Die dänische Polizei hat einen Angriff auf den für seine umstrittenen Mohammed-Karikaturen bekannten Zeichner Kurt Westergaard vereitelt.
Nach dem schweren Selbstmordanschlag mit über 90 Toten auf einem Sportplatz in Pakistan fahnden Polizei und Militär nach den Hintermännern des Attentats.
Bei diesen beiden Meldungen von heute morgen fällt mir der Satz “Islam ist Frieden” ein. Autoren und Kommentatoren bei PI benutzen ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit, um uns “Dhimmis” klarzumachen, was von der Friedfertigkeit dieser Religion zu halten ist. Und tatsächlich: Bei meiner Frau und mir wirkt es. Weniger die Tiraden bei PI (die lesen wir eher selten), aber das “allgemeine Klima” hat sich gedreht. Wir haben damit angefangen, sobald wir eine solche Nachrichte lesen, undifferenziert über den Islam zu schimpfen – immer heftiger!
Es gehört vielleicht zum perversen Kalkül der Islamisten, Abscheu, Angst, Schrecken und zunehmenden Hass durch unzählige barbarische Morde an unschuldigen Menschen zu säen. Sie nehmen in Kauf, ihre Glaubensschwestern und –Brüder, die Muslime in allen Ländern der Welt, in ihre Verbrechen zu verwickeln. Für viele Menschen lautet die Formel heute nicht “Islam ist Frieden”, sondern “Islam ist Terror”.
Innerhalb der letzten zwei Monate wurden allein in Pakistan 500 Menschen bei Anschlägen der radikal-islamischen Taliban getötet. Wir dürfen festhalten: Die Anti-Terror-Allianz hat zustande gebracht, Al-Kaida-Kämpfer und viele Taliban aus Afghanistan zu vertreiben. Jetzt operieren sie in Pakistan und destabilisieren dieses ohnehin labile Land. Aber Pakistan ist eine Atommacht. Keiner weiß, was uns der Krieg gegen den Terror künftig bringen wird. Frieden sieht jedenfalls anders aus. Und Krieg bringt vielleicht ab einem bestimmten Zeitpunkt Ruhe. Den darf man aber nicht mit Frieden verwechseln!
Das zufällig vereitelte Flugzeugattentat an Weihnachten führt dazu, dass die Amerikaner über Bombardements im Jemen nachdenken:
Der Jemen rückt ins Zentrum des Anti-Terror-Kampfes. Laut einem CNN-Bericht kundschaftet das US-Militär gemeinsam mit jemenitischen Behörden Stellungen von al-Qaida aus, um sie zu bombardieren.
In Nigeria, dem Heimatland des verhinderten Attentäters, proben Islamisten den Aufstand.
Die Islamisten legen sich mit der ganzen Welt an. Wir leben mit vielen Muslimen zusammen. In Deutschland sind es nach neueren Studien etwa 4,3 Mio. Menschen. Das Zusammenleben entwickelt sich. Allerdings nach meiner Feststellung und trotz staatlicher Bemühungen nicht zum Besten. Das liegt wohl weniger an diesen Bemühungen als vielmehr an der Tatsache, dass sie zum einen natürlich reichlich spät gestartet wurden, zum anderen aber daran, dass in der Bevölkerung die Angst vor dem Terrorismus wächst und diese Angst die Einstellung der Menschen negativ verändert.
Früher war es so, dass man vornehmlich die Türken, die den größten Anteil der in Deutschland lebenden Muslime stellen (2,5 Mio.) in diesem Land kaum wahrgenommen hat. Erst ab einem bestimmten Zeitpunkt beklagte man sich darüber, dass sich eine Parallelgesellschaft entwickelt hatte. Wir stellten spät fest, dass Deutschland längst ein Einwanderungsland geworden ist und dass wir mehr für die Integration tun müssten. Aber man kann Versäumnisse von Jahrzehnten nicht innerhalb einer kurzen Zeit wettmachen, zumal Integrationsarbeit auch viel Geld kostet. Immerhin ist ein Prozess in Gang gekommen.
Leider wird dieser begleitet von den Gewalttaten muslimischer Terroristen und nicht wenige Menschen vergleichen bzw. übertragen die Erfahrung dieser Schreckensnachrichten und –bilder mit dem Islam.
Sehen wir uns die Situation im Iran an. Wir sehen, wie verzweifelt sich dort viele Menschen gegen das Mullah-Regime auflehnen. Auch diese Bilder bestärken uns in der Erkenntnis, dass der Islam nicht wirklich friedlich ist.
Die westliche Kultur, die von vielen Muslimen, auch von solchen, die lange bei uns leben, verachtet wird, ist mit der muslimischen unvereinbar. Keine Neuigkeit, gewiss. Aber muss das zwangsläufig bedeuten, dass ein Zusammenleben zwischen nicht funktioniert? Es gibt doch genügend Beispiele dafür, dass das sehr wohl funktioniert. Wichtig ist dabei, dass sich die Menschen unterschiedlicher Kulturen auf gleicher Augenhöhe gegenüber stehen. Ob man das hinkriegt? Es gibt Historiker, die sagen, dass Rom kein Weltreich gewesen wäre, hätten die Menschen genau diese Fähigkeit nicht besessen. Weshalb sollten Menschen in der Antike über diese verfügt haben und wir nicht?
Das Ziel lässt sich erreichen, wenn wir wieder einen Wert hochhalten, der in den letzten Jahren insbesondere durch reaktionäre Kräfte in Verruf geraten ist – wir brauchen mehr Toleranz. Gleichgültigkeit darf allerdings nicht mit Toleranz verwechselt werden. In diesem Sinn waren wir nämlich zu lange sehr tolerant! Jetzt sind Bekenntnisse gefragt. Bekenntnisse zu eigenen Werten und zu anderen Menschen. Wir müssen darauf achten, dass sich nicht Christen gegen Muslime und Muslime gegen Christen positionieren. Denn wir leben zusammen. Die Welt wird kleiner.












Mann, mann – was ist denn “PI”? So´n langen Artikel, und das kürzt du ab, grummel. Oder meinst du die “PI”ld-Zeitung? Herrjeh – bevor ich nich weiß, was “PI” is, les ich den Artikel NICH zu Ende.
:harry:
PI ist eine Seite, die ich nicht verlinke. Suche mal nach pi-news.net.
Naja – die PI-Männer haben halt ne klare Meiniung – muß man ja nicht in allem teilen. Aaber: ich schätz mal, das von es von islamischer Seite viel schlimmeres gibt. Vor allen in Sprachen, die wir beide nich lesen können.
Schon die Kreuzritter und die Sarrazenen haben sich gegenseitig totgeschlagen. Gewisse Feindbilder bleiben lange erhalten. Und die “Katholen” haben genauso schlimme Dinge gemacht wie die “Heiden”…Hmm, hmm.
Eine klare Meinungen haben die in der Tat.
Du hast das Maß an Toleranz, das wir brauchen, lieber Jürgen. Natürlich haben wir genug auf dem Kerbholz. Allerdings ist die Art von Kreuzzügen doch schon etwas länger vorbei. Die Islamisten sind aber höchst aktiv.
Letztendlich machen die Islamisten zur Zeit genau das, was die Kreuzritter im Mittelalter gemacht haben. Die Methoden sind andere, jedoch ist die Botschaft die gleiche. Menschen benutzen und missbrauchen eine Religion als Rechtfertigung für einen Krieg.
Nur sind wir nicht mehr im Mittelalter. Kann denen das mal einer klarmachen?