Tarantinos unerhört kluger Film

Brad Pitt

Brad Pitt

SpOn nennt den neuen Tarantino einen “unerhört klugen Film”.

Damit ist davon auszugehen, dass ich intellektuell wieder mal überfordert bin und ich deshalb erst gar nicht prüfen werde, was dieser wunderbare Regisseur wieder an Genialem abgeliefert hat. Die übliche Aneinanderreihung von Gewalt (“Inglourious Basterds”) werde ich mir einmal mehr verkneifen und halte es lieber mit einem guten Freund, der mal gesagt hat, dass er doch nicht ins Kino gehe, um sich erschrecken zu lassen.

Update: Oh, shit. Jetzt habe ich mich geoutet.

Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    @Horst:

    halte es lieber mit einem guten Freund, der mal gesagt hat, dass er doch nicht ins Kino gehe, um sich erschrecken zu lassen.

    Du bist doch “gaanich” erschreckbar! Wer´s im “Müffel-Keller” aushält, wie du – der zählt zu den ganz Harten! :helm:

    OT: Samstag abend hab´ ich den anderen Horst mal angerufen, um ihn was über CSS zu fragen – ich war ganz erstaunt, wie der geredet hat. So mit leicht südhessischem Dialekt. Hätt ich gaanich gedacht. Auch bei dir dachte ich ja erst, dein Sohn wär dran, weil ich irgendwie so´ne gaaanz tiefe Stimme erwartet hab.

    Das ist die Krux im Internet: nicht nur die “nonverbale”, auch die verbale Kommunikation bleibt ein bißchen auf der Strecke. Na – bei euch 2 “Hörsten” weiß ich das ja jetzt, wie ihr “rumdröhnt”! 8)

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  2. Andreas meint:

    Ich hatte beim neuen Tarantino auch ein schlechtes Gefühl – vor allen Dingen wegen einiger ser mäßiger Kritiken. Allerdings dauerte es nicht lange, bis ich überzeugt war. Der Film ist vielleicht nicht “klug”, aber er ist unglaublich gekonnt fotografiert. Man merkt, dass Tarantino einiges am Medium Kino liegt und dass er überdies sein Handwrk versteht.

    Zum anderen haben mir die ausufernden Dia- und Monologe ausnehmend gut gefallen. Besonders Christoph Waltz lieferte eine ganz und gar unglaubliche Vorstellung ab. Wie er den “Judenjäger” mit einer grotesken Kultiviertheit und Freundlichkeit spielte, hat mir am Anfang wirklich Angst gemacht. Auch wenn er mit den anderen Protagonisten verbal Katz und Maus spielt, ist das einfach nur klasse.

    Brad Pitt ist zwar präsent, aber gar nicht mal der wirkliche Star des Films. Das ist vielmehr das Ensemble, in dem sogar Till Schweiger aus seiner (kleinen) Rolle etwas machen kann. Das erste mal, dass er mir seit “Manta Manta” gefallen hat. Mélanie Laurent ist eine Augenweide und ihr Galan Daniel Brühl überrascht mit einer unerwartet unsymphatischen Darstellung, die er ebenso unerwartet gut auf die Reihe bekommt.

    Was Deine Bedenken angeht: Du hast Recht! Tarantino hält auch dann drauf, wenn das Blut spritzt. Das tut es explizit und durchaus brutal. Im Verhältnis zur Laufzeit des Films jedoch nur vergleichsweise kurz. Ich glaube einige der im Saal anwesenden “Boah Ey” Kandidaten, die einen neuen “Pulp Fiction” oder “From Dusk Till Dawn” erwarteten, haben sich sicher nicht zu knapp gelangweilt.

    Du wirst Dich in dem Film nicht erschrecken, eher im Sessel winden. Und das nicht wegen der Brutalität, sondern wegen der Absurdität des Geschehens, welche in der Realität sicher noch viel unverständlicher und abstoßender war.

    BTW: Vielen Dank für Deinen Blogeintrag, der mir mindestens die Hälfte meiner noch zu schreibenden Kritik aus der Tastatur gelockt hat ;-)

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