Über 300 Millionen Mitglieder soll Facebook inzwischen haben. Beeindruckend! Was ich davon habe wird mir aber wohl keiner wirklich sagen können. Auch Twitter wird wohl viele Mitglieder haben und Xing kommt auch auf 2 Mio. mit steigender Tendenz.
Ich muss mir nicht vorwerfen, dass ich einen Trend verschlafen würde. Schließlich war ich ja dabei. Die positive Erfahrung, die die junge Frau Hannah Schneider vom Kölner Stadt-Anzeiger gemacht und aufgeschrieben hat, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Das ist wohl altersbedingt. Ich sehe es so, dass “Leben 2.0” für mich persönlich auch keine Alternative darstellt. In meinem Alter finden sich –auch wenn im Artikel gegenteiliges steht – nicht so viele Leute im Web. Jedenfalls nicht bei Facebook und Twitter. Das sind doch vorwiegend ganz junge Leute und die gehen die Geschichte eben ganz anders an als ich zum Beispiel.
In unserem Städtchen gibt es ein paar Blogger. Natürlich sind auch das meistens ganz junge Leute. Wenn ich jung sage, meine ich solche, die unter oder knapp über 30 Jahre alt sind. Leute über 50 machen sich im Web nach meinem Empfinden eher rar. Auch wenn man hier und da anders liest oder hört.
Unter meinen Bekannten gibt es nicht einen Blogger. Wenn ich über Twitter oder Facebook spreche, schauen die mich an wie einen Exoten. Der bin ich durchaus auch in unserer Firma. Außer mir gibt es kaum Blogger. Ein Kollege, das weiß ich, führt ein Musikblog. Die anderen, wenn sie von meinem Hobby hören, zucken mit den Schultern. Blog? Was ist das? Vielleicht ist das Ergebnis nicht schmeichelhaft aber so erfahre ich es.
Natürlich habe ich ein Handy. Mit dem telefoniere ich. Unglaublich, nicht? Fotografieren kann es auch. Aber es macht nur beschissen schlechte Fotos. Da ist meine Spiegelreflex-Kamera deutlich überlegen. Also nehm ich die. SMS schreibe ich nicht. Die Virtuosität meiner Nichte beispielsweise werde ich nie erreichen, obwohl ich ausgesprochen schnell über die Tastatur husche. Aber natürlich ist das eine andere Technik. Manche nennen das auch Kulturtechnik. Nicht allein SMS, aber die neuen Formen der Kommunikation, zu denen eben die Social Networks zählen.
Im Grunde, ich gebe es zu, habe ich die Vorteile der neuen Techniken einfach nicht begriffen. Es interessiert mich ehrlich gesagt nicht, was einer gerade tut. Besser gesagt, wenn er meint, dass andere davon erfahren sollten, soll er sich gefälligst ein bisschen Mühe geben und einen Artikel schreiben (oder einen Kommentar von mir aus). Es mag ja interessant sein, wenn man erfährt, dass der Freund in Tel Aviv an der Schweinegrippe erkrankt und über 39 Grad Fieber hat. Aber das kann ich auch hier haben. In Köln wurden allein am Freitag über 240 Fälle registriert. Für solche Nachrichten brauche ich weder Facebook noch Twitter. Da lese ich lieber weiter im Kölner Stadt-Anzeiger.
Quasi höre ich jetzt eure Gedanken: “Diese alten Säcke begreifen es einfach nicht.”
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10 Antworten : “Was nützen mir 300 Millionen?”














Mit Facebook kann ich auch nich viel anfangen. Aaber: ich wüßt was du mit 300 Mio “Eu” machen könntest. Du könntest dir den Teller noch voller packen mit leckeren Sachen!
:ying: :winken:
Die Euros hätte ich natürlich auch gerne. Damit könnte man eine Menge tun. Ich würde dann sehen, dass ich das Geld schnell unter die Leute bringe. Sonst kommt der Staat und zockt ab. Darauf hab ich keinen Bock.
Ich “schwimme” sozusagen auch gegen Strom, im Bezug auf Facebook,Twitter und Co.!
