Schon wieder eine Steinigung in Somalia

In diesem Jahr sind in Somalia auf Anordnung von Gerichten mehrere Steinigungen vorgenommen worden. Der letzte Fall, den ich hier aufgegriffen habe, war das unglaubliche Schicksal eines 13jährigen behinderten Mädchens, das von drei Männern vergewaltigt wurde und das daraufhin gesteinigt wurde.

Steinigungen sind in den Gebieten häufig, in denen die radikalislamische Al-Shabab-Miliz ihr Unwesen treibt. Offiziell distanziert sich die Regierung in Person des Übergangspräsidenten Sheik Sharif Ahmed von diesen barbarischen Taten. “Das Vorgehen hat nichts mit dem Islam zu tun”, meinte er. Schwach, sehr schwach. Wer soll ihm das abnehmen. Die Miliz soll Verbindungen zu Al-Kaida haben und kontrolliert große Teile Somalias.

Dieser Seite des Islam, in dessen Namen solche unmenschlichen Dinge nun einmal durchgeführt werden, kann ein westlich geprägter Mensch nur mit abgrundtiefer Abscheu und mit Verachtung begegnen. Das ist auch schon alles. Wir können nur zusehen und mit dem Kopf schütteln. Und man fragt sich unwillkürlich, ob unser Engagement in Afghanistan unter solchen Voraussetzungen überhaupt Sinn macht. Auch dort und in unmittelbarer Nachbarschaft, in Pakistan, gewinnen die islamistischen Terroristen trotz aller Bemühungen, immer mehr Raum. Sie gewinnen, wie man hört, sogar an Sympathien der Bevölkerung. Dass wir, die Alliierten daran nicht ganz unschuldig sind, sei nur der Ordnung halber noch erwähnt. Das kann aber nicht als Ausrede für diese Entwicklung betrachtet werden.

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