Schreibmaschinen waren laut und unkomfor...

@raysonbl Aber nein. Sie werden das FDP-Parteiprogramm lesen und dann das... (4 hours ago)

Schreibmaschinen waren laut und unkomfortabel

Deshalb gibt es heute kaum noch welche. Allerdings habe ich kürzlich gehört, dass es noch Schriftsteller gibt, die ihre Manuskripte partout mit Schreibmaschine erstellen. Die Pilcher war, glaube ich, diejenige welche.

Tanias Artikel übers 10-Finger-System vs. Adler-Such-System brachte mir eine kleine Episode aus der letzten Woche in Erinnerung.

Eine Kollegin fragte einen Auszubildenden, ob er sich mit Schreibmaschinen auskenne. Er zuckte mit der Schulter. Aber ich denke, er ist mit der antiquierten Technik klargekommen. Doch, es gibt tatsächlich in diesem ziemlich modernen Konzern tatsächlich noch eine Schreibmaschine. Damit werden irgendwelche Formulare für Behörden erstellt – glaub ich. Für die lohnt sich keine spezielle Softwarelösung. Nehme ich mal an.

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Meine alte Continental

Meine alte Continental

Was die wohl heute wert ist? Man kann jedenfalls noch prima drauf schreiben – ehrlich!

Andererseits sind Computer für viele Menschen, die im Büro arbeiten, auch heute noch so eine Art Ersatzschreibmaschinen. Sie tippen ihre Briefe und wissen häufig nicht, wozu Programme wie Excel, Access oder Powerpoint überhaupt vorhanden sind. Das liegt nicht zuletzt auch an den Betrieben, die nicht einmal an dieser Stelle für die Weiterbildung ihrer eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen. Bei uns finden allerdings regelmäßig interne Kurse statt und wenn Bedarf an vertiefenden Schulungen für Fortgeschrittene besteht, werden die Leute auch zu externen Seminaren geschickt. Leider ist das aber längst nicht überall so.

Da kann man froh sein, wenn man sich quasi privat für alles rund um den PC interessiert und von daher einen geübten Umgang auch mit den Standardprogrammen pflegt.

Wenn ich mir überlege, wie sehr sich der Büroalltag allein durch den Einsatz dieser Kästen im Laufe der Jahrzehnte (seit dem Beginn meiner Berufstätigkeit 1968) geändert hat. In der Anfangszeit gab es in meinem Ausbildungsbetrieb sogar noch eine Fakturenabteilung. Die bestand aus fast 10 Leuten. Dort wurde nichts anderes gemacht als Rechnungen geschrieben – mit Schreibmaschinen.

Es gab damals auch schon eine EDV-Abteilung. Der Rechner war von IBM. Er hatte das größte Büro im Hause. 20 m lang und etwa 10 m breit. Lochkarten – sag ich nur. Ich kam mal unverhofft in den Raum und es gab für einen kurzen Moment Durchzug. Die nächsten Stunden durfte ich damit verbringen, die Lochkarten neu zu sortieren. Für so was waren die Stifte damals zuständig. Da gab’s keine Diskussionen. Nach einer gewissen Zeit wurden die Leute, die in der Fakturenabteilung arbeiteten in andere Abteilungen versetzt oder entlassen. Die EDV übernahm das Schreiben der Rechnungen. Dazu erfolgte die automatische Verbuchung. So fing das damals an. Bis dann die ersten PC’s in den Büros einzogen dauerte es noch viele Jahre.



Horst Schulte - 2004 hab ich mir gedacht, ich versuche es auch mal mit dem Bloggen. Ziemlich schnell hat sich daraus ein richtiges Hobby mit einigem Engagement entwickelt. Die Themen, die mich besonders interessieren, sind Politik, Gesellschaft, Medien und Musik. Ich begrüße dich herzlich hier im Querblog und würde mich sehr freuen, wenn du mir deine Meinung zu dem einen oder anderen Artikel durch deinen Kommentar mitteilen würdest. Herzlichen Dank und viel Spaß.

3 Kommentare


  1. CeKaDo
    Okt 12, 2009
    1

    Ich mußte bei meiner Abschlußprüfung in einer Bundesverwaltung im Jahre 1979 noch 200 Anschläge/Minute auf einer Schreibmaschine nachweisen. Und 80 Silben/Minute Stenographie ebenso. Dabei haben wir in unserem Jahrgang die Ausbildungsverordnung ein wenig ausgetrickst, weil die noch nichts von elektrischen Schreibmaschinen wußte. So ist uns wenigstens das mechanische Schreiben ersprart geblieben.

    Lochkarten kenne ich auch noch. Danach kamen OCR-Belege, die von einem zentralen Schreibbüro, der Kanzlei, auf besonderen Schreibmaschinen verfasst wurden.

    Dabei erledigen wir heute mit Computern Arbeiten, die wir ohne sie nicht hätten. :teufel:


  2. Crazy Girl
    Okt 13, 2009
    2

    Ich durfte/musste das ja auch mal auf solchen Maschinchen wie auf Deinem Bild lernen. Da braucht es schon ganz andere Kräfte in den Fingern, um einen Buchstaben aufs Papier zu bringen als bei den späteren Folgemodellen die elektrisch funktionierten. Ich denke heute könnte ich nicht mehr drauf schreiben und würde bei den Buchstaben, die mit dem kleinen Finger getippt werden, wohl eher loosen ;-)


  3. Andy
    Okt 13, 2009
    3

    Also ich bin da auch lnoch einer der alten Masche mit dem Suchsystem ;-)

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