Hohe Strafen für barbarische Mörder

 360072_R_by_GesaD_pixelio.de

Angeblich verlieren wir unsere Werte. Meistens beklagen wir diesen Werteverlust dann, wenn irgend etwas Schreckliches passiert ist. Der Verlust an Wert- oder Moralvorstellungen ist es, den uns manche muslimische Migranten in geradezu verächtlicher Weise vorwerfen. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb diese Muslime mitunter deutsche Frauen als Schlampen und Huren bezeichnen. Außerdem halten sie unsere Gesellschaft alles in allem für schwach.

Manchmal verdichtet sich das Gefühl zur Gewissheit, dass die eigentliche Stärke unserer demokratisch-rechtsstaatlichen Gesellschaftsform allein deshalb missachtet wird, weil Pluralismus und Toleranz mit manchen muslimischen Wertvorstellungen nicht in Klang zu bringen sind.

Mir stellen sich die Nackenhaare hoch, wenn ich nur das Wort “Ehrenmord” höre. Zum Glück hat das Landgericht Kleve in einem solchen Fall jetzt drakonische Strafen verhängt.

Die 20-jährige Kurdin Gülsüm wurde brutal und barbarisch ermordet – von ihrem Vater, ihrem Bruder und einem Freund der Familie. Der Vater wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, der Sohn zu neun Jahren und sechs Monaten und der "Helfer" zu siebeneinhalb Jahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Bruder des Opfers gemeinsam mit einem aserbaidschanischen Bekannten die junge Frau in einen Hinterhalt gelockt, sie gewürgt und ihr mit Knüppeln das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert hatten. Die Familienehre sollte auf diese Weise wieder hergestellt werden.

"Gülsüm ist einem furchtbaren Verbrechen zum Opfer gefallen", sagte der Vorsitzende Richter Christian Henkel.

Quelle: Harte Strafen für „Ehrenmörder“ – Kölner Stadt-Anzeiger | Link

Obwohl ich also dieses Urteil als gerecht empfinde und es vielleicht hoffentlich eine Signalwirkung auf solche Muslime hat, die in unserem Land immer noch archaischen Ehrenbegriffen anhängen, werden die “Ehrenmorde” jetzt nicht aufhören.

Außerdem will ich unbedingt festhalten, dass mir bewusst ist, dass es ganz viele Muslime gibt, die diese so genannten “Ehrenmorde” ebenso verabscheuungswürdig finden, wie ich es hier zum Ausdruck gebracht habe.

Foto von GesaD @ Pixelio.de

Kommentare

  1. Boris meint:

    Ich muss sagen, dass mir bei der Urteilsfindung die Feststellung der “besonderen Schwere der Schuld” gefehlt hat, was vorzeitige Entlassungen erschwert bzw. unmöglich gemacht hätte.

    Ich halte das Motiv für den brutalen Mord nämlich für besonders “nieder” und aufgrund der Tatsache, dass es einer grundlegenden Überzeugung und Lebenshaltung entspringt, für geeignet, eine permanent bleibende Gefahr für andere Menschen bzw. die Allgemeinheit darzustellen.

    Die Tatausübung selbst dürfte im Übrigen wohl von einer besonders ausgepägten — und voll bewussten — Bereitschaft zur brutalen Gewalttätigkeit zeugen.

  2. ap meint:

    Motivation für die Tat und ihre Ausführung sind für einen normalen Menschen einfach unfassbar. Gegen solche Menschen sollte sich eine Gesellschaft schützen. Ich fürchte auch, dass sie diese Tat wiederholen würden, wenn es Anlass und Gelegenheit dafür gäbe.