Wo sind die staatlichen Ressourcen, die zur Verfügung stehen, Impfseren in der notwendigen Menge produzieren zu können? Scheinbar gibt es sie nicht. Deshalb wird uns wohl nichts weiter übrig bleiben, als die Herstellung und den Vertrieb der Pharmaindustrie zu überlassen. Vielleicht gäbe es dazu Alternativen aber derzeit offenbar nicht.

Insofern finde ich die Argumente, die bei der momentanten Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Grippeimpfungen teilweise zum Tragen kommen, wirklich skurril. Man wird doch eine Impfung nicht deshalb ablehnen, weil ein paar Pharmakonzerne damit Geld verdienen? Mir fällt dazu Prof. Lauterbachs Satz ein, den er vor einigen Tagen gesagt hat: "Das Problem ist nicht die Impfung, sondern die Grippe." Wie schwerwiegend dieses Problem eigentlich ist, weiß im Grund keiner. Aber viele tun so und das regt einen nicht nur auf, es verunsichert natürlich zusätzlich. Im "Neuen Deutschland" habe ich heute einen selten blöden Artikel gelesen, der sich wiederum in der Hauptsache daran reibt, dass Leute mit der Impfaktion Geld verdienen. Der Redakteur schlägt stattdessen vor:

Stattdessen könnten ein paar simple Maßnahmen nicht nur Grippe-, sondern auch andere Infektionskrankheiten verhindern: Gründliches Händewaschen kann das Ansteckungsrisiko nachgewiesenermaßen verringern. Und husten Sie Ihre Mitmenschen nicht an.

Quelle: 30.10.2009: Gute Geschäfte für die Pharmakonzerne (Tageszeitung Neues Deutschland) | Link

Na, ob diese schon bekannten und bestimmt auch oft angewendeten simplen Maßnahmen wirklich ausreichen und wir so die Pharmaindustrie übertölpeln können?

In dem Artikel von vorgestern wird auch immer noch auf die kritischen Wirkverstärker reflektiert. Dabei sollten inzwischen alle verstanden haben, dass auch das Serum, das den Angehörigen der Bundesregierung und der Bundeswehr verabreicht werden soll, nicht ohne Risiken ist. Der aus dem reinen Sachverhalt abgeleitete Vorwurf einer damit  bewiesenen Zweiklassenmedizin ist zwar Beleg für die Ungeschicklichkeit der handelnden Beamten, aber mehr auch nicht. Außerdem hätte es eines Beweises der realexistierenden Zweiklassenmedizin in diesem Lande überhaupt nicht mehr bedurft.

Und im Übrigen gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


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7 Antworten : “Grippeimpfung nur Futter für die Pharmaindustrie?”

  1. JürgenHugo sagt:

    Irgendwann sterben wir alle – selbst wenn wir die Superschweinegrippe jetzt doch noch überleben…Und die Einlassungen vom “Neuen Deutschland”.

    Das wurde ja wohl schon in der seligen DDR deswegen so viel gekauft, weil´s “drüben” öfter Klopapiermangel gab… :teufel:

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  2. ich denke, wenn man die Impfung selber zahlt, bekommt man auch den “besseren” Impfstoff.

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  3. JürgenHugo sagt:

    Grad hab ich was von der Schweinegrippe gefunden! Gleich hier der Link.

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  4. Wäre doch was für die Sendung mit der Maus. Atemschutzmasken basteln mit Timoschenko. Und wenn das nicht hilft, nehmen wir einfach die Haare und kleben sie uns unter die Nase. Genau. :-P

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  5. JürgenHugo sagt:

    @kiri: du hast sicher noch genug Haare dafür…Ich hab “oben” nich mehr ganz so viele wie auf dem Bildchen. Meine sind nur noch lang, aber nich viel… :potter:

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  6. Nasenhaare gehen eventuell auch. Aber du kannst ja Timodingsbums fragen, die hat genug für alle. :lachen:

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  7. JürgenHugo sagt:

    Timodingsbums? Tja, ob die/der mir welch abgibt? Aber ich hab ja eh keine Angst vor der Schweinegrippe. außerdem bin ich fantischer Stubenhocker – da ist die Ansteckungsgefahr gering.

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