Ich freue mich nicht über Obamas Probleme

Die Bedenkenträger haben sich, mit Ausnahmen, in den vergangenen Monaten  zurückgehalten. Jetzt scheinen nach meinem Eindruck die Deiche aber zu brechen. Die Kritik an Obama wird vernehmbar lautet. Die Konservativen bekommen Oberwasser – nicht nur in den USA, auch in Deutschland. Die hämischen Kommentare mehren sich.

Dass das in den USA angesichts der Pläne Obamas, eine allgemeine Krankenversicherung einzuführen, so ist, verwundert mich weniger als die Stimmen, die, natürlich ebenfalls überwiegend in konservativen Medien, hier in Deutschland laut werden. Die “Springer-Presse”, welche Überraschung, setzt sich an die Spitze der Kritiker.

Formulierungen vom glücklosen amerikanischen Präsidenten gehen längst um. Ich fürchte, es ist schon absehbar, wie die Lichtgestalt auch von den deutschen Medien genüsslich in den nächsten Monaten demontiert wird.


Kommentare

  1. Jan Filter meint:

    Von der Sachlage mal abgesehen (über die man angesichts des deutschen Gesundheitssystems sicherlich eigens abendfüllend streiten kann) kann ich wenig Schlimmes daran finden, den unheimlichen Personenkult an einer “Lichtgestalt” endlich zu demontieren. Das hatte ja geradezu groteske Züge.

  2. Horst Schulte meint:

    Wenn es so wäre, dass Obama ein das Maß einen normalen Menschen zurückgestutzt werden sollte, wäre dagegen ja nicht viel zu sagen. Es wurde ja wirklich übertrieben. Was mich aber so ein bisschen am Grundtenor der letzten Tage stört, ist, dass nun das Pendel in die exakt andere Richtung geht. Außerdem habe ich das Gefühl, dass nicht immer objektive Kriterien angelegt werden, sondern ideologische Gegensätze die Basis für Spott und Häme sind. Das wäre deshalb schade, weil wir so viele Hoffnungsträger in unseren Zeiten nun wirklich nicht haben.

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