Der deutsche Überfall auf Polen, heute um 22:45 Uhr in der ARD

Dieser Beitrag heute Abend in der ARD ist mir eine dicke Empfehlung wert. Ich finde es angesichts der Programmalternativen in diesem Sommer bedauerlich, dass eine so wichtige Dokumentation doch erst verhältnismäßig spät gezeigt wird.

Der Überfall

Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen Polen; 36 Tage sollten die Kämpfe dauern. Oft wird dieser Überfall als der Beginn des Zweiten Weltkriegs nur am Rande erwähnt. Der NDR nimmt den 70. Jahrestag zum Anlass für eine ausführliche Dokumentation. Im Zentrum stehen dabei nicht Militärgeschichte, Strategien oder Analysen, sondern das Erleben der Menschen auf beiden Seiten, Soldaten und Zivilisten. Ein in jeder Hinsicht bewegender Film, denn die Erinnerungen könnten nicht unterschiedlicher sein: größtes Leid auf der einen Seite, Gleichgültigkeit oder aber Siegesfreude auf der anderen. Zwei Thesen verfolgt die Dokumentation: Sie zeigt, dass schon dieser Krieg gegen Polen ein planmäßiger Vernichtungskrieg war, der von Anfang an gegen die gesamte Bevölkerung gerichtet war, bei dem auch Zivilisten von Wehrmachtssoldaten gezielt getötet wurden. Und sie zeigt, dass Polen von seinen Verbündeten Frankreich und Großbritannien im Stich gelassen wurde. Authentizität steht im Vordergrund; auf nachgespielte Szenen wird verzichtet. Wissenschaftlich unterstützt wurde die Arbeit an der Dokumentation von Dr. Jochen Böhler, Historiker am Deutschen Historischen Institut in Warschau und Autor des Begleitbuchs zum Film.
(Quelle)


Kommentare

  1. Dr. Enno Eimers meint:

    Schlecht, da einseitig. Die im Bundesarchiv dokumentierten rund 5800 im Sommer 1939 in Polen und das nicht nur in Bromberg ermordeten Deutschen haben keine Stimme. Dass die Reaktion der Deutschen auf den Kriegsbeginn Gleichgültigkeit oder Siegesfreunde war, widerspricht unzähligen Berichten von Zeitzeugen. Richtig wird auf Wielun eingegangen, aber dass Wielun ein Garnisonsort der polnischen Armee war, bleibt unerwähnt. Es ist von 5 Millionen polnischen Opfern die Rede, obgleich das IPN in Warschau, das die kommunistische Legende von 1946 in Frage stellt, bisher 1,5 Millionen polnische Opfer verzeichnet hat. Insgesamt schlecht, da eine solche Pseudo-Doku nur als Hilfestellung für die Rechtsradikalen dienlich ist.

  2. Horst meint:

    Die im Bundesarchiv dokumentierten rund 5800 im Sommer 1939 in Polen und das nicht nur in Bromberg ermordeten Deutschen haben keine Stimme.

    Vor dem Kriegsbeginn wurden also 5.800 Deutsche ermordet? Quelle bitte! Außerdem ging es um den Kriegsbeginn, der von deutscher Seite und nicht von polnischer Seite ausging. Die zahllosen Opfer des Stalinismus sind, obwohl sie fälschlicherweise den Nazis zugeschrieben wurden, übrigens in diesem Kontext vielleicht “übersehen” worden. Diese Fakten haben auch nur mittelbar mit dem Inhalt der Doku zu tun gehabt. Außerdem sind sie der Öffentlichkeit wohl auch bekannt.

  3. Heinz Pütter meint:

    Gesellschaft und Bewußtseinswandel.
    Ich möchte mich nicht groß dazu äußern, doch bei all dem Leid und Elend was dieser Krieg hervorgebracht hat haben wir eins gelernt, nie wieder solch ein System der Nationalisten, wir haben jetzt in Europa Frieden und hoffe er wird in der ganzen Welt irgendwann zur realisieren sein. All die Probleme der Menschheit können nicht durch Regierungsaktionen oder politische Maßnahmen gelöst werden. Die notwendige Veränderung kann nur in den Herzen der Menschen vorgenommen werden. Die einzige Lösung ist die höchste Wahrheit: Es existiert im Universum nichts, das von irgend etwas anderem getrennt ist. Alles ist zutiefst miteinander verbunden, unwiderruflich wechselseitig voneinander abhängig, interaktiv, eingewoben in den Stoff allen Lebens. Alles Regieren, alle Politik, muss auf diese Wahrheit gegründet sein. Alle Gesetze müssen darin verwurzelt sein. Dies ist die künftige Hoffnung für die Menschheit; die einzige Hoffnung für unseren Planeten. Ein Buch das die Welt verändern könnte: Gesellschaft und Bewußtseinswandel. Goldmann, München, ISBN 3-442-33612-0 Von Neale Donald Walsch Dieses Buch verlangt eine Systemänderung in allem, im Kollektivbewusstsein stattfindenden Wandel.

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