem Geldmangel keine Ritterburg, kein Fahrrad, keinen Puppenwagen kaufen konnte – das war es auch nicht. Bei uns gab es nie teure Geschenke, auch nicht jeden Tag Fleisch auf dem Tisch. Mein Vater war Gärtner. Gemüse gab es immer, und ausgerechnet das mochte ich nun gar nicht.
“Wer nur eine glückliche Kindheit hatte, aus dem wird nix.”
Dorothee Echter, renommierter Top-Management-Coach
Anmerkung der Red.: Ist Dorothee auch ein Männername?
Das durchzuckte mich gerade wie ein Blitz. Klar! Dass ich das nicht längst in einen Zusammenhang gebracht habe. Unsere Kindheit war glücklich. Vielleicht zu glücklich? Aber für diese glückliche Kindheit sind nicht nur meine Schwester und ich unseren Eltern dankbar, auch meine Frau und mein Schwager haben übereinstimmende Erfahrungen gemacht. Glückliche Kinder. Ja, die waren wir!
Und auch der kleine Lottogewinn, den einer von uns hatte und der leider auch schon Jahre zurückliegt, hatte zum Glück keine negativen Wirkungen auf unsere Herzensbildung. Wir sind alle 4 jahrzehntelang in unseren Berufen tätig und boxen uns durch. Es wird nicht einfacher. Darin sind wir uns einig — übrigens auch mit unseren Freunden und Bekannten.
Wir halten uns wacker in diesen miesen Zeiten, in denen einige der Manager (die wohl u.a. auch mit Killerinstinkten ausgestattet sind) auch gern ein zusätzliche paar Euros für die Leistung kassieren, Leute wie uns, auch sehr gern über 50, ins berufliche Nirwana zu entsenden. Wir waren glückliche Kinder und können uns scheinbar nicht zu denen zählen, die im Beruf zu den Bestenbezahlten zählen.
Den Artikel zu lesen war ein Glücksfall für mich. Den darin beschriebenen Karrieristen will ich (heute mit 55 schon mal gar nicht) nicht nacheifern. Im Prinzip bedaure ich sie sogar! Das einzig Blöde daran ist, dass ich weiß, dass diese Welt so tickt und dass sie sich in dieser Beziehung immer krasser, immer schlimmer weiterentwickelt.
“Wollte in ein Umfeld, in dem nur Leistung zählt”
Widerspruch Frau Super Trouper Managerin von eigenen Gnaden: Ich möchte ein Umfeld, in dem meine Kolleginnen, meine Kollegen und ich -wir Menschen- zählen und nicht eine Begrifflichkeit wie Leistung, die von anderen beliebig und frei bestimmbar ist.
Ich habe noch einen Nachtrag bzw. die Feststellung nachzureichen, was mir im Sinne des schon Geschriebenen außerdem noch fehlt: Das Arschlochgen. Stell ich immer wieder fest. Auch gerade eben.
Foto von Foto von Stephanie Hofschlaeger @ Pixelio.de
Das Internet fördert das Denunziantentum in immer stärkerem Maße
Sind die öffentlichen Stellungnahmen zum Streit Schröder/Schwarzer ein Beweis für gesellschaftlichen Umbruch?








Du hast ja recht – und ich hab wieder/noch was OT – schäm ich mich ja fast für.
Ich hab´s nämlich doch noch geschafft, mit itunes die CD in der “richtigen” Reihenfolge zu brennen. Allerdings heißt der Titel der CD nicht “Comedian Harmonists” sondern “Neue Wiedergabeliste”… Ich weiß aber wo dran das liegt – allerdings erst nachher. Ich hätte das eingeben müssen.
Soweit wäre also alles in Ordnung – aaber: itunes hat die CD importiert, auch in den Ordner wo ich wollte, aber nicht 1:1, sondern in .m4a (AAC) Und das ist komprimiert.