Ich darf mich anschließen?!!!
Am Alter liegt es nicht, bin ja selber schon über 40 Jahre jung. Allerdings ist es bei mir nur Facebook, welches ich gar nicht nutze. Habe einen Account bei Twitter und mein Handy nutze ich hauptsächlich zum SMS schreiben. Die Qualität der Fotos, sind bei meinen jetzigen Handy auch nicht so gut, da hatte ich schon andere gehabt, die bessere Fotos geschossen haben.
Was allerdings stimmt, in meiner letzten Firma waren viele Jüngere und diese hatten alle sehr viel mit Facebook, oder auch den VZ Seiten zu tun. Hatte mich daraufhin sogar bei einer Seite angemeldet, weil alle Kolegen darin zu finden waren. Und jetzt wo ich nicht mehr in dieser Firma beschäftigt bin, nutze ich die Seite gar nicht mehr.
Die Entscheidung bedaure ich nicht, weil ich in der Benutzung dieser Dienste wirklich keinen Mehrwert entdecken konnte. Außerdem habe ich ja leider auch nicht so viele Freude oder Bekannte, die im Web unterwegs wären. Aber mich würde interessieren, was ihr von dem verlinkten Artikel im Kölner Stadt-Anzeige, auf den ich hier Bezug genommen hatte, haltet.
ich bin ja auch bei diesen netzwerken registriert und kann nicht sagen, dass dort nur jüngere user ihr unwesen treiben. bei facebook zum beispiel kenne ich eine ganze reihe teilnehmer, die in meinem alter oder sogar noch etwas älter sind.
beim thema blog sieht das ganze etwas anders aus. viele meine freunde und bekannten lesen zwar bei mir, können aber allgemein mit dem thema blog wenig anfangen. die denken immer, mein blog wäre der einzige im netz…
und auch twitter wird in meinem bekanntenkreis immer populärer. was aber daran liegen kann, dass ich auch mächtig “werbung” dafür gemacht habe.
@Hans: Vielleicht habe ich einfach zu wenig Geduld gehabt. Aber wenn man fast 600 Followers hat und davon nicht einen persönlich kennt… Das ist doch nicht wirklich ein gutes Zeichen. Natürlich werden sich auch Leute in unserem Alter an diese Techniken gewöhnen. Aber sind wir davon nicht noch Millionen Kilometer entfernt? Ich bin allerdings auch nicht so kommunikativ, wie diese Services das vielleicht erfordern oder voraussetzen. Vielleicht liegt es in erster Linie auch daran.
Am meisten irritieren mich die Reaktionen bei meinen zum Teil auch jüngeren Kolleginnen und Kollegen. Die kennen z.T. nicht mal die Begriffe. Manchmal fühle ich mich, wie ich schon gesagt hatte, wie ein Exot. Arbeiten wir also weiter daran :)
Ich fühl mich nicht als alten Sack, auch wenn ich schon 41 Lenze zähle. Bei Twitter und Co. bin ich registriert, wobei ich Twitter hauptsächlich dazu nutze meine Artikel zu promoten. Bei den anderen bin ich weil ich ein Herdentier bin. Nur Wikio hat mir einen echten Mehrwert gebracht durch die Aktion Wikiofreunde. So Dienste wie last.fm oder blip.fm nutze ich kaum.
@Luigi: Das Promoten von Artikeln über Twitter bringt was. Das habe ich auch direkt an den Besucherzahlen bemerkt. Aber die Nachrichtenflut habe ich einfach nicht beherrscht. Damit fühlte ich mich ein bisschen überfordert. Die “Wikiofreunde”-Idee war top! Da habe ich auch mitgemacht. Der Feed ist wirklich interessant. Durch mehr Leser ist mir die Aktion allerdings, bisher jedenfalls, noch nicht aufgefallen.
Last.fm nutze ich übrigens immer noch. Es ist schön, wenn ich in meinem Hotelzimmer über diesen Dienst “meine” Musik abspielen kann, ohne auf dem Notebook die Titel mitzuhaben. Aktiv bin ich aber auch bei last.fm nicht.