gesprochen von Christoph Lütgert (NDR) zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Ladenöffnungszeit an Sonntagen:
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Ich denke zwar, Herr Lütgert und ich sind immer noch in der Minderheit (gefühlt), aber freuen darf man sich ja wohl noch.










Die Kirchen sollen sich aus sowas raushalten! Das geht die GAANIX an! Jahrhunderte lang haben sie die “doofen” kujoniert, und jetzt geht das weiter.
Wer, wann und wo seinen Laden auf oder zu hat – das geht die Kirche(n) einen Sch******* an! Ich schätze mal, es gibt genug Leute (auch im Einzelhandel), die freiwillig am Sonntag arbeiten, wenn sie dafür eben in der Woche freihaben.
In Polen z.B. (und die sind da RICHTIG arg katholisch) – da regt sich niemand über sowas auf. Aber hier, da rennen alle möglichen Dummdödel gleich zum Gericht. Wirft ja ein bezeichnendes Licht auf deren Toleranz und Liberalität.
Auch DAS sind geistige Kleingärtner – aber gaaanz kleine! So – jetzt ist mir wohler, wo ich das mal so richtig hingeschrieben habe. Ich :winken: dir aber trotzdem.
Ich bin froh, dass sich die Kirchen der Sache angenommen haben. Es geht sie nämlich sehr wohl etwas an. Aber natürlich kann man dazu unterschiedlicher Meinung sein. Ich bin katholisch und sehe die Sache natürlich nicht nur deshalb so, wie die Kirchen das vorgetragen haben.
Zum Sachverhalt selbst verweise ich auf meinen Artikel, den ich im Beitrag verlinkt habe. Auch im Kommentar kamen meine Argumente sehr wohl zur Geltung. Die Tatsache, dass wir uns die neuen Ladenöffnungszeiten gegönnt haben, hat dazu geführt, dass die 400 Euro-Kräfte so stark zugenommen haben. Mit anderen Worten: Weil die liberalen Öffnungszeiten sich wirtschaftlich nicht lohnen, können sich die Unternehmen das eigentlich erforderliche Personal zu normalen Löhnen nicht mehr leisten. Deshalb haben sie, um den “Besucherströmen” Rechnung zu tragen, schlechtbezahlte Leute eingestellt oder die bestehenden Arbeitsverhältnisse in solche umgewandelt. Die Deutschen beschweren sich massiv über die unfreundliche Bedienung in Geschäften. Macht es da vielleicht Klick?
Außerdem gehen diese “Einsparungen” zu Lasten der Sozialkassen. Auch auf diesen Zusammenhang habe ich hingewiesen. Und als geistigen Kleingärtner betrachte ich mich nicht.
Für mich sind übrigens die immer wieder angeführten Beispiele aus anderen Ländern keine guten Argumente. Man muss nicht alles nachäffen, was andere vormachen. Ich fand die alten Ladenschlusszeiten viel besser! Und ich finde es immer ganz rührend, wenn in irgendwelchen Beiträgen Verkäuferinnen gefunden werden, die sich positiv über die neuen Ladenöffnungszeiten äußern.
Die höhere Kundenfreundlichkeit, die ich zudem bestreiten möchte, aber die viele ja so sehr schätzen, geht zu Lasten von Verkäuferinnen und Verkäufern und ist letztlich (Ausfälle für die Sozialkassen) auch auch nicht gut für unsere Sozialkassen. Viele Leute, die heute in diesen Jobs (gezwungenermaßen) tätig sind, werden später zu wenig Rente kriegen und deshalb grundversorgt werden müssen. Übrigens haben die auch für private Vorsorge, die von den Liberalen immer gefordert wird, gar nicht genug Geld übrig. Sie müssen teilweise zu Sklavenlöhnen schuften und sich dann von denen, die sie bedienen, auch noch beschimpfen lassen. So solidarisch sind wir.
Das mag ja alles stimmen – das mit den schlechten Löhnen ++. Aaber- was bitte hat das mit Religion zu tun? So richtig schlechte Arbeitsbedingungen, die hat´s wohl auch bei Stalin gegeben.
Gut, sagst du dann – DAS waren ja auch alle fiese Atheisten. Merkwürdig nur, das man des öfteren (unbestritten) lesen kann, das gerade in kirchlichen Einrichtungen die Mitarbeiterbehandlung und Bezahlung arg zu wünschen übrig lässt. Komisch, oder? Gewerkschaften werden m.W. da auch nicht gerne gesehen…
Mit dem Finger auf andere zeigen (die Kirchen) – aber selber? Sowas hab ich gerne! Es gibt doch so einen schönen Spruch in der Bibel, du mußt den ja kennen. Mit dem Splitter im Auge des anderen und dem Balken im eigenen…
Wenn, dann ist das ein gesellschaftliches Problem – und kein kirchliches.Auf die Gefahr hin, das du mir das übel nimmst: gerade die katholische Kirche hat in den letzten Jahrhunderten soviel Schlimmes verbrochen (Inquisition, die Indianer in Südamerika
bekehrenausrotten, Hexenverbrennungen und und…) – die hat für mich jedes, aber auch jedes Recht verloren, in Bezug auf “Menschenbehandlung” Maßstäbe zu setzen.Die einzelnen Priester, die ich kenne – die sind schon in Ordnung. Aber die Institution…Ach was reg ich mich denn auf – letztendlich werden die katholischen Pfarrer die Brötchen auch essen, die ihre Haushälterin am Sonntag kauft…
400 Euro-Jobs abschaffen.
Ich habe nicht behauptet, dass diese Dinge etwas mit Religion zu tun hätten, sondern mich lediglich darüber gefreut, dass die Kirchen sich des Themas angenommen haben. Andere gesellschaftliche Gruppen sind mit ihren Ansichten gescheitert (s. die Gewerkschaften
Jürgen: Du erinnerst dich. Wir haben auch viel schlimmes verbrochen. Wir Deutsche, die heute im historischen Kontext scheinbar etwas völlig anderes sind als die Nazis. So darf man sich nicht belügen. Ich esse übrigens auch Sonntagsbrötchen. Da kenne ich auch nix. Aber ich könnte darauf auch verzichten. Außerdem drehen wir uns bei dieser Diskussion ja stets im Kreis. Die Mehrheit der Deutschen ist für die neuen Ladenöffnungszeiten. Ich gehöre, das weiß ich, eindeutig der Minderheit an. Damit muss ich leider leben. Aber stänkern kann ich trotzdem dagegen.
Stänkern is immer gut.
Sonst kriegt man Frust und Magengeschwüre.
Da tu ich hier lieber schimpfen :daum: und wink dir dann. :winken:
Ich finde es ganz nett Sonntagmorgen Brötchen zu kaufen, aber mehr brauche ich nicht.
Anders sieht es aus mit langen Öffnungszeiten unter der Woche – wenn Geschäfte bis zehn aufhaben, nutze ich das aufgrund beschi**ener langer Arbeitstage momentan recht gerne…
Aber arm dran sind echt die Verkäufer, möchte für alles Geld der Welt nicht tauschen!