Und der Steinmeier tut so, als hätten die Sozialdemokraten am Sonntag irgend etwas geschafft. Es ist frustrierend und, das kann ich in seine Richtung und in die seiner Mitstreiter in der SPD-Führung nur so formulieren, es ist unwürdig. Und das will ich auch feststellen: Enttäuschte Wähler können flott erbitterte Gegner werden.
Müntefering wird bestimmt (nach der Wahl am 27.9.) einiges zu erklären haben. Oder vielleicht übernimmt auch Heil das. Allerdings ist das, was ich bei F!XMBR über die SPD lese ist, bei aller Kritik, die ich selbst auch an dieser Partei übe, schon starker Tobbak. Ich weiß nicht, mit wem der Autor politisch sympathisiert (wahrscheinlich ist es die LINKE), aber diese Tiraden mag ich nur mit Widerwillen lesen. Zu allem Überfluss meint der Autor seinen Beitrag mit Ironie und Sarkasmus versehen zu haben. Ich habe weder das eine noch das andere entdecken können. Aber das mag an mir liegen.
Wenn ich richtig liege, mit meiner Vermutung hinsichtlich der Parteienpräferenz des Autors, könnte er sich bald erschrocken umschauen. Die LINKE wird es jedenfalls auch nicht richten. Es fehlt nämlich, spätestens seit der Finanzkrise und ihren noch sichtbarer werdenden Folgen, vor allem an einem: am lieben Geld. Abgesehen davon kann sich der vermeintliche Heilsbringer der Partei, der gute Oskar Lafontaine, ja auch jederzeit wieder durch die Hintertür verabschieden. Darin hat er schließlich Übung und in der zweiten Reihe zu stehen liegt dem Mann ja überhaupt nicht. Nun ist Gysi kein Gegner für ihn. Das muss man konstatieren. Aber vielleicht wächst ja was nach in der sich stetig entwickelnden Partei.
Doch, man darf träumen und selbstverständlich soll man, gerade dann, wenn man sehr enttäuscht wurde, schimpfen. Das erlebt man dieser Tage ja ziemlich häufig. Ehemalige SPD-Wähler oder Sympathisanten sind eben schwer enttäuscht. Und das auch mit Recht. Die Partei hat ihre Wähler verloren. Die Parteispitze hat diese Wähler ignoriert, weil sie geglaubt hat, dass die “andere Seite” sich erkenntlich zeigen wird, wenn man ihr entgegen käme. Ich könnte das auch radikaler ausdrücken. Also, irgendwo zwischen Schröder und Steinmeier ist es passiert.
Und ich wähle die SPD trotzdem! Nicht als das kleinere Übel, sondern weil ich daran glaube, dass sie sich wieder fängt. Irgendwann jedenfalls, wenn sie endlich in der Opposition war und sich dort, in ausreichend langer Rekonvaleszenz, wiedergefunden hat. Das Gute ist, dass das heutige Personal dann trotz aller Jungbrunnen, die sich vielleicht noch auftreiben lassen, dann wirklich abgetreten ist. Das ist meine Hoffnung. Und dann, erst dann, geht es auch wieder aufwärts.












Hat die Linke inzwischen ein Parteiprogramm?
Obwohl: die SPD hat eins, das eh nix bringt…
Stadtneurotiker(Zitieren) (Antworten)
Um einen Cowboy-Vergleich anzustrengen: Du reitest das Pferd also, bis es entweder tot ist oder sich wieder aufrappelt? Die nächste Generation, also Nahles, Heil und Konsorten sind doch schon zu sehr vom “wir hätten können, wenn wir nicht die böse CDU als Partner hätten” beeinflusst.
Die heutige SPD wurschtelt seit nunmehr 11 Jahren in der Regierung mit und immer, wenn etwas die nächste Wahl beeinflussen könnte, heißt es, dass der Koalitionspartner schuld ist. Aber Hallo! Dann muss die SPD eben konsequent sein und es eben auch darauf ankommen lassen, die Koalition zu brechen und nicht mehr an der Regierung beteiligt zu sein.
Ich wähle lieber eine Partei in der Opposition, die Rückgrat beweist, als eine lahme Ente, die in alle Richtungen gackert, aber nie ein Ei legt.
Ecki(Zitieren) (Antworten)
@Stadtneurotiker: Zumindest ein Wahlprogramm gibt es – sogar auf CD:
http://die-linke.de/wahlen/positionen/
@Ecki: Genau. Die Partei gehört in die Opposition. Schon allein deshalb, weil sie sich klar darüber werden muss, ob sie weiter die Partei der Mitte (was auch immer das ist) sein will oder nicht doch die Partei
aller Menschen.der kleinen LeuteHorst(Zitieren) (Antworten)
Warum schießt die SPD sich immer selbst ins Knie? Mann – was waren das noch Zeiten, als so jemand wie Helmut Schmitt was zu sagen hatte. DAS war noch SPD – im Guten wie im Schlechten.
Heute is das gaanix mehr – klare Linie – wo is die? Und jetzt mal ein Zitat vom Ecki:
“Die heutige SPD wurschtelt seit nunmehr 11 Jahren in der Regierung mit und immer, wenn etwas die nächste Wahl beeinflussen könnte, heißt es, dass der Koalitionspartner schuld ist”
Dann haben wohl die Grünen Hartz 4 “durchgedrückt?
JürgenHugo(Zitieren) (Antworten)
Lies mal hier: http://www.querblog.de/lesetipp/ … Nachdenkseiten
Vielleicht ist da ja etwas dran :nachdenken:
Horst(Zitieren) (Antworten)