Spätestens seit dem Telekom-Werbespott kennt in Deutschland wohl jeder Paul Potts. Sein “Nessun Dorma” trieb sehr vielen Menschen die Tränen in die Augen. Der Mann hat Erfolg und es sei ihm (aus vollem Herzen) vergönnt. In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger stellte Harald Biskup dem Sänger eine, wie ich fand, ziemlich komische Frage:
KStA: Wenn man Sie mit Andrea Bocelli vergleicht, ist das ein Lob oder eher eine Geringschätzung?
POTTS: Er hat eine sehr feine Stimme, und er ist sehr erfolgreich, besonders auch in Italien, was ja viel sagt. Ich denke, er macht seine Sache sehr gut.
via„Ich habe einen Traum verwirklicht“ – Kölner Stadt-Anzeiger.
Inwiefern bitteschön sollte denn bitte ein Vergleich mit Bocelli für Potts eine Geringschätzung darstellen? Ich finde diese Frage stellt eine dreiste Unverschämtheit dar. Vermutlich stört es Herrn Biskup, dass Bocelli als der Tenor gilt, der die meisten CD’s verkauft hat. Kommerzieller Erfolg und echte Kunst gehen schließlich nicht zusammen. Für manche jedenfalls. Außerdem arbeitete Bocelli, wie das übrigens auch Pavarotti das getan hat, mit namhaften Popkünstlern (Bono, Zuccero u.a.) zusammen. Das verdirbt auch heute in den Augen mancher Kritiker die “echte Kunst”.
Ich dagegen freue mich über diese Aktivitäten. Die “Drei Tenöre” haben mich an die Klassik herangeführt. Heute höre ich fast nur noch Jazz und Klassik.
3 Antworten : “Interview mit Paul Potts”














ab und an mag ich auch Klassik.
ich mag klassik sehr und vor allem opern – und muss dir ehrlich sagen, dass ich beide nicht sonderlich mag. sie haben zwar riesenerfolg, aber singen wie die drei tenöre, können sie nicht annähernd.
Bei Paul Potts stimme ich dir zu, Andrea. Allerdings finde ich Bocelli, der ja auch als der 4. Tenor bezeichnet wird, schon eine Klasse besser. Mein liebster Tenor bleibt wahrscheinlich immer Luciano Pavarotti. Schade, dass er so früh gestorben ist.