Politiker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen.
Graf Fito

Ich bin vorsichtig geworden, andere dafür (vielleicht) unvorsichtig

Arkadenhof Schloss Bedburg (c) Horst Schulte

Arkadenhof Schloss Bedburg (c) Horst Schulte

Manche (Blogger) werden sich an Brötchengate erinnern?! Trotz allem Ärger habe ich relativ früh mit dem Bloggen weitergemacht und mich insbesondere am Anfang bei Fotos abstinent verhalten. Seither benutze ich nur noch eigene Bilder oder die von Pixelio.de und Wikipedia, sofern sie lizenzfrei sind.

Mir fällt auf, dass immer mehr Blogger Fotos (viele tolle, schöne und außergewöhnliche) in ihre Beiträge integrieren. Es finden sich nur selten Hinweise darauf, dass die Bilder lizenzfrei sind bzw. woher sie stammen. Ab und an sind aber die Quellen genannt. Ob das reicht? Oder — kann man wohl davon ausgehen, dass die Urheber mit der Veröffentlichung im jeweiligen Blog einverstanden sind bzw. dieses Einverständnis dem Blogger vielleicht vorliegt? Ich denke nein. Eher wird es so sein, dass auch die heutigen modernen Themes den, ich sag mal vorsichtig, etwas nachlässigen Umgang mit dem Urheberrecht herausfordern. Die Piratenmentalität macht sich breit. Gut, das ziehe ich zurück :)   Und ich finde ja auch, dass Blogartikel durchaus mit ansprechenden Fotos aufzuwerten sind.

Vielleicht bin ich heutzutage auch nur sensibler als früher, wenn es um diese Frage geht. Ich würde anderen wirklich  gerne den Ärger und die Aufregungen ersparen, die meine Frau und ich im Zusammenhang mit den Abmahnungen erlebt haben.

Deshalb habe ich hier und da auch schon einmal ein E-Mail an die Blogger geschrieben, in denen ich höflich auf das aus meiner Sicht bestehende Risiko hingewiesen. Manche haben sich höflich bedankt und dann so weitergemacht, andere haben auch schon mal ein Foto weggenommen, weil sie vielleicht durch meinen Hinweis doch ins Nachdenken gekommen sind.

Der Fall von Trainer Baade (ausführlicher Artikel auch bei allesaussersport.de) hat zwar nix mit Urheberrechtsverletzungen zu tun, zeigt aber eben sehr gut, wie gefährlich das Bloggen in Deutschland wirklich ist. Vielleicht ist die Hoffnung in diesem Fall berechtigt, dass der Imageverlust für das Unternehmen so groß sein wird, dass man sich diese Art des Vorgehens künftig mehrmals und gut überlegt.

Kommentare

  1. blogZicke meint:

    wenn ich Bilder in meinen Blogs (psychomuell.de + su-mu.de) veröffentliche habe ich diese selber geschossen.
    Ansonsten würde ich das erwähnen, allerdings vermeide ich es eigentlich, fremde Fotos einzubinden, ansonsten nur die, die unter CC Lizenz freigegeben sind.

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  2. Horst meint:

    Ja, so halte ich es auch. Aber du kennst auch Blogs, in denen es offenbar ganz anders gehandhabt wird? Ich möchte keine Namen nennen, weil ich nicht mit dem Finger auf andere zeigen will aber du kannst meine Sorge nachvollziehen?

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  3. blogZicke meint:

    manchmal wundere ich mich auch, was einige für Fotos zeigen :pfeifen: , da könnte man schon vermuten, dass die von irgendwo her eingesammelt wurden :mist:

    aber ich kümmere mich nur um meine Blogs und Fotos, wenn mir ein Blog am Herzen liegt, würde ich auch mal per eMail nachfragen – so wie bei dir 8)

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  4. Horst meint:

    @Susanne: Hast du ja auch schon gemacht. Wir müssen eben gut aufeinander aufpassen.

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  5. Alexander meint:

    Fotos generell nur als Eigenwerke, aber auch das ist ja manchmal grenzwertig, was darauf zu sehen ist – das ist also auch kein Freibrief.

    Dazu kommt das Problem mit Bildzitaten, wie Screenshots, was auch nicht unproblematisch ist.

    Kurzum: Wer blogt, lebt gefährlich. Ist leider so. Denn wenn auch alles richtig gemacht wird, schützt einen das nicht vor unberechtigten Anschuldigungen, deren Abwehr auch ein Risiko bedeutet.

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  6. Horst meint:

    @Alexander: Schön, von dir zu hören! Ja, leider kennt man die Fälle. Sogar das eigene Passbild kann abgemahnt werden, wenn man es online stellt. Auch nicht unkritisch, wenn man ein Gebäude fotografiert, das Foto online stellt und der Architekt hat was dagegen. Eigentlich kann man sich vor diesen Dingen (jedenfalls in Deutschland) leider gar nicht schützen.

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  7. Alexander meint:

    Vielleicht ist das, was jetzt zum xten mal mit Trainer Baade passiert, ja die “Rettung”: Es wird Öffentlichkeit geschaffen und dann ist die Außenwirkung verheerend.

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  8. Horst meint:

    Die Öffentlichkeit gibt es doch bei Lichte gesehen gar nicht. Wir empören uns eine Weile und dann geht’s lustig weiter. Von mir aus auch nicht lustig. Aber solche existenziellen Gefahren blenden wir einfach aus. Was mit den Leuten passiert, die direkt betroffen sind, ist uns im Grunde doch ziemlich gleichgültig. Ich sehe das jedenfalls so.

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  9. Immer schön auf Lizenz der Bilder achten, dann passiert auch nichts schlimmes. ;)

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  10. Horst meint:

    @Nastorseriesix: Kennst du die anderen Seiten? Die, von denen ich finde, dass ihre Autoren ziemlich leichtsinnig vorgehen? Man findet sich häufiger als früher – jedenfalls nach meinen Beobachtungen.

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  11. blogZicke meint:

    @nastor

    Immer schön auf Lizenz der Bilder achten, dann passiert auch nichts schlimmes.

    das war die botschaft, nur was wenn derjenige ein geklautes bild mit einer cc lizenz vergibt- dann hat man wieder die arschkarte!

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  12. Paul meint:

    Wer unbedingt seine Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen möchte, um deren Leistungen an einem realen Fall überprüfen zu können, sollte ruhig weiter so machen und Fotos nehmen, die nicht lizenzfrei sind. Ich habe dieselbe Erfahrung/Beobachtung wie du gemacht und frage mich, ob diese Vorfälle bei den entsprechenden Bloggern nicht angekommen sind oder warum sie ihr Glück sonst so herausfordern?
    Ich greife mittlerweile auch meist auf pixelio zurück, aber auch hier wurden die Angaben geändert, die auf dem Blog eingetragen werden müssen, damit man selbst diese Fotos rechtens nutzen kann. Es ist alles echt nicht mehr so einfach.

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