Wenn ich ein neues Wordpress-Theme ausprobiere, mache ich das mitunter, ohne dass ich ein so geniales Plugin wie Maintenance Mode von Michael Wöhrer einsetze. Das ist doof, weil die erforderlichen Anpassungsschritte unweigerlich dazu führen, dass Leserinnen und Leser zwischendurch schon mal auf einen Fehler stoßen können. Ich glaubte in diesen Fällen, dass die Änderungen so gravierend nicht sind und deshalb relativ schnell durchgeführt werden könnten. Wenn es sich absehen lässt, dass es doch länger dauert, schalte ich in den Maintenance Mode.
Nach den Änderungen wird es dann manchmal spannend. Nicht nur, dass man selbst den Lohn der Arbeit bewundern möchte, am liebsten hätte man natürlich, dass die Leserinnen und Leser die Arbeit mit einem verbalen Schulterklopfen belohnen. Und das auch dann, wenn diesen die ständigen Änderungen am Design des Blogs oder Theme-Wechsel vielleicht etwas zu häufig stattfinden.
Gerade in den letzten Tagen kamen aber Kommentare, die mich richtig geärgert haben. Mach dieses nicht so oder mach jenes anders. Zwei treue Kommentatoren teilten mir aufgrund der Template-Änderung kurzerhand mit, sie würden hier solange nicht mehr kommentieren, bis ich die gewünschte Änderung durchgeführt hätte. Ich hätte dann Zeit, mich meinen Tests zu widmen.
Es ging darum, dass in einem neuen Template die Adressdaten immer wieder neu eingegeben werden mussten. Man sieht das in vielen Blogs, und ich nehme mal an, dass solche Reaktionen dort nicht an der Tagesordnung sind. Ich habe trotzdem sofort eine Änderung gemacht. Weitere Kritik ließ nicht auf sich warten (teilweise per E-Mail).
Wenn die Kritiken und klugen Hinweise dann noch (nicht zum ersten Mal) unter Beiträge geschrieben werden, die völlig andere Themenstellungen behandeln, finde ich das nicht in Ordnung. Außerdem habe ich für OT’s einen eigenen Artikel eingerichtet mit einem Link auf der Hauptseite (der ist inzwischen gelöscht!). Das habe ich dann auch klar zu verstehen gegeben – mit der zu erwartetenden Konsequenz.
Vielleicht liegt es daran, dass ich im Moment aufgrund meiner gesundheitlichen Verfassung zu empfindlich bin. Ich versuche, den Leserinnen und Lesern meines Blogs den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten – jedenfalls soweit ich das in der Hand habe. Allerdings gibt es auch Grenzen. Schließlich führe ich dieses Blog, und ich kann nicht auf alles eingehen, was theoretisch wünsch bar wäre.
Natürlich ist dies ein heißes Eisen. Nicht, dass ich ein streitsüchtiger Mensch wäre, aber manchmal wird es mir auch zu viel. Außerdem habe ich schon oft darauf hingewiesen, dass (m)ein Blog nicht nur beschrieben, sondern (in meinen Augen) auch weiterentwickelt werden sollte (optisch und technisch). Deshalb auch die häufigen Themenwechsel. Ich weiß, dass es Leute gibt, die das nicht interessiert oder die solche (häufigen) Wechsel nicht sinnvoll, sondern sogar störend finden. Ich habe aber Spaß daran und will ihn mir durch solche Kommentare nicht verderben lassen.
Ist mein Standpunkt unfreundlich oder egoistisch? Ich finde nein! Schließlich ist es mein Blog, und ich muss damit leben, wenn meine Besucherzahlen in den Keller gehen.
18 Antworten : “Manchmal kotzt es mich an”















Lass dich nicht verrückt machen, denn was auf deinem Blog umgesetzt wird, bestimmst immer noch du ganz alleine.
Wenn du aber mal mit einem neuen Theme experimentieren möchtest, kannst du das Plugin “Theme Test Drive” von Vladimir Prelovac einsetzen. Damit siehst du als Admin das neue Theme, die weite Welt sind aber noch das alte.
Also deinen Standpunkt finde ich absolut verständlich und nachvollziehbar und keinesfalls egoistisch oder unfreundlich. Bzw. wenn es sich unfreundlich anhört (man kann ja vieles in einen Eintrag hineinlesen wenn man das möchte -schließlich fehlen hier ja ein paar Kommunikations-Ebenen (Mimik, Intonation)) ist es letztendlich nur eine Reaktion auf etwas, was sich eigentlich ziemlich unverschämt liest. Da muss ich sagen – Hut ab, dass du dir hast so viel “gefallen lassen”.
Nicht, dass ich finde, dass die Meinung der Kommentatoren unwichtig ist – aber “Erpressung” ist nicht okay. Zumal die Leser & Kommentatoren eine von dir freiwillig veröffentlichte Leistung genießen dürfen. Eigentlich ist es doch in ihrem eigenen Interesse, dir den Spaß am Bloggen nicht zu verderben!!! Schade, dass du “so behandelt” wurdest :(.
Sehr schön das Du als Blog-Betreiber und Autor die Erkenntnis erlangt hast, dass das dein Blog ist.
Besagtes WordPress-Plugin Theme-Test-Drive setzte ich auch ein, ist eine sehr gute Option wenn man ein neues Design testen will auf dem Blog, ohne das die Leser davon was mitbekommen.
Noch besser als das ist natürlich eine einfache lokale Test-Umgebung mittels XAMPP (Windows) / MAMP (Mac) auf der man dann alles vorbereiten kann in ruhe und offline. :)
Sich von den Leser Kritik anhören zu müssen gehört dazu, ist ja quasi in gewisser Weise eine Art von Symbiose die man mit den Lesern hat. Nicht ganz aber fast so verhält es sich, meiner Meinung nach.
