Man kann an diesem Beispiel prima sehen, in welcher Welt wir leben. Die Kapitalisten führen Unternehmen in den Bankrott. Dann greift der Staat mit seinen Milliarden ein. Und nun geht alles weiter wie vorher und das, was denen, die die Macht und damit das Geld haben, im Weg steht, wird plattgemacht. Wozu braucht GM Opel? Vielleicht nur aus dem Grund, weil Opel im Gegensatz zu GM selbst eine innovative technologische Basis bereitstellt? Oder vielleicht aufgrund der wichtigen Kontakte zum europäischen Markt?
Wie lange haben sich die Verhandlungen mit Magna und Konsorten hingezogen, ohne, dass ein Vertrag unterschrieben worden ist? Nun hat GM Oberwasser. Sie ist, wenn man dem Glauben schenken darf, was man darüber so hört, gestärkt aus dem Insolvenzverfahren hervorgegangen.
Nun trauen die Amis sich wieder was zu und schieben einen Riegel vor die Lösung, die immer noch nicht unter Dach und Fach gebracht war. Die bösen Kapitalisten sind am Drücker und beschreiben schon mal den Weg in die “rosige Zukunft” Opels und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gestern Abend hörte man, der Gesamtbetriebsrat würde sich nicht mehr an die Lohnzugeständnisse gefunden fühlen, die dem Magna-Konsortium bereits gegeben wurden. Da ging es jährlich allein um 260 Mio. Euro. Darauf reagiert das GM-Management offenbar gleich mit der Drohung, dass Opel entweder saniert werde, oder es drohe die Insolvenz. Deutschland soll jedenfalls seine Kredite zurückkriegen. Immerhin.
Das Geld des amerikanischen Steuerzahlers hat General Motors “gerettet”. Mit neuem Selbstbewusstsein zeigen die Amerikanern Opel jetzt, was eine Harke ist. Und deutsche Politiker empören sich. Das können sie auf jeden Fall gut.
Foto: Unknow @ Pixelio.de
20% vs. 2,1 % oder Vorstände gegen abhängig Beschäftigte








Mittlerweile scheint mir Gutenbergs Insolvenz eine gute Alternative gewesen zu sein
Ja, vielleicht läuft alles noch darauf hinaus.
Es gibt Überkapazitäten – die müssen weg. Jeder weiß das, keiner sagt das. Das wird so weiter gehen mit GM und Opel, bis einer von denen ganz pleite ist – oder beide… :gruenerhelm:
Guckt mal auf den Link – na, hab ich zuviel gesagt?
10.000 Arbeitsplätze wollte auch Magna abbauen. Aber die Schließung von Werken macht jetzt erst einmal den Ausschlag. Die Art und Weise des GM-Managements ist echt angesagt. Sie zeigt, was sich in der Krise geändert hat. Rein gar nichts! Die Politik kann nur missmutig zuschauen.