Die 1:1 Dateigröße ist 538 MB , das was itunes dann abgespeichert hat sind aber nur 74,2 MB. Hast du das auch so gemacht? Oder kann man da was einstellen? Ich find das alles furchtbar unübersichtlich.
Hilf mir bitte noch mal – ich probier jetzt doch weiter, das lässt mir keine Ruhe. Danke
Oh Mann oder Frau, soll ich meine Studium abbrechen?
Nein, werde ich nicht machen – denn einen Abschluss braucht jeder
Aber ehrlich, wenn ich meine Kommilitonen so erlebe, wie Geil die auf Karriere, Macht und Geld sind, ohne Rücksicht auf Verluste an Mitmenschen, dann bekomme ich Angst, was da noch so auf uns (und mich) zukommt.
Hey, ich bin ein Mensch und keine Maschine. Klar will man erfolgreich sein, aber was hab man von einer 80 Stunden-Woche, wenn man sich selbst als Mensch und auch Andere vergisst. Nein, die Karriere-Geilheit ist nichts für mich!
Mir sagte ein Osteuropäer: “Ihr deutschen Lebt um zu Arbeiten, alle Anderen auf dieser Welt – Arbeiten um zu Leben!” Tja, dann bin ich kein Deutscher
Aber das meine Einstellung zum Menschen, und auch mal 5 grade sein lassen, bebürdet in meiner glücklichen Kindheit ist – darauf wäre ich nie gekommen :verklaert:
Anderseits würde eine These von mir stimmen, damit wäre ich fast von der Hochschule geflogen: “Ein Teil von Manager und Führungskräfte sind sadistisch veranlagt, weil sie ihre Kindheit verarbeiten müssen!” Das hab ich noch humorvoll gemeint :wolken:
Ach ja, dass Arschlochgen fehlt mir auch – vermisse ich es? NÖÖÖÖÖÖÖ…
Natürlich wollen wir erfolgreich sein. Da gibt es nicht viele, die das ausdrücklich ablehnen. Leistungsbereitschaft wird gefordert. Nur von wem? Von denen, die einen ausbeuten wollen, lasse ich mich nicht mehr antreiben! Aus purem Missmut über das, was in den letzten 2 Jahrzehnten passiert ist. Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, wie man sich aus der Mühle befreien könnte. Aber ich arbeite daran und wenn der Leidensdruck erstmal groß genug ist, kommt man auch zu den richtigen Schlüssen.
“Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, wie man sich aus der Mühle befreien könnte”
Da gibts nur 3 Wege:
dicker Lottogewinn – noch dickere Erbschaft – oder reich heiraten…
Bei mir käm ja auch das letzte in Frage – ich bin ja nich…
Allerdings hab ich noch keine Frau gefunden, die 25 Jahre weniger hat als ich – und dafür 25 Mio. “Eu” mehr
Aber ich will ehrlich sein – bei 25 Mio. könnt die auch gleich alt sein… :pfeifen:
Ich hätte auch gern 25Mio!!!!!!!!!!
ROFL!!
Aber das glückliche Kinder keine Manager werden können glaube ich nicht!!!
Den was ist später im Leben der Unterschied ob man früher glücklich war oder nicht?????
Die 25 Mio. nähme ich auch an. Vielleicht wären wir beide dann, Willi, die viel beschworene Ausnahme von der Regel
Wenn ich 25 Mio. hätte, würd ich mir so einen wie den Caschy engagieren – damit der Vista bzw. Win 7 so einrichtet, wie ich das will! Der dürfte den ganzen Tag nix anderes machen, als im Net Infos einholen, wie man die “Redmonder” austricksen kann.
DANN würde ich mir die Zeit nehmen, mich in Linux einzuarbeiten!
@blogZicke:
“DANN würde ich mir die Zeit nehmen, mich in Linux einzuarbeiten!”
Das könnt ich ja auch machen – um Windows kümmert sich dann ja mein “Knecht”!