Loyalität als Todsünde

Wenn es nach einem Kommentar von Hauke Friedrichs in der “Zeit” geht ist das wohl so.

Bei seinem Besuch in Afghanistan hat Verteidigungsminister zu Guttenberg Oberst Klein erneut verteidigt. Der Minister lernt nicht aus seinen Fehlern.   [...]
Der Oberst habe die Taliban "vernichten" wollen und dies später auch schriftlich bestätigt.

Quelle: Kundus-Affäre: Zweifelhafter Ritterschlag | Politik | ZEIT ONLINE

Ich hatte die Situation so verstanden, dass wir es satt haben, von Politikern belogen zu werden und dass sie ihren Job nicht wirklich ernst nehmen.  Nun macht mal einer das, was er sagt bzw. stellt sich hinter die Soldaten, die in Afghanistan ihren Arsch für uns aufs Spiel setzen und schon kriegen sich viele Damen und Herren Journalisten im Land nicht mehr ein.

Heute morgen ging’s schon los mit einer “gemeinen” Karikatur von Guttenbergs. Er läuft im feinen Zwirn über einen Laufsteg, an dessen Seite “Kundus” geschrieben steht. Der Mann fliegt also nur der Publicity wegen nach Afghanistan?

Tags bei Zeit Online

Mancher Autor sollte sich sogar bei der Platzierung von Tags mitunter ein bisschen schäbig fühlen.

Der Kölner Stadt-Anzeiger bezeichnet Oberst Klein inzwischen bereits als Einzeltäter:

Die Bundeswehr-Elite-Einheit KSK war einem Zeitungsbericht zufolge maßgeblich an dem umstrittenen Angriff auf zwei Tanklastzüge in Afghanistan beteiligt. Die geheime Einheit „Task Force 47“ habe die gesamte Operation gesteuert.

Quelle: Oberst Klein war kein Einzeltäter – Kölner Stadt-Anzeiger