Zwar sagen Namen wie Thomas Knüwer, Rainer Meyer alias Don Alphonso, Stefan Niggemeier oder Robert Basic bis jetzt nur denen etwas, die sich regelmäßig in den Online-Gefilden tummeln. (Quelle)
Klar, die kenne ich! Allerdings lese ich sie (wie vermutlich viele andere Bloggerinnen und Blogger) nicht regelmäßig. Die sind mir zu anstrengend. Außerdem nehmen sie sich mitunter schon arg wichtig.
Andere Medien zum Thema:
Spiegel, Meedia, Dnews
Meine Sympathie gehört nicht denen, die sich gegen die traditionelle Journaille in Position bringen. Nicht, dass die Protagonisten des Bürgerjournalismus (verstehen sie sich so?) handwerklich nicht viel zu bieten hätten und den “Journalisten der alten Schule” in dieser Beziehung ohne weiteres das Wasser reichen können. Ich sehe, dass die anderen um ihre nackte Existenz kämpfen.
In den neuen Darbietungsformen liegen eben nicht nur Chancen, die von den Verfechtern der traditionellen Medien übersehen oder verkannt würden. Die Entwicklung gefährdet vielmehr nicht bloß die Menschen, die in den relevanten Berufen arbeiten, sondern den gesamten Wirtschaftszweig. Damit ist die Grundlage einer ganzen Industrie infrage gestellt. Aber — wen schert das schon, wenn es um die “Freiheit” geht?
Deshalb denkt Mathias Döpfner, Springer, darüber nach, wie man die kostenlosen Angebote des Internets kommerziell nutzbar machen könnte. Er experimentiert. Überzeugend ist es nicht, was man über die Pläne liest. Ihn, den Lenker des Springer-Konzerns, wird das wenig jucken. Seine Existenz ist nicht unmittelbar bedroht. Viele Journalisten werden das aber inzwischen vielleicht etwas anders sehen. Ganz interessant ist übrigens in diesem Zusammenhang, dass das Interview mit Döpfner nur zahlende Abonnenten der FAS (Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung) lesen können. Bezeichnend ist, dass man das komplette (?) Interview auch heute schon und auch noch kostenlos lesen kann. Wie man das wohl in diesem Kontext deuten mag?
Hier noch der Beitrag des schweizerischen Journalisten Frank A. Meyer, der zum Thema etwas in Blick.ch geschrieben hat und dafür (was sonst) bittere Häme kassiert hat. Die Jünger des Internets wissen es natürlich besser. Wie könnte das auch anders sein? Da wird, mit der üblich überheblichen Attitüde erklärt, was ein Retweet ist. Alte Säcke wie dieser Herr Meyer wissen so etwas natürlich nicht. Sonst würden sie ja auch nicht so einen Blödsinn schreiben, wie der, über den sich der Autor und seine Retweeter aufspulen.
Update: In diesem Zusammenhang ist dieser Fall auch ganz interessant.













