Auch als Kaufmann hat man viel mit Terminen zu tun, mit Aufgaben oder jedenfalls mit Dingen, die man erledigen will muss. Im Lauf der Jahre habe ich schon alle möglichen Hilfsmittel ausprobiert und bin heute (was sonst) bei Outlook (nicht aus Neigung, sonders weils im Konzern Standard ist) gelandet. Eine elektronische Zeitmaschine also. Tischkalender, “Time System” oder “Filo” waren die Vorgänger. Man geht ja schließlich mit der Zeit.
Auch mit Outlook bin ich nicht wirklich glücklich. Da kann man zwar alles mögliche reinschreiben und, wenn man richtig gut organisiert ist, hat man die Daten immer griffbereit. Ich bin PC-Nutzer und kann mit dem Ding wirklich umgehen. Aber zu einem iPhone, Smartphone oder Palm habe ich mich bisher nicht aufraffen können. Den Scheiß brauch ich nicht. Ich habe ein einfaches Nokia-Handy, mit dem ich telefonieren und manchmal sogar ein Foto schießen kann. Das krieg ich aber dann schon wieder nicht auf den PC, ohne dass es mich die Mühe kostet, erstmal nachzulesen, was zu tun ist.
Unverzichtbar aber ist für mich ein Notizbuch. Das “Time System”, auch das “Filo” hält auch für dieses Fundamentalbedürfnis natürlich jede Menge teure Accessoires bereit. Bin ich verrückt? Für mich reicht ein normales Notizbuch.
Ich habe mich letztes Jahr darüber gefreut, als mir ein Freund, ein etwa DIN A 5-formatiges “Moleskin” – Notizbuch zum Geburtstag geschenkt hat. Da muss jetzt nicht unbedingt der Name draufstehen. Aber es ist doch gut zu wissen, dass dieses Notizbuch schon von Hemmingway, Picasso und Chatwin genutzt wurde. Keine Sorge. Auch lebende Menschen benutzen diese Notizbücher. Manuela zeichnet darin ihre tollen Cartoons und ich schreibe eben meine langweiligen Prognosen und Aufträge hinein.
Rechtzeitig zum Jahresende war es voll. Vielleicht enthält es noch ein paar offene Aufträge oder Gedanken, denen ich noch nachhängen sollte. Aber ein neues “Moleskin”-Taschenbuch ist fällig. Daran muss ich morgen unbedingt denken, wenn wir einkaufen fahren. Wie schön, dass man dem Analogen doch noch ein bisschen nachhängt und nicht alles nur noch digital abzuhandeln versucht.
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2 Antworten : “Notizbuch für ein Jahr”














Hallo,
auch ich steige ab 2010 wieder auf die “Analogversionen” um. In den letzten 7 Jahren hatte ich einen Toshiba-PDA zur Terminverwaltung und als Navigationsgerät im Auto. Leider wurden diese nützlichen Geräte aber durch die Smartphones vom Markt gedrängt und die sind bei uns im Konzern nicht verfügbar. Auch gibt es schon länger keine Kartenaktualisierungen mehr. Also gab es mit dem neuen Firmenwagen im August ein TomTom-Navi.
Da aber in letzter Zeit auch kein vernünftiges Abgleichen der Termine mittels Active-Sync und dem Laptop mehr ging, habe ich mir für nächstes Jahr ein “Reise-Tagebuch Classic Line” geholt. Auch was die täglichen Notizen, etc. angeht habe ich vor einem halben Jahr umgestellt. Weg von den zig Notizblöcken, hin zur guten alten “Chinakladde” in A4 und kariert. Hilft auch wieder dabei alles zügig zu erledigen.
Insgesamt also ein “Back-to-the-roots”-Programm. In den Jahren von 1989 bis 2002 hatte ich immer mit dem “Time-System” gearbeitet und mich zur Ordnung erzogen. Warum soll das heute nicht auch wieder funktionieren?
Guten Rutsch und hoffentlich war mein erster Kommentar hier nicht zu lange geraten…
Ich freue mich über jeden Kommentar, vor allem wenn er mal etwas länger ist
Du bist ja schon recht konstant gewesen. Ich meine, wenn du von 1989 bis 2002 mit dem Time System gearbeitet hast. Ich habe immer wieder mal andere Systeme ausprobiert. Die haben mir leider die nötige Disziplin nicht ersetzen können.
Ich wünsche dir einen guten Rutsch und alles gute! Bis bald.
ap