In wie weit man sich also selber von den “Bedürfnissen” der Leser beeinflussen lässt beim gestalten des eigenen Blog, das muss Jeder selber wissen und auch erst mal für sich selber herausfinden. Dein Ansatz dem Leser den “Aufenthalt” so angenehm wie dir möglich zu machen, in allen Ehren, aber das ist zu viel des Guten.
Du wirst es nie “Jedem recht machen” können, was das Design und die Benutzbarkeit deines Blog angeht. Es wird immer Jemanden geben der irgendwas zu beanstanden hat, sei es auf sachlicher Basis oder halt auf beschimpfender/bedrängender Basis. Solche “Erscheinungen” wird es immer geben, das liegt in der Natur der Sache.
Ich für meinen Teil als Blog-Betreiber und Blog-Autor, kann dir nur sagen wie Ich das bisher handhabe und für mich herausgefunden habe.
Das Design passe in an “meine Vorstellungen und Wünsche” an, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie ich selber das wohl finden würde wenn ich das Design zum ersten mal sehe. Klare Linien und Definitionen, schlicht und einfach, das ist mein Anspruch in puncto Design grade bei meinem Blog und dessen Design.
Zudem frage ich aber auch immer mal wieder bei meinen Lesern nach, wie Diese das Design finden, aber gebe auch direkt zu verstehen das nicht alle diese “Kritiken” auch definitiv umgesetzt werden von mir.
Letztendlich sollte man seinen Blog, dessen Design und Nutzbarkeit so “verwalten und definieren” wie man es als Leser auch selber gerne haben würde. Natürlich unter dem Gesichtspunkt, das man als Blog-Autor nicht “nur für sich alleine” schreibt! :D
@LexX Noel: Danke für die Mühe und für die Tipps, von denen ich einige bestimmt beherzigen werde.
@Markus: Danke für den Plugin-Tipp. Das sehe ich mir einmal genauer an.
@Mel: Vielen Dank für die tröstenden Worte. Manchmal ärgert man sich selbst bei einem so schönen Hobby wie dem Bloggen. Zum Glück legt sich das ja auch schnell wieder.
Ich weiss gar nicht, was die Aufregung diverser “Stinkstiefel” soll – ich lese deinen Blog und die Themewechsel sind mir nicht entgangen. Da es keine Auswirkung auf die Lesbarkeit für mich hatte, war es mir relativ schnuppe.
Mach einfach, was du für richtig hälst und bleibe lesenswert
@ap: So groß waren die Mühen zum Schreiben des Kommentars nun auch wieder nicht, jedoch hat es etwas gedauert.
In puncto Blog-Design kannst du dir ja mal meine kommenden Version 3.1 anschauen. Vielleicht inspiriert dich das ja oder gibt dir neue Sichtweisen.
Lass Dich bitte nich verwirren. Hier bist Du der Hausherr und ergo bestimmt Du auch alles. Einem jeden wird man es nie Recht machen also zählt mir mich in erster Linie der Leitsatz, dass ich es mir Recht mache
@Crazy Girl: Zwar schon. Allerdings möchte ich natürlich auch, dass sich die Leser/innen hier wohlfühlen und sich nicht etwa mit technischem Schnickschnack herumärgern müssen. Aber natürlich will ich darüber bestimmen, was und wie ich es einsetze.
Ich weiß schon was Du meinst. Mir ist es z.B. in letzter Zeit so ergangen, dass ich gemerkt habe, dass ich mich mit meinem Verhalten, das es u.a. eigentlich immer allen bzw. vielen Recht machen wollte, mich immer weiter von dem entfernt habe, was ich eigentlich will. Langsam aber stetig. Und da habe ich mich dann einfach auch mal gefragt: was will ich, wohin will ich etc. und dann ist die Entscheidung nicht mehr schwer.
@Crazy Girl: Wie hast du diese Erkenntnis denn erlangt?
Ganz einfach, indem ich mir ansehe was ich mache, und das mit dem vergleiche, was ich eigentlich machen wollte
@Crazy Girl: Eine interessante Einsicht.
Nur warum hast du dich von dem entfernt was du machen wolltest? Alleine die Begründung es allen Anderen recht machen zu wollen finde ich etwas, na ja, wenig.
@LexX Noel: Aus meiner Sicht, ist Crazy Girls Begründung sehr gut nachzuvollziehen. Ich mache vieles, auch in meinem richtigen Leben, nur deshalb, weil ich es anderen recht machen will. Zu dieser Erkenntnis gelangt man nicht schnell.
Sie ist einigermaßen schmerzhaft, wenn man diese einfache “Motivation” im Lauf des Lebens bei sich selbst entdeckt. Am Ende wird man es nämlich nie allen recht machen können und damit sich selbst auch nicht. (Eine Binsenweisheit. Gewiss! Aber auch diese muss sie zunächst einmal gewinnen). Mir wäre es lieber (aus heutiger Sicht), ich würde alles für Geld machen oder für irgendwelche anderen “Belohnungen”. Die Motivation, es anderen möglichst immer recht zu machen, ist jedenfalls aus meiner heutigen Sicht eine schlechte.
@ap: Für mich war Ihre Begründung aber nicht so gut nachvollziehbar, schön das Du es nun fast komplett erklärt hast. :)
Ich für meinen Teil handhabe es so, das ich es niemanden recht machen muss ausser mir selber. Denn ich selbst bin meiner größter Kritiker und Fan gleichermassen!
Nur warum die Menschen teilweise so lange brauchen um zu dieser doch eigentlich recht offensichtliche Erkenntnis zu gelangen, das verstehe ich nur teilweise.